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Planet der Habenichtse
 
 
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Planet der Habenichtse [Taschenbuch]

Ursula K. LeGuin , Hiltrud Bontrup
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 1999 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 367 Seiten
  • Verlag: Argument Verlag; Auflage: 3 (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886199436
  • ISBN-13: 978-3886199433
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 735.377 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Unzufrieden mit dem kapitalistisch-feudalistischen Gesellschaftssystem des Planeten Urras beschlossen die nach ihrer philosophischen Führerin genannten Odonier den unwirtlichen, bisher nur als Ressourcenlieferanten dienenden Mond Anarres zu besiedeln. Dort soll eine neue Form des Zusammenlebens auf der Basis der absoluten Gleichberechtigung in Bezug auf Status und Besitz gegründet werden. Jeder Kontakt mit der Herkunftswelt wird konsequent abgelehnt. Nach 170 Jahren fast vollständiger Isolation macht sich der geniale Temporalphysiker Shevek als erster Odonier auf den Weg nach Urras, um die Grenzen der Kommunikation zwischen den Planeten, sogar zwischen allen von Menschen besiedelten Welten, einzureißen.

Ursula K. LeGuin betreibt in Planet der Habenichtse ihre Gesellschaftsstudien einmal mehr auf höchstem SF-Niveau. Die unbegrenzten Ideenmöglichkeiten des Science-fiction dienen ihr als Kochtopf, in dem sie neue Rezepte des menschlichen Zusammenlebens erproben und hinterfragen kann. Die Gesellschaft der Odonier in Planet der Habenichtse beschreibt die Verwirklichung der sozialistischen Idee -- jeder nimmt die gleiche Position innerhalb des gesellschaftlichen Gesamtgebildes ein, und keiner besitzt mehr als der andere. Frauen und Männer sind konsequent gleichberechtigt und nur an sich selbst zu denken oder etwas besitzen zu wollen, gilt als verachtete Eigenschaft. LeGuins Schilderungen der Lebensweisen sind eindrücklich und ignorieren nie die offensichtlichen Schwierigkeiten beider Systeme. Man wird von der sehr persönlichen Sichtweise Sheveks förmlich aufgesogen und beginnt -- ohne ideologisches Bremsklötze -- über Vorteile und Nachteile der verschiedenen Arten des menschlichen Zusammenlebens nachzudenken. Wie schon in Left Hand Of Darkness reißt LeGuin dabei die Sperren herkömmlichen Denkens gekonnt ein und vermittelt durch die Umkehrung gewohnter Sichtweisen einen neuen Blick auf das Hier und Jetzt unserer Lebenswelt, ohne dabei zu moralisieren oder die Sinn-Frage zu stellen.

Ein leicht zu lesendes Buch mit Anspruch, das den Bruch zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen läßt und den Kopf vom täglichen (Über-)Leben frei macht. --Wolfgang Tress

Kurzbeschreibung

LeGuins 'Planet der Habenichtse' gehört zu den großen philosophischen Science-Fiction-Klassikern: die erstaunliche Geschichte des Physikers Shevek, der auf der Suche nach Utopia eine gefahrenreiche Reise antritt und für neuer Erkenntnisse sein Leben riskiert.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer hier SF mit Raumschiffen, Außerirdischen und fantastischen Schlachten erwartet, sollte dieses Buch wieder zur Seite legen. Es findet zwar all das Erwähnung, aber nur nebenbei. Das wichtige in dieser Geschichte sind noch nicht einmal die Menschen, die darin vorkommen, sondern die Gedanken, die sie haben, und die Gesellschaft, in der sie leben. Alles in allem ist es ein grandioser Roman, der sich mit der Frage beschäftigt, ob eine gerechte Welt überhaupt möglich ist. Es dauert ein paar Seiten, sich in die Geschichte zu finden, aber dann ist es so spannend, dass man das Buch nur ungern zur Seite legen wird. U.K.LeGuin hat ihre Utopie so konsequent durchdacht, die Charaktere so überzeugend dargestellt, dass man eingesogen wird in diese fremde Welt und sich unwillkürlich fragen wird, ob Kommunismus nicht doch möglich ist. Dieses Buch ist mit Sicherheit kein einfacher Lesesnack für Zwischendurch, eher ein Lesesnack mit denkanregender Wirkung. Durch das schriftstellerische Können der Autorin macht es aber sehr viel Spaß, sich zum Denken anregen zu lassen. Absolut empfehlenswert, und wesentlich besser als "Die linke Hand der Dunkelheit" von ihr.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch, das Fragen stellt 8. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich muss gestehen, das Buch hat mich ziemlich berührt. Wenn es eine Gesellschaft wie die der Menschen auf Anarres geben würde, in der keiner der Mitglieder eine Form des Besitzes kennt, ich würde es gerne probieren, dort zu leben. Wie LeGuin die Auswirkungen dieses Konzeptes auf die zwischenmenschlichen Beziehungen beschreibt macht klar, wieviel der Probleme, die wir miteinander haben, auf unserem Gesellschaftssystem basieren.

Die Geschichte um den Physiker Shevek, der das ultimative Kommunikationsmedium erfindet, ist dabei eigentlich nur der Rahmen, in dem LeGuin ihre Gesellschaftsidee ausführt, aber eigentlich ist sie auch mehr, denn durch die persönliche Sichtweise Sheveks auf sein Leben in der Gesellschaft der Habenichtes und die Auswirkung, die seine Konfrontation mit der kapitalistischen Welt auf Urras hat, wird man viel tiefer in die Diskussion gezogen, als es in einem nur soziologisch angehauchten Buch möglich wäre.

Echt ein Buch zum Nachdenken, über das eigene Leben und die Gesellschaft an sich. Wie einige andere Bücher von LeGuin auch (zum Beispiel "The Left Hand of Darkness", spielt sich auch diese Geschichte in einem von Menschen besiedelten Weltraum ab, die jedoch untereinander nur wenig oder garkeinen kontakt haben) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ursula LeGuin hat mit diesem Roman ein Meisterwerk vollbracht: Zum einen ist die Geschichte so faszinierend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag (obwohl von "Action" keine Rede sein kann). Zum anderen lernt man nebenbei viel über unterschiedliche Gesellschaftssysteme, ohne dass man das Gefühl hat, ein Lehrbuch zu lesen. Die Gesellschaftlichen Denkanstösse, die das Buch liefert, gehören zu den Interessantesten, die jemals in einen SciFi Roman verarbeitet wurden.
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