Produktinformation
|
|
Komponieren und arrangieren tut Dennis Chambers nicht selbst; dafür stellt er das Material umso geschmackvoller zusammen. Kraftvolle Stücke von Sun Ra bilden diesmal den Schwerpunkt, daneben, nicht minder faszinierend, die flockige Fusion-Nummer "Camel Hump" von Dean Brown, ein raffinierter Jazzblues von Bill Evans sowie zwei rhythmisch vertrackte Bläsersätze von Saxonist Lenny Picket - einfach herrlich. Planet Earth ist Chambers bestes Album bisher - her damit! --Katharina Lohmann
Und nach zehnmaligem eher widerwilligem Hören war dann das ersehnte Aha-Erlebnis doch noch da: da groovt ein Drummer der absoluten Spitzenklasse in Stücken, die auch nach dem hundertsten Hören noch neue ihrer kleinen Tricks offenbaren: das Stück "Elroy" beispielsweise, dessen straighter HiHat-Groove in den A-Parts sich mit den subtilen Ride-Passagen in den B-Teilen so geschickt abwechselt, dass die Drummer unter den Zuhörern sich sogleich in den Übungsraum verabschieden und so schnell nicht wieder auftauchen.
Oder das furiose "Camel Hump", wo Dennis uns unmissverständlich demonstriert das man mit einem 7/8tel-Groove viel Spass haben kann und im genialen Solo-Part gegen Ende den Beweis antritt, dass der Akteur ein Herr der Metren ist - hier bleibt beim Zuhörer wohl keine Frage mehr offen (egal ob Trommler oder nicht) - wohl aber die eine oder andere Kinnlade...
"ANT" - heavy Jazzfunk allererster Güte, auch hier wieder dieses perfektionierte Wechselspiel zwischen hartem Anfangsgroove und fast lieblich (im positiven Sinne)zu nennendem B-Teil-Groove.
"Loose Bloose" dann eine der ruhigeren Nummern, die den Zuhörer in einen merkwürdigen Bann zieht und so schnell auch nicht mehr loslässt - der Meister zelebriert hier bei dieser Ballade ein Jazz-Drumming oberster Güte und setzt einen eindrucksvollen Kontrapunkt gegen sein sonst doch recht kräftiges Spiel.
Das beim ersen Hören zickig wirkende "El Is The Sound Of Joy" ist eine der Nummern, die ich erst sehr spät "entdeckt" habe - irgendwie genial schrullig.
In diese letzte Rubrik hatte ich erst auch die drei Stücke "Dance Music For Borneo Horns" eingeordnet - wenn man sich jedoch einmal an Drums plus Bläser ohne jede weitere Zutat gewöhnt hat, dann gibt es hier jede Menge Aussergewöhnliches zu entdecken.
Planet Earth ist für mich eine der inspirierendsten Platten, die ich in den vergangenen Jahren gehört habe - nicht leichtbekömmliche Berieselungskost, dafür jedoch mit einem enormen Gehalt an Musikatlität versehen! Bei den Wanderschuhen würde man sagen: "Die sind es wert, sorgfältig eingelaufen zu werden"! Um bei diesem Bild zu bleiben: danach zieht man sie auch nicht mehr aus!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|