77 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Würdiges Mitglied der PLANET DER AFFEN Familie mit erstmalig konsequenter Sicht der Handlung aus Affenperspektive !, 5. August 2011
MEDIUM:
- Bild: sehr gute Bildqualität in bezug auf Auflösung und Details
- Ton: gut und räumlich, eine etwas dialoglastigere Abstimmung zwischen Sprache und Musik in den Actionpassagen wäre besser gewesen
DVD: Deutsch, Engl.,Ital,& Span. in DD 5.1
Blu-ray: Deutsch "nur" DTS 5.1, leider nur engl. Spur in DTS-HD 5.1
- Extras:
DVD: keine besonderen
Blu-ray: Feature zum Klassiker von 1968, entfallende und erweit. Szenen, Audiokommentare und vieles mehr
- Sonstiges: Wendecover
FILM:
"RISE OF THE PLANET OF THE APES" oder in Deutsch "PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION" von Regisseur Rupert Wyatt, der mit noch keinem anderem wirklichen Blockbuster bekannt wurde, ist ein absolut herausragender Science-Fiction Thriller. Das Original Franchise PLANET DER AFFEN gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und vielleicht bin ich deswegen auch etwas voreingenommen.
Der Film versteht es aber nachweislich - unterstützt durch den einzigartigen Stand der Performance Capture Technik wie in AVATAR eingesetzt - in vielleicht erstmals so konsequenter Form im Rahmen eines Realfilms die Sichtweise eines intelligenten Tiers mit menschlichen Zügen, Intelligenz und Strategiedenken zu zeigen und damit eine sehr hohe Identifikationsmöglichkeit mit einer letztlich animierten Tierfigur zu ermöglichen.
Dabei darf man PREVOLUTION mit den Folgen aus den 70er nicht vergleichen, die Originale glänzten zumindest in den ersten Teilen durch eine sehr gute Story, hohe Emotionalität, bahnbrechende und preisgekrönte Masken und gute Schauspieler. Der vorliegende Film ist hingegen vornehmlich eine zeitgemässe Demonstration der Motion- bzw. Performance Capture Technik ohne jedoch die emotionale und sozialkritische Seite zu vernachlässigen. Für mich schafft er es sogar erstmals tatsächlich bei Erwachsenen wirkliche Emotionen und Mitgefühl für nicht im kindischen oder kindlichen Kontext gezeigte, teils sehr aggressive Tiere zu erzeugen.
Trotz aller high-end Technik wird die Animation der Affen in bestimmten Szenen kurz sichtbar und eine ebenso schnelle Identifikation mit dem einzelnen Affendarstellern wie in der Original Serie ist zunächst nicht in gleicher Weise möglich. Für die Rolle des Hauptdarstellers der Affen, Caesar (bekannt aus den Originalen), wurde Andy Serkis ausgewählt der Insidern als Gollum aus HERR DER RINGE oder auch als King Kong Darsteller aus dem gleichnamigen Remake von Peter Jackson bekannt ist. Er hat sich dadurch absolut zum Spezialisten für hochwertige Performance Capture etabliert.
Desweiteren wäre noch James Franco zu nennen der sehr viele Filme in den letzten Jahren abgeliefert hat und zuletzt sehr bei 127 HOURS geglänzt hat. Marvel Fans müsste er zumindest als Harry Osborn/Goblin von SPIDERMAN bekannt sein. Hier spielt er sehr gut den zwischen Erfolg und Verantwortung hin- und hergerissenen und ergeizigen Wissenschaftler Will Rodman der durch die Gentherapie-Experimente zunächst an dem von ihm so genannten "Schimpanse Nr.9" gezielt dessen Intelligenz, aber auch vermeintlich dessen Aggression steigert. Später sorgt der Schimpanse Caesar dafür, dass seine Artgenossen ebenfalls mit dem notwendigen Serum in Kontakt kommen und bricht dann mit einer grossen Horde von Leidensgenossen aus und die Revolution der Affen beginnt. Die Primatenforscherin Caroline (Freida Pinto) unterstützt Will auf der Suche nach den Ursachen und Folgen.
Die action-betonten aber gleichzeitig sehr emotionalen Szenen der ausbrechenden Affen, die Konfrontation mit der Zivilisation und die Kämpfe mit den Menschen gehören zu den aufwühlensten des Films. Man weiss nicht, ob man zu der eigenen "Rasse" oder den Affen halten soll. Richtige Endzeitstimmung kommt auf - auch unterstützt durch sehr passende und emotionale Filmmusik in den Massenszenen in den die Affen über Autos, Häuser, Bäume usw. in grosser Horde und so schnell abgestimmt und intelligent orchestriert hinweg springen und somit erst einmal kein leichtes Ziel für die verteidigenden Menschen sind.
Gewisse Zeitgenossen haben auch Vergleiche mit dem Aufstand der farbigen Bevölkerung in bezug auf Diskriminierung und Benachteiligung gezogen und die filmische Umsetzung als den Spiegel und die Bewältigung der Angst der weissen Bevölkerung vor dem "schwarzen Mann" bezeichnet, dies halte ich aber für überzogen und zweitrangig. Die Spezialeffekte sind allgemein überragend, sowohl anfangs bei den Szenen im Dschungel, später zuhause bei Will Rodman der den Babyaffen Caesar trainiert als auch später im ausgewachsenen Alter. Die starken Seiten der Effekte liegen in der Betonung des einzelnen Affen und all seiner Ausdrucksmöglichkeiten. In den Massenszenen merkt man dann manchmal unwillkürlich, dass die ganzen Darsteller dann allesamt per CGI generiert und synchronisiert werden.
Insbesondere bei sehr schnellen Bewegungen merkt man ab und an, dass etwas nicht stimmt, d.h. das Gehirn entdeckt unbewusst das unrealistische Bewegungsschema wenn auch nur für Sekundenbruchteile. Aber in den ruhigeren Momenten agieren insbesondere die Schimpansen so authentisch und realistisch dass man oft die Animation vergisst und die Gefühle 1:1 den Augen und dem Minenspiel entnehmen kann. Dieser abwechselnd prüfende, nachdenklich-kritische, verärgerte oder aggressive Blick der Affen wird sehr eindringlich und oft in Grossaufnahme gezeigt um diesen speziellen Transport von Emotionen zum Zuschauer zu realisieren. Dies gelingt vorzüglich. Später nutzt Caesar sogar während eines Kampfes mit einem Menschen in sehr erschütternder und überraschender Art und Weise ein ureigenes menschliches Kommunikationsmittel, mehr soll hier nicht verraten werden.
Der oft gezeigte Zoom auf die Augen der Affen, insbesondere von Caesar, symbolisiert die Perspektive und Bewusstwerdung des eigenen Ichs bei ihm. In sehr berührender und emotional fesselnden ruhigen Bildern wird gezeigt wie Caesar sich seiner eigenen Identität bewusst wird und sofort anfängt seine Stellung in bezug auf den Menschen an sich und seinen "Vater" bzw. Freund Will zu hinterfragen. Gleichzeitig wird durch diese Erkenntnis die Aggression aufgebaut dieser doch vom Menschen so abhängigen "Sklavenstellung" zu entfliehen. Die Affen brechen aus, bewaffnen sich sogar und insbesondere im Finale auf der Golden Gate Bridge erfolgt der Showdown.
Durch diese Blick aus der Affenperspektive erhält der Film auch eine sehr sozialkritisch zu deutende Funktion. Es ist metaphorisch gesehen ein Aufstand gegen die Selbstgerechtigkeit der Menschen die neben wichtigen Dingen wie Kunst auch zerstörerische, dunkle Seiten haben die u.a. in der Unterdrückung und Ausbeutung der Natur und generell den Schwächeren sichtbar werden. Kombiniert mit der packenden Story, der furiosen Action und Endzeitstimmung, den fast perfekten CGI und guten schauspielerischen Leistungen brilliert der Film auf ganzer Linie und ich und meine Mitseher konnten keine wirklichen Schwächen feststellen.
Die Gefahr der un-emotionalen Technik-Show wurde durch die oben genannte sehr gute Umsetzung umgangen und die Erwartungen wurden sogar übertroffen. PLANET DER AFFEN Puristen werden vielleicht noch das Haar in der Suppe finden oder den zugegeben einmaligen Charme der Masken und Darsteller der Urserie vermissen. Einzig die umsatzgetriebene Freigabe ab 12 Jahren hätte ich zu bemängeln da doch bei den Actionszenen die Kamera oft weggedreht wird und die Gewalt und Verletzungen nicht explizit sichtbar werden. Bei einer Freigabe ab 16 Jahren hätte das Ganze sicherlich noch freizügiger und kreativer in bezug auf die an sich sehr drastischen Gewaltszenen zugehen können und somit noch stärker emotional mitreissen können.
Wie passt der Film dann letztlich in das PLANET DER AFFEN Universum ? Letztlich gibt der engl. Originaltitel die grobe Einbettung viel besser her als der deutsche. Darüber hinaus soll hier nicht zu viel angedeutet werden um die Spannung nicht zu nehmen. Auch das Ende wird hier nicht verraten, es ist ein grossartiges emotionales Finale mit vorhandenem, aber nicht übertriebenem Hollywood-Pathos. Die 2001er PLANET DER AFFEN Verfilmung war ja eher ein Remake, eine aufgefrischte Verfilmung eines bestimmten Abschnitts der Original Serie und ob hier eine Anbindung hergestellt wird lasse ich mal offen, da das Ende nicht verraten werden soll, aber wer die Serie gut kennt könnte es entsprechend der Funktion eines Prequels eingebettet in eine bestimmte Stelle in der Original Serie selbst herleiten.
Jedenfalls wird zuletzt einem weiteren Teil schon gut Vorschub geleistet und es ist auch schon vor Kinostart bekannt geworden, dass Rupert Wyatt bereits an diversen weiterführenden Story-Optionen arbeitet um einem weiterführenden Teil des Films den Weg zu ebenen. Insgesamt also ein würdiges Mitglied der Affenfamilie, dass für mich in der oben genannten starken Umsetzung eine sehr hohe Wertung rechtfertigt.
5/5 Sternen
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Überraschung seit Jahren, 14. Dezember 2011
Seit Jahren überhäuft Hollywood uns mit Remakes. Sei es Kampf der Titanen, Conan, Robin Hood, Die drei Musketiere, Fright Night, Das Ding aus einer anderen Welt, usw. Wenn ich schon das Wort Remake höre, sträuben sich bei mir schon die Nackenhaare. Denn Remake bedeutet meist Schrott. Computeranimierte special Effects mit teurer 3D-Technik...aber am Drehbuch oder halbwegs vernünftige Story wurde gespart.
Ich habe den Klassiker mit Charton Heston mitte der 70er im Kino gesehen und wurde ein großer Fan. Die nachfolgenden Teile fand ich -damals- auch gut. 2001 die Neuverfilmung von Tim Burton fand ich grottenschlecht, obwohl ich sonst Filme von Tim Burton sehr gerne sehe.
So waren meine Erwartungen entsprechend niedig und ich wollte mir eigentlich den Film gar nicht ansehen.
Die vielen positiven Rezensionen hier haben mich dann aber dann doch überzeugen können mir den Film zu kaufen. Danke dafür.
Der Film erzählt die Vorgeschichte zu Planet der Affen und wie es überhaupt zu intelligenten Affen kam.
Der Film hat aber auch noch mehr zu bieten als gute Filmunterhaltung.
Er zeigt auch, dass man Tiere für Forschung und Experimente missbraucht.
Am Anfang des Films sagt ein Wissenschaftler zum Konzernleiter, "Die Affen haben Gefühle". Das wird vom Konzernleiter abgewunken. Für ihn sind die Affen nur Material für Experimente.
Der Film überzeugt auf ganzer Linie. Gute Schauspieler, sehr gute Story, viel Gefühl und eine Message zum Nachdenken.
Nach unendlich viel Schrott, endlich mal wieder ein richtig guter Film
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Julius Caesar..., 16. Dezember 2011
Eine Gruppe Wilderer nimmt im afrikanischen Dschungel mehrere Schimpansen gefangen, die nach San Francisco verschifft werden. Sie werden als Versuchstiere von dem Biotechnologie-Unternehmen Gen-Sys gebraucht, dort arbeitet der junge Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) an der Entwicklung eines Medikaments namens ALZ-112, ein mögliches Heilmittel für die Alzheimer Krankheit.
Er hat auch persönliche Ambitionen, denn sein Vater Charles (John Lithgow) leidet zunehmend an der Krankheit.
Bright Eyes, einer der Versuchsprobanten, zeigt bei der Einnahme dieses Stoffes nicht nur eine auffällige Veränderung der Augenfarbe, sondern kann auch ihre kognitiven Fähigkeiten merklich steigern.
Nur leider dreht sie irgendwann durch, wird aggressiv und verwüstet das Labor. Gleichzeitig läuft die Demonstation für den Vorstand des Unternehmens mit dem Ziel Gelder für weitere, tiefgreifendere Versuche - auch beim Menschen - zu bekommen. Dies misslingt natürlich durch die durchgedrehte Bright Eyes. Die Affen werden eingeschläfert, aber Will rettet das neugeborene Baby von Bright Eyes und zieht das Affenkind bei sich auf.
Caesar (Andy Serkis) entwickelt sich prächtig, es ist offensichtlich, dass sich die hohen Intelligenzfähigkeiten seiner Mutter vererbt haben. Caesar wächst zuerst wohlbehütet auf, bemerkt aber immer mehr, dass er anders ist als andere Menschen und auch anders als andere Affen...
"Planet der Affen Prevolution" (im Original "Rise of the Planet of the Apes") ist ein amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2011 von Regisseur Rupert Wyatt. Der Film basiert auf dem Roman "Der Planet der Affen" des französischen Schriftstellers Pierre Boulle. Seit dem ersten Planet der Affen Film mit Charlton Heston gab es mehrere Fortsetzungen und 2001 eine Neuverfilmung von Tim Burton, die allerdings von der Kritik verissen wurde und auch vom Publikum nicht so begeistert wie erwartet aufgenommen wurde. Das jetzige Prequel gibt neuen Aufschluß über die Vorgeschichte und Hintergründe, wie die Affen zur dominanten Spezies auf der Erde werden konnten.
Rupert Wyatt inszenierte sehr knallig und als großes Kinospektakel und sowohl komerziell als auch künsterisch sollte ihm ein großer Wurf gelingen.
Der Planet der Affen 2011 hat das Potential die Magie des Erstlings zu erreichen und großen Anteil am Erfolg hat die Geschichte durch die hohe Identifikationspotential des Zuschauers mit den Primaten, die sich einmal mehr als die besseren Menschen erweisen.
Der Film beleuchtet die Arroganz des Menschen sich als Herrscher der Welt zu sehen und sich die anderen Lebewesen Untertan zu machen.
Dabei spiegelt sich in den Wünschen des Affen Caesar auch letztendlich die Sehnsucht des Menschen eingeschlagene Pfade zu verlassen und wieder harmonischer und näher am Ursprung (eingebettet in die Natur) zu sein.
Im Gegensatz zu den alten Affen Filmen wurden die Primaten in diesem Film nicht von Schauspielern in Masken dargestellt, sondern im Performance-Capture-Verfahren realisiert. Bewegung und Mimik der Schauspieler wurden am realen Drehort aufgenommen und später am Computer auf eine darüber gelegte Affenhülle übertragen.
Nicht zuletzt ist "Prevolution" ein Film über die Kraft der unterdrückten Massen. So entwirft dieses großartige Science-Fiction-Märchen auch eine politische Message.
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