Ich muss zugeben ich habe den Film nicht unvoreingenommen geschaut. Nicht nur, dass ich schon immer ein großer Tim Burton Fan war, sondern ich bin auch ein Anhänger des Originals, auch wenn ich die Buchfassung nicht kenne.
Leider bin ich maßlos enttäuscht worden.
Nach dem flachen Anfang auf der Raumstation, der mir eher vorkam, als brauchte man halt irgendeinen Grund warum der Held den nun auf diesen Planeten kommt, beginnt der meiner Meinung nach interessanteste Teil der Geschichte, die Affenstadt. Hier und auch nur hier, nutzt Tim Burton seine Fähigkeit zur Skurilität und zeigt den Menschen im Affen um uns Menschen Spiegelbildlich den Affen in uns zu zeigen. Im Gegensatz zum Original trennt er nicht einfach in Gorillas (dumm und stark), Orang-Utans (Intelligent und gerissen) und Schimpansen (gemäßigt und liberal), sondern gibt den Affen menschliche Charaktere. Er übertritt hier die Affenartengrenzen und zeigt, dass gut und böse nicht von der Rasse abhängt (worin seine Kritik am Rassismus deutlich wird).
leider flacht das Niveau danach stark ab. Die Story, die nicht wirklich ein Ziel verfolgt plätschert so vor sich hin, während stereotypische Charaktere ihren jeweiligen Typen gerecht werden. Der Böse Sklavenhändler, der feige ist. Der Angestellte von Ari, der ein ehemaliger General ist und so gut und so edel, natürlich und der den unnötigen Heldentod stirbt, selbstverständlich.
Die Blonde Schönheit, die sich natürlich unsterblich in den Helden verliebt (und die natürlich schon bei der Verfolgungsjagd am Anfang auf dem Planeten in Szene gesetzt wird (inklusive ihrer immer gestilten haare)).
Der Junge der dabei ist und der natürlich in seinem kindlichen Übermut fast alles ruiniert (wie immer nur fast, darf ja nix passieren).
Natürlich darf in der Truppe der Schwarze nicht fehlen (geht ja gar nicht, da geht alles auf die Barrikaden wenn der nicht dabei ist), der nebenbei bemerkt einen erstaunlich gut gestylten Bart hat, dafür, dass sie in der Wildnis leben, aber naja.
Und dann natürlich der Held, der zunächst nicht Held sein will, dann auf einmal doch und natürlich mit Bravour alles schafft.
Neben den vielen Storylöchern wie zum Beispiel, dass der Held mit seiner Kapsel zwar in der Zukunft landet, sein Team auf der Suche nach ihm aber mit ihrem Raumschiff abstürzt und zufällig auf demselben Planeten landet, 1000 Jahre früher, oder der Tatsache, dass zwischen den Affen Kommunikation und Emotion stattfindet, zwischen den Menschen aber nicht, obwohl die immer wieder erstaunlich redegewandt sind, dafür, dass sie den Mund sonst nicht aufbekommen, ist die Story selbst ziemlich flach und uneinfallsreich. Zuerst ist kein Ziel erkennbar, dass sich dann in dieser großen, allesentscheidenden Schlacht zeigt, die dann doch nicht so groß ist und ziemlich unspektakulär endet.
Einige wenige Charaktere sind vielschichtig und spannend. Dazu gehört die Äffin Ari, die sich aus völlig unterschiedlichen Emotionen heraus verpflichtet fühlt den Menschen zu helfen. Und das zum Trotz gegen ihre Art. Sie bricht auch das Tabu der Beziehung Mensch-Affe.
Der zweite interessante Charakter ist der des General Thadd, dessen wahre Absichten nicht wirklich klar werden (auch am Ende nicht so recht).
Beiden Charakteren wird der Film nicht gerecht und vergeuded gerade bei Ari viel Potential indem es nur noch um ihre heimliche Liebe zum Helden geht.
Schade, insgesamt, einfach schade. Hätte so gut sein können und ist es leider nicht geworden.
2 Sterne gibts einmal für Tim Burton (der zumindest ein Stückweit seine Affinität zum Grotesken und Skurilen zeigt) und für die Affenstadt die meiner Meinung nach der Höhepunkt des Filmes ist.