Im Science-Fiction-Klassiker "Planet der Affen" notlandet ein amerikanisches Raumschiff nach einen langen Flug auf einem Planeten. Nach einiger Zeit treffen die gestrandeten Astronauten auf Menschen, müssen aber schnell feststellen, dass dort Affen das Sagen haben.
Der Film ist eine umschriebene Gesellschaftskritik, die man in drei Richtungen lesen kann: Zum Einen geht es um den menschlichen Zerstörungswahn, zum Anderen kann man es auch als Kritik an Tierquälerei verstehen, und Drittens ist es auch eine Kritik an kulturell-wissenschaftlichem Dogmatismus, dessen realweltliches Pendant unsere vermeintlich biblisch und wissenschaftlich belegte Geringschätzung der Menschenaffen ist.
Dieser Film von 1968 ist um Welten besser als sein viel zu flaches Remake von 2001, das leider nur als 3-Sterne-Popcorn-Kino taugt. Charlton Heston überzeugt als Kapitän Taylor größtenteils, wirkt heute aber auch schon etwas seltsam, sei es nun sein schräges Gelächter oder seine etwas machohafte Art - darin wohl ein Kind seiner Zeit - gegen das "Weibchen" Nova, was aber erfreulicherweise in der deutschen Sprachfassung entschärft worden ist.
Wer Filme wie "2001 - Odyssee im Weltraum" (1968), "Die Zeitmaschine" (1960) oder das unbekanntere "Die erste Fahrt zum Mond" (1964) schätzt, wird auch "Planet der Affen" mögen. Auch heute noch sorgt der Film für Spannung, Unterhaltung und Gesprächsstoff - was will man anderes von einem Klassiker erwarten?
Leider gibt es einen technischen Mangel beim DVD-Menü, wo ich bei der Sonderausstattung teilweise blind nach den Menüpunkten suchen musste: sie blinkten erst auf, als der Mauszeiger darüber fuhr. Doch auch da lohnt sich letztlich die Suche, und von den fünf Sternen bricht dieses Malus höchstens einen kleinen Zacken ab.