Schon lange nicht mehr so richtig herzhaft gelacht..?
Gelangweilt vom immer gleichen Muster in zig Wiederholungen..?
"Planet 51" dreht den Spieß um!
In Anlehnung an das geheime Testgelände "Area 51" der US-Air Force in Nevada, welches der Ursprung unzähliger Alien-Mythen und sicher noch mehr Geschichten darum ist, finden wir hier einmal den Menschen als "furchterregendes, grässliches Alien"!
Ein Eindringling in eine wunderbare, liebevoll animierte und ausgestattete Welt voller "kleiner, grüner Männchen".
Die uns irgendwie frappierend an den Stil der 50er Jahre in den USA erinnern. Da gibt es Diners, Schmalztollen, Rockabillys (und ihre -Babys), natürlich Rock and Roll und Pettycoats (Elvis lebt!) und, und, und...
Alles hat ein bisschen den typischen "Alienstil" der knuffigen Grünlinge, man fühlt sich aber trotzdem irgendwie sofort zuhause.
Gekonnt spielt der Film mit der für diese Zeit typische amerikanische Paranoia vor allem Fremden (Kommunismus!!) und der Gefahr eines atomaren Angriffs, welche in B-Movies wie "Der Tag, an dem die Erde stillstand" oder "Gefahr aus dem Weltall" im Kino ihren Ausdruck fand. Diese gipfelt im Film in der Landung eines leibhaftigen Ausserirdischen!!
Der menschliche Astronaut Captain Charles "Chuck" Baker geht mit seiner an die "Eagle" der Apollo 11-Mission erinnernden Landefähre völlig unbedarft inmitten der Kleinstadt runter, und verfällt seinerseits prompt in Panik, als er erkennt, wo er ist.
Der Film bordet über vor witzigen Einfällen, wundervollen Ideen und nicht zuletzt einer Fülle von Verweisen und Seitenhieben auf Klassiker des SciFi-Genres. "Der Tag, an dem die Erde stillstand" - "ET" - "Alien" (Im Film das niedliche Hundchen einer alten Dame) - "2001:Odysse im Weltraum" und viele andere mehr.
Für den, der diese Filme kennt und die wundervoll plazierten "Heey! Das kenn ich doch!"- Momente für sich entdeckt, sind diese wahrhaft köstlich!
Doch auch ohne dieses Wiedererkennen ist "Planet 51" ein wundervoller, lustiger und ausgesprochen gut gelungener Film, der frischen Wind ins Genre bringt.
Herrlich gezeichnet, pointierte Dialoge, eine Story mit Pep und Geschwindigkeit, welche einem nie langweilig wird.
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Ausnahmsweise einmal k e i n Werk von Disney/Pixar - sondern ein spanisch-britischer Film von Sony Pictures und Regisseur Jorge Blanco nebst Drehbuchautor Joe Stillmann.