Max Planck, der 1858 geboren wurde, leitete mit Entdeckung der Quantenstruktur zu Beginn dieses Jahrhunderts die moderne Physik ein. Er war einer der ganz grossen Maenner dieses Jahrhunderts, und dies stellt Armin Hermann in diesem Buch anschaulich dar. Dabei wird sein Leben nicht nur unter dem Gesichstpunkt seiner phantastischen physiktheoretischen Leistungen vorgestellt, sondern auch unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Ereignisse dieser Zeit interpretiert. Armin Hermann zeichnet ein vielschichtiges, fast tragisches Bild Plancks, der zwar wissenschaftlich an der Spitze der Entwicklungen stand, politisch jedoch eine eher rueckwaertsgerichtete stagnierende Haltung einnahm und sich wilhelmisch staatstragend und immer pflichtbewusst gab. Dies aenderte sich erst, als er mit den Nationalsozialisten in Konflikt geriet, und er unter anderem eine Feierstunde zu Ehren des von den Nazis vertriebenen juedischen Chemikers Fritz Haber organisierte. Absoluter Tiefpunkt in Plancks Leben war jedoch die Hinrichtung seines Sohnes Erwin, der sich im Dritten Reich dem Widerstand gegen Hitler anschloss. Diesen Schock konnte er nie ueberwinden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)