Haha, was lange währt wird endlich besser! Nachdem der Vorgänger "Blut an eurer Hand" schon mehr als genial war, legen die Jungs aus Schwedt & Berlin ordentlich nach. Gleich mit den Opener wird einem klar gemacht was man von den ganzen Plagiaten hält. Und spätestens da dürfte einem der unglaubliche Sound, der extrem druckvoll aber dennoch glaskar aus den Boxen dröhnt, auffallen. Hier findet jedes Instrument seinen Platz. Kaum zu glauben, dass jene Brachialität in den heimischen Studios eingefangen wurde. Top!!!
Wer jetzt denkt, dass er es mit einer normalen Deutschrock Band zu tun hat, der irrt sich. BOYKOTT sprengen eindeutig die Grenzen zu anderen Genres. Was mal zart & alternativ anfängt kann schon bald in einem metallischen Hardcore Gewitter enden.
Lyrisch hat man auch eine Menge zu bieten. "In Gottes Namen" rechnet gnadenlos mit der Kirche ab & mit "Ein bisschen Subkultur" wird deklariert, dass man die Musik von diversen Subhulturen nicht abgeneigt ist (Oi!, Punk & Core).
Sänger Matze drückt den Songs, dank seinem rotzigen Organ, einen eigenen Stempel auf & klingt dabei mehr als sympathisch.
Einen ONKELZ Vergleich wage ich erst gar nicht zu erwähnen-dazu klingt der Sound zu Eigenständig. Lediglich Hendrik's Gesang erinnert positiv an Weidner. Und ich betone: BOYKOTT klingen absolut authentisch!!!
Ach, mit "Durstige Männer" gibt es ein extrem geiles DIMPLE MINDS Cover!
Fazit: BOYKOTT sprengen die Grenzen des Deutschrocks & liefern hier ein Album ab, dass sich gewaschen hat.