Placebo


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Biografie

Sie sind die erfolgreichste englische Alternative-Rock-Band der letzten zwei Jahrzehnte: Placebo. Mit dem neuen Album „Loud Like Love“ meldet sich das Trio aus London lautstark zurück – mit neuer Energie, neuer Hoffnung und dem abwechslungsreichsten Sound seiner Karriere.

Brian Molko ist in sich gegangen und hat die letzten 20 Jahre als Sänger von Placebo noch einmal vor sein inneres Auge projiziert. Dabei hat er vieles in Frage gestellt: sich, seine Worte, seine Taten. Nach außen gedrungen sind seine Emotionen dabei nur selten, und wenn, dann meist kryptisch verschlüsselt oder metaphorisch ... Lesen Sie mehr

Sie sind die erfolgreichste englische Alternative-Rock-Band der letzten zwei Jahrzehnte: Placebo. Mit dem neuen Album „Loud Like Love“ meldet sich das Trio aus London lautstark zurück – mit neuer Energie, neuer Hoffnung und dem abwechslungsreichsten Sound seiner Karriere.

Brian Molko ist in sich gegangen und hat die letzten 20 Jahre als Sänger von Placebo noch einmal vor sein inneres Auge projiziert. Dabei hat er vieles in Frage gestellt: sich, seine Worte, seine Taten. Nach außen gedrungen sind seine Emotionen dabei nur selten, und wenn, dann meist kryptisch verschlüsselt oder metaphorisch verpackt. Nachvollziehen kann man seine zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt schwankenden Stimmungen stets dann, wenn ein neues Album von Placebo erscheint. Doch selbst in seinen glücklichsten Zeiten und in Momenten des größten Erfolgs fällt es Molko schwer, seine Seele und seine Songs mit Licht und Zuversicht zu fluten.

Das mystische, introvertierte, die Welt hinterfragende und stets latent unglückliche Geschöpf, als das sich Molko auf seinen Alben inszeniert, spiegelt nur eine Seite seines Wesens wider. Die andere zeigt einen lebensfrohen, geerdeten Typen, der mit seinen 40 Jahren noch immer so aussieht wie der zerbrechliche Knabe, der 20 Jahre zuvor im Song „Nancy Boy“ vom Sex mit einer Papiertüte schwärmt. Natürlich haben ihn Dutzende Welttourneen durch die größten Stadien und über die Bühnen sämtlicher Mega-Festivals zu einem reflektierten, reifen Mann werden lassen, zu einem Mann, der sich genauso über ökonomische rund ökologischer Zusammenhänge gewahr ist wie über die Schattenseiten des Ruhms, die ihm spätestens seit dem Durchbruch-Album „Without You I’m Nothing“ (1998) mehr als einmal das Sonnenlicht raubten. Experimente mit Drogen und peinliche Auftritte auf und abseits der Bühne folgen, Molko selbst ist hin- und hergerissen zwischen seinem Leben als öffentliche Person, als Projektionsfläche für anderer Leute Interpretationen, und der Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Privatleben. Viele der Songs von Placebo handeln von Einsamkeit, Isolation, Entfremdung, von der Experimentierfreude in punkto Sexualität und der Suche nach dem eigenen Platz in einer Welt, die die Räume immer enger macht. Man muss nicht lange im Backkatalog der Band kramen, um Beispiele für Molkos schweren Kampf gegen die von ihm gerufenen Geister ausmachen zu können: „Taste In Men“ (von „Black Market Music“, 2000), „The Bitter End“ und „Special Needs“ (von „Sleeping With Ghosts“, 2003) oder das komplette „Meds“-Album, das bis dato düsterste Werk in der Karriere von Placebo, in dessen Anschluss der langjährige Schlagzeuger Steve Hewitt die Band verlässt und durch Steve Forrest ersetzt wird.

Erst mit dem 2009 veröffentlichten „Battle For The Sun“ kehrt bei Molko so etwas ein wie innerer Frieden, verursacht durch eine Reise nach Indien, die den Vater eines achtjährigen Sohns nachhaltig beeindruckt und auch das Album zu einer „spirituellen Reise“ ins Ich werden lässt: „Wir haben uns erstmalig in unserer Karriere nicht unserem Nihilismus hingegeben, sondern tatsächlich nach so etwas wie dem Sinn gesucht“, erinnert sich Molko. „Für uns als Band war das ein massiver Wechsel der Perspektive, der aber nötig war. Ich glaube, wenn uns das nicht gelungen wäre, hätte es die Band nicht mehr lange gegeben.“

Tatsächlich sind sowohl Sound als auch Inhalt von „Battle For The Sun“ Zeugnis eines neuen, positiven Ausblicks, dem Placebo in Songs wie „Bright Lights“ oder „The Never-Ending Why“ ein Fundament gießen. Auch Molkos musikalische Vorlieben ändern sich. Er widmet seine Zeit und seine Aufmerksamkeit vermehrt Klängen außerhalb des Pop- und Rock-Kontexts, insbesondere afrikanische Instrumentalkünstler, klassische Pianisten oder die sphärischen Sounds von Sigur Rós haben es ihm angetan. Einflüsse, die auf dem neuen Album „Loud Like Love“ nicht nur eine Rolle spielen, sondern harmonisch eingebettet sind in einen neuen Placebo-Sound aus bisher unbekannter Tiefe und Intimität.

Produziert von Adam Noble (Coldplay, Paul McCartney) und aufgenommen in den Londoner RAK Studios über einen Zeitraum von fast einem Jahr, ist „Loud Like Love“ ein eindrucksvolles Beispiel für das über Jahrzehnte geschulte Auge von Molko und seinem Sidekick Stefan Olsdal (Bass) für das Wesentliche, für kompositorische Finesse und den Mut, trotz bewährtem Rezept neue Wege zu gehen. Insbesondere Brian Molko beweist, dass er trotz seiner privilegierten Perspektive noch immer das große Ganze im Fokus hat, und sich außerdem nicht zu schade ist, seinen Finger in die klaffenden Wunden der Gesellschaft zu legen. Placebo war und ist für ihn auch immer eine willkommene Gelegenheit, sich zur aktuellen sozialen oder politischen Situation zu äußern. Egal, ob es sein Engagement für die MTV Exit-Organisation ist, die sich für die Ausrottung des Menschenhandels engagiert, oder die gesellschaftliche und gesetzliche Gleichstellung Homosexueller. So verwundert es kaum, dass er auch auf dem siebten Studioalbum seiner Band Töne anschlägt, die in den Ohren so manchen Bankers ein unangenehmes Pfeifen verursachen, widmet sich der Sänger doch Themen wie die Gier der Finanzmärkte und der Ausbeutungsstrategie der ersten Welt. Darüber hinaus kommentiert Molko die allgegenwärtige Hörigkeit der Menschen gegenüber sozialen Netzwerken und ruft dazu auf, Computer und Smartphones zu verbannen, selbst wenn es nur für einen kurzen Moment ist. „Es interessiert mich nicht, was andere Leute den ganzen Tag machen“, erklärt Molko. „Wenn ich mich mit dem Leben eines anderen auseinandersetze, dann persönlich und möglichst von Angesicht zu Angesicht. Ich hasse es, wenn sich jemand halb mit mir unterhält und sonst mit seinem Telefon beschäftigt ist. Ich war neulich im Taxi, und der Fahrer hat an jeder Ampel seine Grindr-Kontakte studiert. Er hatte keine Ahnung, dass ich ihn dabei beobachten konnte. Kann der nicht mal für eine Weile die Gedanken schweifen lassen? Oder sich mit mir unterhalten?”

Bevor sich Molko dem Songwriting für „Loud Like Love“ widmete, nahm er sich Radioheads „In Rainbows“ als mögliches Referenzalbum zur Brust, ein Werk, das Brian seit der Veröffentlichung 2008 sehr oft von seiner Festplatte abruft. „Ich konnte gar nicht genug von dem Album bekommen“, sagt der 40-Jährige. „Radiohead bemühen sich darauf erfolgreich, Qualität statt Quantität abzuliefern. Das wollte ich mit ’Loud Like Love’ auch erreichen.“ Vom Titeltrack über das Jim Steinman-beeinflusste „Too Many Friends“ bis zur verzweifelten Lyrik in „Bosco“ ist das neue Album die perfekte Ergänzung zum Backkatalog der Band, die bis dato mehr als zwölf Millionen Alben verkauft hat. Die gereizten, plötzlichen Gitarrenausbrüche der vergangenen 17 Jahre sind weitgehend passé, im Vordergrund steht heute eine Songsammlung aus intimen, sämtliche Sinne herausfordernden Stücken, die sich mit jedem Mal tiefer in die Seele. brennen. „Ich wollte mit diesem Album Risiken eingehen“, sagt Molko. „Ich hatte keinerlei Interesse, Wege zu beschreiten, die ich schon vor 20 Jahren als klischeehaft oder vorhersehbar gebrandmarkt hätte. Das Album handelt zwar von der Liebe, aber keines der Stücke ist oberflächlich oder eindimensional. Liebe kann sehr brutal sein und voller Enttäuschung und Ablehnung stecken. Ich glaube, das Album handelt nicht davon, jemanden zu lieben, sondern von der Anstrengung, die Liebe erfordert – egal, ob das den Partner betrifft, das eigene Kind oder sich selbst. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr wollte ich darin abtauchen. Das Album behandelt viele dramatische Momente und hat außerdem viel emotionales Gewicht.“

Obwohl Placebo im April 2012 hoch motiviert in die Produktion von „Loud Like Love“ eintauchen, gerät die Band im Laufe der folgenden Wochen unter Zeitdruck. Im Anschluss an die Veröffentlichung der EP „B3“ im sind nur wenige neue Stücke vorskizziert, außerdem ist für die folgenden Wochen eine Europa-Tournee geplant. Um ein bisschen Geschwindigkeit in die Sache zu bringen, lässt sich Molko dazu bewegen, einige Songs aus seinem Archiv an potentiellem Solomaterial zu verarbeiten, obwohl „mir das ziemlich weh tat“, wie er offen zugibt. „Aber ist nicht genau das meine Aufgabe? Geht meine Verantwortung gegenüber der Band nicht über meine eigene? Meine Rolle entspricht also der eines Vaters, dem das Wohl seines Kindes wichtiger ist als das eigene. Einige Songs wurden abgelehnt, andere dagegen akzeptiert. Diese wurden schließlich einem Umbau der Marke Placebo unterzogen.“

Fünf Demo-Songs entstehen noch vor der Tour durch Europa, darunter „Scene Of Crime“, „Too Many Friends“, „Hold On To Me“ und „Rob The Bank“. Molkos größte Herausforderung im Anschluss an die Konzertreise besteht darin, die nächsten Songs dem Vibe der ersten fünf anzupassen. „Wir standen enorm unter Druck“, erinnert sich Schlagzeuger Steve Forest. „Es galt, die erste handvoll Stücke mit den nächsten zu toppen.“ Die Wochen zwischen den beiden Etappen erweist sich dabei als Segen, zumindest für den Sänger, der sich in der Zwischenzeit darüber gewahr wird, wohin er mit „Loud Like Love“ eigentlich gehen möchte. „Ich fühlte mich wie ein Schriftsteller, der sich noch einmal seinem Werk widmet und einige Kapitel in ein neues Licht taucht“, erklärt Molko. „Ich konnte die Songs also besser ausbalancieren, und war parallel in der Lage, einem Thema, dessen sich schon so viele Künstler zuvor angenommen hatten, eine neue Facette zu verpassen.“

Das Ergebnis sind zwei sich ergänzende Hälften. Zunächst die Ouvertüre aus Aufregung und Optimismus, aus dem Rausch der ersten Liebe und ersten Hassbriefen („Rob The Bank“), anschließend eine zunehmende Gemütschwere und Dunkelheit. „A Million Little Pieces“ klingt wie ein resignierter Abschiedsbrief, „Bosco“ dokumentiert die katastrophalen Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf eine ohnehin todgeweihte Beziehung. Laut Molko ist dieses Stück sein bisher bestes. Interessante Worte von einem Mann, der auf einen umfassenden Erfahrungsschatz in punkto seelischer Wunden zurückblicken kann.

“Das Album war wie ein Befreiungsschlag” sagt Olsdal. „Als der erste Teil im Kasten war, konnten wir beflügelt aufspielen. Wir hatten den Freifahrtsschein, experimentieren zu können.“ Molko fügt hinzu: „Als wir Placebo gründeten, fühlten wir uns unbesiegbar“, sagt er. „Die Sonne schien mir aus dem Arsch, wir waren jung und dachten, wir sind die absolut Besten. Mit der Zeit ist dieses Gefühl jedoch vermehrt dem Bewusstsein gewichen, dass ich sehr wohl verwundbar bin, und als Beweis dafür gibt es nun ’Loud Like Love’. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so ehrlich wie auf diesem Album. Es braucht ein bisschen Zeit, um sich in die Songs einzuarbeiten. Aber ich hoffe, unsere Fans nehmen die Herausforderung an.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Sie sind die erfolgreichste englische Alternative-Rock-Band der letzten zwei Jahrzehnte: Placebo. Mit dem neuen Album „Loud Like Love“ meldet sich das Trio aus London lautstark zurück – mit neuer Energie, neuer Hoffnung und dem abwechslungsreichsten Sound seiner Karriere.

Brian Molko ist in sich gegangen und hat die letzten 20 Jahre als Sänger von Placebo noch einmal vor sein inneres Auge projiziert. Dabei hat er vieles in Frage gestellt: sich, seine Worte, seine Taten. Nach außen gedrungen sind seine Emotionen dabei nur selten, und wenn, dann meist kryptisch verschlüsselt oder metaphorisch verpackt. Nachvollziehen kann man seine zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt schwankenden Stimmungen stets dann, wenn ein neues Album von Placebo erscheint. Doch selbst in seinen glücklichsten Zeiten und in Momenten des größten Erfolgs fällt es Molko schwer, seine Seele und seine Songs mit Licht und Zuversicht zu fluten.

Das mystische, introvertierte, die Welt hinterfragende und stets latent unglückliche Geschöpf, als das sich Molko auf seinen Alben inszeniert, spiegelt nur eine Seite seines Wesens wider. Die andere zeigt einen lebensfrohen, geerdeten Typen, der mit seinen 40 Jahren noch immer so aussieht wie der zerbrechliche Knabe, der 20 Jahre zuvor im Song „Nancy Boy“ vom Sex mit einer Papiertüte schwärmt. Natürlich haben ihn Dutzende Welttourneen durch die größten Stadien und über die Bühnen sämtlicher Mega-Festivals zu einem reflektierten, reifen Mann werden lassen, zu einem Mann, der sich genauso über ökonomische rund ökologischer Zusammenhänge gewahr ist wie über die Schattenseiten des Ruhms, die ihm spätestens seit dem Durchbruch-Album „Without You I’m Nothing“ (1998) mehr als einmal das Sonnenlicht raubten. Experimente mit Drogen und peinliche Auftritte auf und abseits der Bühne folgen, Molko selbst ist hin- und hergerissen zwischen seinem Leben als öffentliche Person, als Projektionsfläche für anderer Leute Interpretationen, und der Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Privatleben. Viele der Songs von Placebo handeln von Einsamkeit, Isolation, Entfremdung, von der Experimentierfreude in punkto Sexualität und der Suche nach dem eigenen Platz in einer Welt, die die Räume immer enger macht. Man muss nicht lange im Backkatalog der Band kramen, um Beispiele für Molkos schweren Kampf gegen die von ihm gerufenen Geister ausmachen zu können: „Taste In Men“ (von „Black Market Music“, 2000), „The Bitter End“ und „Special Needs“ (von „Sleeping With Ghosts“, 2003) oder das komplette „Meds“-Album, das bis dato düsterste Werk in der Karriere von Placebo, in dessen Anschluss der langjährige Schlagzeuger Steve Hewitt die Band verlässt und durch Steve Forrest ersetzt wird.

Erst mit dem 2009 veröffentlichten „Battle For The Sun“ kehrt bei Molko so etwas ein wie innerer Frieden, verursacht durch eine Reise nach Indien, die den Vater eines achtjährigen Sohns nachhaltig beeindruckt und auch das Album zu einer „spirituellen Reise“ ins Ich werden lässt: „Wir haben uns erstmalig in unserer Karriere nicht unserem Nihilismus hingegeben, sondern tatsächlich nach so etwas wie dem Sinn gesucht“, erinnert sich Molko. „Für uns als Band war das ein massiver Wechsel der Perspektive, der aber nötig war. Ich glaube, wenn uns das nicht gelungen wäre, hätte es die Band nicht mehr lange gegeben.“

Tatsächlich sind sowohl Sound als auch Inhalt von „Battle For The Sun“ Zeugnis eines neuen, positiven Ausblicks, dem Placebo in Songs wie „Bright Lights“ oder „The Never-Ending Why“ ein Fundament gießen. Auch Molkos musikalische Vorlieben ändern sich. Er widmet seine Zeit und seine Aufmerksamkeit vermehrt Klängen außerhalb des Pop- und Rock-Kontexts, insbesondere afrikanische Instrumentalkünstler, klassische Pianisten oder die sphärischen Sounds von Sigur Rós haben es ihm angetan. Einflüsse, die auf dem neuen Album „Loud Like Love“ nicht nur eine Rolle spielen, sondern harmonisch eingebettet sind in einen neuen Placebo-Sound aus bisher unbekannter Tiefe und Intimität.

Produziert von Adam Noble (Coldplay, Paul McCartney) und aufgenommen in den Londoner RAK Studios über einen Zeitraum von fast einem Jahr, ist „Loud Like Love“ ein eindrucksvolles Beispiel für das über Jahrzehnte geschulte Auge von Molko und seinem Sidekick Stefan Olsdal (Bass) für das Wesentliche, für kompositorische Finesse und den Mut, trotz bewährtem Rezept neue Wege zu gehen. Insbesondere Brian Molko beweist, dass er trotz seiner privilegierten Perspektive noch immer das große Ganze im Fokus hat, und sich außerdem nicht zu schade ist, seinen Finger in die klaffenden Wunden der Gesellschaft zu legen. Placebo war und ist für ihn auch immer eine willkommene Gelegenheit, sich zur aktuellen sozialen oder politischen Situation zu äußern. Egal, ob es sein Engagement für die MTV Exit-Organisation ist, die sich für die Ausrottung des Menschenhandels engagiert, oder die gesellschaftliche und gesetzliche Gleichstellung Homosexueller. So verwundert es kaum, dass er auch auf dem siebten Studioalbum seiner Band Töne anschlägt, die in den Ohren so manchen Bankers ein unangenehmes Pfeifen verursachen, widmet sich der Sänger doch Themen wie die Gier der Finanzmärkte und der Ausbeutungsstrategie der ersten Welt. Darüber hinaus kommentiert Molko die allgegenwärtige Hörigkeit der Menschen gegenüber sozialen Netzwerken und ruft dazu auf, Computer und Smartphones zu verbannen, selbst wenn es nur für einen kurzen Moment ist. „Es interessiert mich nicht, was andere Leute den ganzen Tag machen“, erklärt Molko. „Wenn ich mich mit dem Leben eines anderen auseinandersetze, dann persönlich und möglichst von Angesicht zu Angesicht. Ich hasse es, wenn sich jemand halb mit mir unterhält und sonst mit seinem Telefon beschäftigt ist. Ich war neulich im Taxi, und der Fahrer hat an jeder Ampel seine Grindr-Kontakte studiert. Er hatte keine Ahnung, dass ich ihn dabei beobachten konnte. Kann der nicht mal für eine Weile die Gedanken schweifen lassen? Oder sich mit mir unterhalten?”

Bevor sich Molko dem Songwriting für „Loud Like Love“ widmete, nahm er sich Radioheads „In Rainbows“ als mögliches Referenzalbum zur Brust, ein Werk, das Brian seit der Veröffentlichung 2008 sehr oft von seiner Festplatte abruft. „Ich konnte gar nicht genug von dem Album bekommen“, sagt der 40-Jährige. „Radiohead bemühen sich darauf erfolgreich, Qualität statt Quantität abzuliefern. Das wollte ich mit ’Loud Like Love’ auch erreichen.“ Vom Titeltrack über das Jim Steinman-beeinflusste „Too Many Friends“ bis zur verzweifelten Lyrik in „Bosco“ ist das neue Album die perfekte Ergänzung zum Backkatalog der Band, die bis dato mehr als zwölf Millionen Alben verkauft hat. Die gereizten, plötzlichen Gitarrenausbrüche der vergangenen 17 Jahre sind weitgehend passé, im Vordergrund steht heute eine Songsammlung aus intimen, sämtliche Sinne herausfordernden Stücken, die sich mit jedem Mal tiefer in die Seele. brennen. „Ich wollte mit diesem Album Risiken eingehen“, sagt Molko. „Ich hatte keinerlei Interesse, Wege zu beschreiten, die ich schon vor 20 Jahren als klischeehaft oder vorhersehbar gebrandmarkt hätte. Das Album handelt zwar von der Liebe, aber keines der Stücke ist oberflächlich oder eindimensional. Liebe kann sehr brutal sein und voller Enttäuschung und Ablehnung stecken. Ich glaube, das Album handelt nicht davon, jemanden zu lieben, sondern von der Anstrengung, die Liebe erfordert – egal, ob das den Partner betrifft, das eigene Kind oder sich selbst. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr wollte ich darin abtauchen. Das Album behandelt viele dramatische Momente und hat außerdem viel emotionales Gewicht.“

Obwohl Placebo im April 2012 hoch motiviert in die Produktion von „Loud Like Love“ eintauchen, gerät die Band im Laufe der folgenden Wochen unter Zeitdruck. Im Anschluss an die Veröffentlichung der EP „B3“ im sind nur wenige neue Stücke vorskizziert, außerdem ist für die folgenden Wochen eine Europa-Tournee geplant. Um ein bisschen Geschwindigkeit in die Sache zu bringen, lässt sich Molko dazu bewegen, einige Songs aus seinem Archiv an potentiellem Solomaterial zu verarbeiten, obwohl „mir das ziemlich weh tat“, wie er offen zugibt. „Aber ist nicht genau das meine Aufgabe? Geht meine Verantwortung gegenüber der Band nicht über meine eigene? Meine Rolle entspricht also der eines Vaters, dem das Wohl seines Kindes wichtiger ist als das eigene. Einige Songs wurden abgelehnt, andere dagegen akzeptiert. Diese wurden schließlich einem Umbau der Marke Placebo unterzogen.“

Fünf Demo-Songs entstehen noch vor der Tour durch Europa, darunter „Scene Of Crime“, „Too Many Friends“, „Hold On To Me“ und „Rob The Bank“. Molkos größte Herausforderung im Anschluss an die Konzertreise besteht darin, die nächsten Songs dem Vibe der ersten fünf anzupassen. „Wir standen enorm unter Druck“, erinnert sich Schlagzeuger Steve Forest. „Es galt, die erste handvoll Stücke mit den nächsten zu toppen.“ Die Wochen zwischen den beiden Etappen erweist sich dabei als Segen, zumindest für den Sänger, der sich in der Zwischenzeit darüber gewahr wird, wohin er mit „Loud Like Love“ eigentlich gehen möchte. „Ich fühlte mich wie ein Schriftsteller, der sich noch einmal seinem Werk widmet und einige Kapitel in ein neues Licht taucht“, erklärt Molko. „Ich konnte die Songs also besser ausbalancieren, und war parallel in der Lage, einem Thema, dessen sich schon so viele Künstler zuvor angenommen hatten, eine neue Facette zu verpassen.“

Das Ergebnis sind zwei sich ergänzende Hälften. Zunächst die Ouvertüre aus Aufregung und Optimismus, aus dem Rausch der ersten Liebe und ersten Hassbriefen („Rob The Bank“), anschließend eine zunehmende Gemütschwere und Dunkelheit. „A Million Little Pieces“ klingt wie ein resignierter Abschiedsbrief, „Bosco“ dokumentiert die katastrophalen Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf eine ohnehin todgeweihte Beziehung. Laut Molko ist dieses Stück sein bisher bestes. Interessante Worte von einem Mann, der auf einen umfassenden Erfahrungsschatz in punkto seelischer Wunden zurückblicken kann.

“Das Album war wie ein Befreiungsschlag” sagt Olsdal. „Als der erste Teil im Kasten war, konnten wir beflügelt aufspielen. Wir hatten den Freifahrtsschein, experimentieren zu können.“ Molko fügt hinzu: „Als wir Placebo gründeten, fühlten wir uns unbesiegbar“, sagt er. „Die Sonne schien mir aus dem Arsch, wir waren jung und dachten, wir sind die absolut Besten. Mit der Zeit ist dieses Gefühl jedoch vermehrt dem Bewusstsein gewichen, dass ich sehr wohl verwundbar bin, und als Beweis dafür gibt es nun ’Loud Like Love’. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so ehrlich wie auf diesem Album. Es braucht ein bisschen Zeit, um sich in die Songs einzuarbeiten. Aber ich hoffe, unsere Fans nehmen die Herausforderung an.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Sie sind die erfolgreichste englische Alternative-Rock-Band der letzten zwei Jahrzehnte: Placebo. Mit dem neuen Album „Loud Like Love“ meldet sich das Trio aus London lautstark zurück – mit neuer Energie, neuer Hoffnung und dem abwechslungsreichsten Sound seiner Karriere.

Brian Molko ist in sich gegangen und hat die letzten 20 Jahre als Sänger von Placebo noch einmal vor sein inneres Auge projiziert. Dabei hat er vieles in Frage gestellt: sich, seine Worte, seine Taten. Nach außen gedrungen sind seine Emotionen dabei nur selten, und wenn, dann meist kryptisch verschlüsselt oder metaphorisch verpackt. Nachvollziehen kann man seine zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt schwankenden Stimmungen stets dann, wenn ein neues Album von Placebo erscheint. Doch selbst in seinen glücklichsten Zeiten und in Momenten des größten Erfolgs fällt es Molko schwer, seine Seele und seine Songs mit Licht und Zuversicht zu fluten.

Das mystische, introvertierte, die Welt hinterfragende und stets latent unglückliche Geschöpf, als das sich Molko auf seinen Alben inszeniert, spiegelt nur eine Seite seines Wesens wider. Die andere zeigt einen lebensfrohen, geerdeten Typen, der mit seinen 40 Jahren noch immer so aussieht wie der zerbrechliche Knabe, der 20 Jahre zuvor im Song „Nancy Boy“ vom Sex mit einer Papiertüte schwärmt. Natürlich haben ihn Dutzende Welttourneen durch die größten Stadien und über die Bühnen sämtlicher Mega-Festivals zu einem reflektierten, reifen Mann werden lassen, zu einem Mann, der sich genauso über ökonomische rund ökologischer Zusammenhänge gewahr ist wie über die Schattenseiten des Ruhms, die ihm spätestens seit dem Durchbruch-Album „Without You I’m Nothing“ (1998) mehr als einmal das Sonnenlicht raubten. Experimente mit Drogen und peinliche Auftritte auf und abseits der Bühne folgen, Molko selbst ist hin- und hergerissen zwischen seinem Leben als öffentliche Person, als Projektionsfläche für anderer Leute Interpretationen, und der Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Privatleben. Viele der Songs von Placebo handeln von Einsamkeit, Isolation, Entfremdung, von der Experimentierfreude in punkto Sexualität und der Suche nach dem eigenen Platz in einer Welt, die die Räume immer enger macht. Man muss nicht lange im Backkatalog der Band kramen, um Beispiele für Molkos schweren Kampf gegen die von ihm gerufenen Geister ausmachen zu können: „Taste In Men“ (von „Black Market Music“, 2000), „The Bitter End“ und „Special Needs“ (von „Sleeping With Ghosts“, 2003) oder das komplette „Meds“-Album, das bis dato düsterste Werk in der Karriere von Placebo, in dessen Anschluss der langjährige Schlagzeuger Steve Hewitt die Band verlässt und durch Steve Forrest ersetzt wird.

Erst mit dem 2009 veröffentlichten „Battle For The Sun“ kehrt bei Molko so etwas ein wie innerer Frieden, verursacht durch eine Reise nach Indien, die den Vater eines achtjährigen Sohns nachhaltig beeindruckt und auch das Album zu einer „spirituellen Reise“ ins Ich werden lässt: „Wir haben uns erstmalig in unserer Karriere nicht unserem Nihilismus hingegeben, sondern tatsächlich nach so etwas wie dem Sinn gesucht“, erinnert sich Molko. „Für uns als Band war das ein massiver Wechsel der Perspektive, der aber nötig war. Ich glaube, wenn uns das nicht gelungen wäre, hätte es die Band nicht mehr lange gegeben.“

Tatsächlich sind sowohl Sound als auch Inhalt von „Battle For The Sun“ Zeugnis eines neuen, positiven Ausblicks, dem Placebo in Songs wie „Bright Lights“ oder „The Never-Ending Why“ ein Fundament gießen. Auch Molkos musikalische Vorlieben ändern sich. Er widmet seine Zeit und seine Aufmerksamkeit vermehrt Klängen außerhalb des Pop- und Rock-Kontexts, insbesondere afrikanische Instrumentalkünstler, klassische Pianisten oder die sphärischen Sounds von Sigur Rós haben es ihm angetan. Einflüsse, die auf dem neuen Album „Loud Like Love“ nicht nur eine Rolle spielen, sondern harmonisch eingebettet sind in einen neuen Placebo-Sound aus bisher unbekannter Tiefe und Intimität.

Produziert von Adam Noble (Coldplay, Paul McCartney) und aufgenommen in den Londoner RAK Studios über einen Zeitraum von fast einem Jahr, ist „Loud Like Love“ ein eindrucksvolles Beispiel für das über Jahrzehnte geschulte Auge von Molko und seinem Sidekick Stefan Olsdal (Bass) für das Wesentliche, für kompositorische Finesse und den Mut, trotz bewährtem Rezept neue Wege zu gehen. Insbesondere Brian Molko beweist, dass er trotz seiner privilegierten Perspektive noch immer das große Ganze im Fokus hat, und sich außerdem nicht zu schade ist, seinen Finger in die klaffenden Wunden der Gesellschaft zu legen. Placebo war und ist für ihn auch immer eine willkommene Gelegenheit, sich zur aktuellen sozialen oder politischen Situation zu äußern. Egal, ob es sein Engagement für die MTV Exit-Organisation ist, die sich für die Ausrottung des Menschenhandels engagiert, oder die gesellschaftliche und gesetzliche Gleichstellung Homosexueller. So verwundert es kaum, dass er auch auf dem siebten Studioalbum seiner Band Töne anschlägt, die in den Ohren so manchen Bankers ein unangenehmes Pfeifen verursachen, widmet sich der Sänger doch Themen wie die Gier der Finanzmärkte und der Ausbeutungsstrategie der ersten Welt. Darüber hinaus kommentiert Molko die allgegenwärtige Hörigkeit der Menschen gegenüber sozialen Netzwerken und ruft dazu auf, Computer und Smartphones zu verbannen, selbst wenn es nur für einen kurzen Moment ist. „Es interessiert mich nicht, was andere Leute den ganzen Tag machen“, erklärt Molko. „Wenn ich mich mit dem Leben eines anderen auseinandersetze, dann persönlich und möglichst von Angesicht zu Angesicht. Ich hasse es, wenn sich jemand halb mit mir unterhält und sonst mit seinem Telefon beschäftigt ist. Ich war neulich im Taxi, und der Fahrer hat an jeder Ampel seine Grindr-Kontakte studiert. Er hatte keine Ahnung, dass ich ihn dabei beobachten konnte. Kann der nicht mal für eine Weile die Gedanken schweifen lassen? Oder sich mit mir unterhalten?”

Bevor sich Molko dem Songwriting für „Loud Like Love“ widmete, nahm er sich Radioheads „In Rainbows“ als mögliches Referenzalbum zur Brust, ein Werk, das Brian seit der Veröffentlichung 2008 sehr oft von seiner Festplatte abruft. „Ich konnte gar nicht genug von dem Album bekommen“, sagt der 40-Jährige. „Radiohead bemühen sich darauf erfolgreich, Qualität statt Quantität abzuliefern. Das wollte ich mit ’Loud Like Love’ auch erreichen.“ Vom Titeltrack über das Jim Steinman-beeinflusste „Too Many Friends“ bis zur verzweifelten Lyrik in „Bosco“ ist das neue Album die perfekte Ergänzung zum Backkatalog der Band, die bis dato mehr als zwölf Millionen Alben verkauft hat. Die gereizten, plötzlichen Gitarrenausbrüche der vergangenen 17 Jahre sind weitgehend passé, im Vordergrund steht heute eine Songsammlung aus intimen, sämtliche Sinne herausfordernden Stücken, die sich mit jedem Mal tiefer in die Seele. brennen. „Ich wollte mit diesem Album Risiken eingehen“, sagt Molko. „Ich hatte keinerlei Interesse, Wege zu beschreiten, die ich schon vor 20 Jahren als klischeehaft oder vorhersehbar gebrandmarkt hätte. Das Album handelt zwar von der Liebe, aber keines der Stücke ist oberflächlich oder eindimensional. Liebe kann sehr brutal sein und voller Enttäuschung und Ablehnung stecken. Ich glaube, das Album handelt nicht davon, jemanden zu lieben, sondern von der Anstrengung, die Liebe erfordert – egal, ob das den Partner betrifft, das eigene Kind oder sich selbst. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr wollte ich darin abtauchen. Das Album behandelt viele dramatische Momente und hat außerdem viel emotionales Gewicht.“

Obwohl Placebo im April 2012 hoch motiviert in die Produktion von „Loud Like Love“ eintauchen, gerät die Band im Laufe der folgenden Wochen unter Zeitdruck. Im Anschluss an die Veröffentlichung der EP „B3“ im sind nur wenige neue Stücke vorskizziert, außerdem ist für die folgenden Wochen eine Europa-Tournee geplant. Um ein bisschen Geschwindigkeit in die Sache zu bringen, lässt sich Molko dazu bewegen, einige Songs aus seinem Archiv an potentiellem Solomaterial zu verarbeiten, obwohl „mir das ziemlich weh tat“, wie er offen zugibt. „Aber ist nicht genau das meine Aufgabe? Geht meine Verantwortung gegenüber der Band nicht über meine eigene? Meine Rolle entspricht also der eines Vaters, dem das Wohl seines Kindes wichtiger ist als das eigene. Einige Songs wurden abgelehnt, andere dagegen akzeptiert. Diese wurden schließlich einem Umbau der Marke Placebo unterzogen.“

Fünf Demo-Songs entstehen noch vor der Tour durch Europa, darunter „Scene Of Crime“, „Too Many Friends“, „Hold On To Me“ und „Rob The Bank“. Molkos größte Herausforderung im Anschluss an die Konzertreise besteht darin, die nächsten Songs dem Vibe der ersten fünf anzupassen. „Wir standen enorm unter Druck“, erinnert sich Schlagzeuger Steve Forest. „Es galt, die erste handvoll Stücke mit den nächsten zu toppen.“ Die Wochen zwischen den beiden Etappen erweist sich dabei als Segen, zumindest für den Sänger, der sich in der Zwischenzeit darüber gewahr wird, wohin er mit „Loud Like Love“ eigentlich gehen möchte. „Ich fühlte mich wie ein Schriftsteller, der sich noch einmal seinem Werk widmet und einige Kapitel in ein neues Licht taucht“, erklärt Molko. „Ich konnte die Songs also besser ausbalancieren, und war parallel in der Lage, einem Thema, dessen sich schon so viele Künstler zuvor angenommen hatten, eine neue Facette zu verpassen.“

Das Ergebnis sind zwei sich ergänzende Hälften. Zunächst die Ouvertüre aus Aufregung und Optimismus, aus dem Rausch der ersten Liebe und ersten Hassbriefen („Rob The Bank“), anschließend eine zunehmende Gemütschwere und Dunkelheit. „A Million Little Pieces“ klingt wie ein resignierter Abschiedsbrief, „Bosco“ dokumentiert die katastrophalen Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf eine ohnehin todgeweihte Beziehung. Laut Molko ist dieses Stück sein bisher bestes. Interessante Worte von einem Mann, der auf einen umfassenden Erfahrungsschatz in punkto seelischer Wunden zurückblicken kann.

“Das Album war wie ein Befreiungsschlag” sagt Olsdal. „Als der erste Teil im Kasten war, konnten wir beflügelt aufspielen. Wir hatten den Freifahrtsschein, experimentieren zu können.“ Molko fügt hinzu: „Als wir Placebo gründeten, fühlten wir uns unbesiegbar“, sagt er. „Die Sonne schien mir aus dem Arsch, wir waren jung und dachten, wir sind die absolut Besten. Mit der Zeit ist dieses Gefühl jedoch vermehrt dem Bewusstsein gewichen, dass ich sehr wohl verwundbar bin, und als Beweis dafür gibt es nun ’Loud Like Love’. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so ehrlich wie auf diesem Album. Es braucht ein bisschen Zeit, um sich in die Songs einzuarbeiten. Aber ich hoffe, unsere Fans nehmen die Herausforderung an.“

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