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Place de la Bastille
 
 
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Place de la Bastille [Broschiert]

Leon de Winter
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257236697
  • ISBN-13: 978-3257236699
  • Originaltitel: La Place de la Bastille
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 349.795 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Léon de Winter
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Absichtlich bringt er sich an den Rand eines physischen Zusammenbruchs, um Erinnerungen an die Vergangenheit zu vernebeln. Wie ein Süchtiger gibt sich Paul de Witt Nacht für Nacht tröstenden Fernsehbildern hin und trotzdem beschäftigt ihn eine Frage pausenlos: Warum mussten seine Eltern sterben -- damals in Auschwitz? Was bedeutet Kausalität oder ist nicht doch alles Zufall?

Wenn Paul schon nicht die Geschichtsschreibung einer Änderung unterziehen kann, so tut er es wenigstens in seiner eigenen fiktiven Geschichte. Seit Jahren schreibt er über die misslungene Flucht Ludwigs XVI. nach Varennes während der französischen Revolution. In seiner Version gelingt sie, denn das hätte alle folgenden Geschehnisse beeinflusst -- vielleicht wäre Auschwitz dann niemals Realität geworden? Pauls Frau will seiner Rastlosigkeit nicht länger zusehen und überredet ihn, erneut in Paris über Ludwig XVI. zu recherchieren. Sie ahnt nicht, dass es dort für Paul eine Frau gibt, die ihm tatsächlich Ruhe zu schenken vermag. Sie weiß auch nichts von dem Foto, das Paul bei seinem letzten Parisbesuch auf der Place de la Bastille von seiner jüdischen Geliebten Pauline geschossen hat und das Pauls Gedanken nicht mehr loslässt. Er meint nämlich einen Mann im Hintergrund zu entdecken, der ihm selbst ungewöhnlich ähnlich sieht. Könnte das sein verloren geglaubter Zwillingsbruder sein? Um das herauszufinden bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf eine fast hoffnungslose Suche zu gehen ...

Feinfühlig beschreibt Leon de Winter in Place de la Bastille einen verzweifelten Mann, verfolgt vom Schicksal seiner jüdischen Eltern. Diese Thematik ist für de Winter-Leser nichts Neues, zieht sie sich doch durch das Gesamtwerk des niederländischen Schriftstellers. Allerdings ist die Umsetzung in Place de la Bastille -- die Originalausgabe erschien bereits 1981 -- weit weniger überzeugend als in späteren Romanen. Dennoch -- der Roman gewinnt sicherlich durch ungeahnte Wendungen und geniale Beobachtungen! --Fenja Wambold -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ausgerechnet auf der Place de la Bastille meint der Niederländer Paul de Wit seinen totgeglaubten Zwillingsbruder zu entdecken. Die wahnwitzige Hoffnung flammt in ihm auf, sich doch noch mit seiner Geschichte zu versöhnen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Der geschichtsträchtige Platz in Paris, der an die französische Revolution erinnert, spielt metaphorisch wie mittelbar eine wesentliche Rolle in de Winters frühem Roman, der 1981 entstanden und erst vor kurzem in Deutschland veröffentlicht worden ist. Das recht kurze Buch erzählt von Paul de Witt, einem Erdkundelehrer in Amsterdam, der auf der Recherchereise für ein Buchprojekt Pauline begegnet, einer jungen Französin, mit der er eine intensive Affäre beginnt. Während der zwei Wochen in Paris entsteht auf dem Place de la Bastille ein Foto, auf dem Paul später seinen verloren geglaubten Zwillingsbruder zu erkennen meint. Fortan ist Paul nicht mehr der selbe. Seine Frau Mieke regt ein halbes Jahr später, als der Ehemann sein Leben erkennbar schleifen lässt, an, er möge die Reise doch wiederholen, um das Buchprojekt beenden zu können. Wieder begleitet ihn Pauline, und Paul wird von dieser Reise nicht zurückkehren.

Ich bin ein großer Verehrer von de Winters Romanen, aber diesem Frühwerk fehlt so gut wie alles, was seine späteren Bücher ausgezeichnet hat. Die Geschichte wirkt verfahren, nachgerade verheddert, kann sich nicht entscheiden, erzählt zuweilen an der eigenen Thematik - was wäre passiert, wenn - weit vorbei. Das Buch müht sich um Reife, um reflektierende Distanz, wirkt aber immer nur larmoyant, manchmal aufgesetzt, dann unstrukturiert und ist insgesamt, leider, ziemlich langweilig. Muss man haben, um die Sammlung zu vervollständigen, aber alle anderen de-Winter-Bücher sind deutlich besser.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zunächst einmal tischt uns der Diogenes Verlag ein ziemlich altes Möhrchen auf, denn "Place de la Bastille" ist ein Text aus dem Jahr 1981. Und es behandelt Leon de Winters Dauerthema, jüdischer Mann mittleren Alters befindet sich in einer Lebenskrise. So weit, so bekannt.
Dennoch erstaunt dieser Leon de Winter durch erstaunlich leise Töne, die das Buch streckenweise doch wirklich ausgesprochen anrührend machen.
Wir lernen Paul de Witt kennen, einen Lehrer, der sein Leben an der Seite seiner Jugendliebe und zwei kleinen Töchtern gründlich satt hat. Er kompensiert seinen Frust mit unmäßigem Fernsehkonsum und sein schlechtes Gewissen, weil er gleichzeitig noch eine außereheliche Beziehung (es gibt Dinge, die bleiben immer gleich bei Leon de Winter...) in Paris pflegt, lässt sich darüber auch verdrängen. Doch dann entdeckt er auf einem Foto einen Mann, der ihm selbst so verblüffend ähnlich sieht, dass er glaubt, seinen verschollenen Bruder wiedergefunden zu haben. Das bringt ihn schließlich völlig aus dem Gleichgewicht ...
Leon de Winter kann zweifelsohne wunderbar schreiben, das Buch wirkt dennoch ein wenig farblos und fade. Vielleicht sollte er sich doch einmal einem neuen Thema zuwenden.
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Von Minnhera
Format:Broschiert
Auf einem als Dienstreise getarnten Liebesurlaub macht ein niederländischer Jude auf dem Place de la Bastille ein Foto von seiner Freundin. Er weiß, daß er derjenige war, der die Kamera in der Hand hatte und auf den Auslöser gedrückt hat. Aber im Hintergrund des entwickelten Bildes entdeckt er sich selbst - oder jedenfalls einen Mann, der ihm täuschend ähnlich sieht.
Dieser Zufall bringt ihn dazu, sich eingehender mit seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Er vermutet, daß seine Mutter Zwillinge zur Welt gebracht haben könnte, die in den Wirren des 2. Weltkriegs voneinander getrennt wurden und separat aufwuchsen: Er selbst in den Niederlanden, sein Bruder in Frankreich.
Obwohl es in seiner Ehe eindeutig Probleme gibt, die sich unter anderem in seiner Freundin manifestieren, obwohl er mit einem wichtigen historischen Werk über eine versuchte Flucht der französischen Königsfamilie während der Revolution nicht recht weiterkommen will und definitiv besseres zu tun hätte, kann er nicht anders, als sich auf die Spur dieses Unbekannten auf dem Schnappschuß zu setzen. Er läßt jegliche rationale Überlegung beiseite, stürzt sich in Vermutungen und benutzt sein analytisches Denkvermögen dazu, den vermeintlichen Bruder aufzuspüren.
Bei all seinen verzweifelten Versuchen, sich eine Geschichte zusammenzubauen und nebenher die Geschichte seiner Familie und die Geschichte von der vereitelten Flucht Louis XVI. und dessen Familie zu erzählen, wird überdeutlich klar, daß ihm nur eine Person dabei im Weg steht, ein erfülltes Leben zu führen: Er selbst.
Er selbst ist es dann auch, der durch eine bewußte Entscheidung die Suche zum Scheitern verdammt. Das Buch ist in seiner Schildung einer Besessenheit mitreißend und läßt sich daher schnell und gut lesen. Da die Handlung aber aus dem geistigen Innenleben eines verwirrten, mit sich selbst hadernden Mannes geschildert ist, kann sie gelegentlich auch den Leser etwas aus dem Konzept bringen.
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"Mit Spannung auf den neuen de Winter warten um dann enttäuscht zu werden "
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Enttäuschend
"Mit Spannung auf den neuen de Winter warten, um dann
enttäuscht zu werden "
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