Seitdem Fertig, Los! mit "Das Herz ist ein Sammler" ihr Debüt feierten ist einiges passiert. Tour,Tour,Tour und nebenbei ein neues Album hieß es für 3 von ihnen, der vierte versucht sich derweil an der Schauspielschule. Aber es geht ja um das Album...
Wenn es wieder einmal heisst, die deutsche Jugend würde dank Fernsehen und co. total verdummen, der kann getrost "Pläne für die Zukunft" als Gegenbeispiel benutzen. Alle 10 Songs sind intelligent geschrieben, die Texte fangen auf hohem Niveau ein, was wohl jeder deutsche junge Erwachsene einmal gefühlt hat. Es geht um Streit, um die Frage wohin mit meinem Leben, um die Erwartungen die man an sich stellt, um fast ironische Kommentare zum stilisierten Mythos der ewigen und bedingungslosen Liebe.
Was die drei Münchener nutzen um ihre Botschaften rüberzubringen ist mehr als solide.
Man hat von "Pläne für die Zukunft" vielleicht keine musikalischen Glanzleistungen zu erwarten. Die Songs benutzen sich selbst als Medium um Gefühl und Atmosphäre des Textes glanzvoll rüberzubringen. "Ein neuer Gott", "Komm Schon","Wenn du mich brauchst" und "Die Andern" sind impulsiv, trotzig und laden zum mitröhren ein.
"Der Moment", "Stock und Stein" oder "Augen Zu" hingegen verbreiten Ruhe, Melancholie und zeigen die ruhige Seite der Jugend. Überhaupt scheinen Fertig, Los! den jungen Erwachsenen, den Schülern und Studenten eine intelligente Stimme verleihen zu wollen.
Ich für meinen Part, bin zum Polytheismus nach z.B. altgriechischer Tradition übergelaufen, ich habe drei neue Götter:Philipp Leu, Julia Viechtl und Florian Wille. Und wie es sich für Götter nach der griechischen Tradition gehört haben sie auch den antrophogenen Zug Fehler zu machen: Sie haben nur 11 Songs auf ihrem Album...