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Diese von Erna Pfeiffer zusammengestellte kleine Auswahl aus Unamunos essayistischem Werk stellt einen allzeit unzeitgemäßen Dichter, Schriftsteller und "hombre público" vor. Die Essays stammen aus den Jahren 1908 bis 1916 und zeigen den als "intellektuell überfrachtet" geltenden Autor als Träumer und Spaziergänger, der seinem Hang zur streitbaren Polemik nur selten nachgibt, etwa in dem Essay »Die Pflicht und die Pflichten«, wo er nahezu wütend mit Tugenden wie Dogmatismus, Intoleranz und blindem Gehorsam aufräumt.
Unamuno »ist eine Herausforderung, die auch sechzig Jahre nach seinem Tod nichts von ihrer Radikalität verloren hat, ein Autor, der sich Auseinandersetzung und Widerspruch geradezu verdient hat, will man ihm in seiner Heterodoxie gerecht werden, aber auch ein Autor, der nach wie vor und immer wieder mit großem Genuß zu lesen ist.«
(Erna Pfeiffer im Vorwort)
Miguel de Unamuno, geboren 1864 in Bilbao. Er studierte Philosophie und Literatur in Madrid, wurde Professor für Griechisch und später Rektor der Universität von Salamanca. 1924 wurde er von den Faschisten nach Fuerteventura verbannt.
1930 kehrte er nach Spanien und auch an die Universität zurück, er starb vereinsamt 1936 in Salamanca.
Werke: Besonders einflußreich wurden seine großen Essaywerke Vida de Don Quijote y Sancho (1905) und Das tragische Lebensgefühl (1913). Daneben schrieb er auch Gedichte und Theaterstücke, und erst in den letzten Jahren wurden im deutschsprachigen Raum auch seine Romane und Erzählungen entdeckt.
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