habe mir das Buch auf Empfehlung gekauft, obwohl ich mit Familie eigentlich nichts am Hut habe. Die Au pair-Thematik hat mich deshalb bislang auch nicht beschäftigt, die Anekdoten mit den Mädchen sind aber ziemlich gut geschrieben, sie zeigen ansonsten, dass sich da zwei ganz schön auf der Nase haben herumtanzen lassen. Gefallen haben mir die vielen kleinen Skizzen über das Trentino und Triest mit Umgebung, die einen guten Blick für die Landschaft verraten und einiges an Kenntnis der kulturellen und historischen Hintergründe. Schade, dass die ab und zu eingestreuten Betrachtungen zum Verhältnis zwischen Italienern und Deutschen nicht weiter ausgeführt werden. Man ahnt, dass die beiden Autoren da mehr zu sagen hätten. Das Buch soll ja unterhaltsam sein, werden sie sich gedacht haben, und das ist ihnen auf einem höheren Niveau gelungen als der etwas alberne Titel vermuten lässt: Pizza alla famiglia! Ohne den Tipp hätte ich da ganz seichte Urlaubslektüre erwartet, die auf irgendeiner Modewelle daherschwimmt, womöglich garniert mit Kochrezepten. Nein, hier kriegt man mehr.