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Pius XII. und der Holocaust: Anatomie einer Debatte
 
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Pius XII. und der Holocaust: Anatomie einer Debatte [Taschenbuch]

Jose M. Sanchez

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt Debatten in der Geschichtswissenschaft, die niemals ein Ende zu nehmen scheinen, deren konträre Positionen niemals vereinbar zu sein scheinen und alle Dokumentationsmaterialien und Argumente schon längst bekannt sind. Die Rolle und das Verhalten Papst Pius' XII. (1939-1958; bürgerlich Eugenio Pacelli) während der Zeit des Nationalsozialismus und vor allem des Holocausts ist so eine Debatte. Doch der amerikanische Historiker Jose M. Sanchez hat nicht einfach eine weitere Darstellung hierzu verfasst, er hat das Thema von der wissenschaftlichen Rezeptionsgeschichte her untersucht. Und dies allein schon hebt Pius XII. und der Holocaust aus der Fülle der Publikationen heraus.

Kernfragen der gesamten Debatte waren immer: Wusste Pius XII. über den Holocaust Bescheid? Wenn ja, warum hat er nichts getan? Und genau an diesem Punkt stehen sich Verteidiger und Kritiker nach wie vor unversöhnlich gegenüber: Wie konnte das christliche Oberhaupt ein derartiges Verbrechen geschehen lassen, doch sicher nur aus religiösen Ressentiments gegenüber dem Judentum, vereinfacht gesagt. Sanchez gelingt es, genau hier mit seiner sachlichen und ausgeglichenen Analyse anzusetzen. In seiner Gesamtbewertung kommt er zum Schluss, dass die persönlichen Defizite Eugenio Pacellis, seine Zögerlichkeit und Angst, ihn daran hinderten den religiös-sittlichen und politischen Aufgaben und Erwartungen seines Amtes gerecht zu werden. Damit hat er Schuld auf sich geladen, muss jedoch trotzdem als fehlbarer Mensch mit Verständnis beurteilt werden.

Das Ziel von Sanchez war es, die Kernthesen der Debatte herauszuarbeiten und thematisch zu gliedern, alle Argumente auf einen Blick zu versammeln und mit diesem Zugang dem Leser die Bildung einer eigenen Meinung zu ermöglichen. Dieses Ziel hat er erreicht, doch bei allem Optimismus, bleibt doch festzuhalten, dass es in der Debatte um die Rolle dieses Papstes während des Holocausts nie eine einheitliche Meinung geben wird. Und es ist nicht ganz korrekt, zu suggerieren, Pius XII. habe nie etwas gesagt oder getan habe, um den Holocaust zu verhindern. Sein Verdienst ist es aber, kritisch und fundiert eine konzise kommentierte Zusammenfassung über diese Debatte mit allen Aspekten geliefert zu haben, eine Grundlage, von der aus in Zukunft weiter gestritten werden muss. --Osseline Kind

Pressestimmen

"Was Sánchez geschrieben hat, bringt die Geschichtswissenschaft voran und öffnet dem breiteren, zeitgeschichtlich interessierten Publikum den Weg zu eigenem Urteil. Er will den Leser weder überreden noch emotionalisieren ... Deshalb macht seine Lektüre wirklich klüger." Konrad Repgen in: FAZ

Kurzbeschreibung

Der amerikanische Historiker Jos M. Sßnchez bietet einen neuen Zugang zu der internationalen Kontroverse um Pius XII. - und zu den Fakten. Systematisch geordnet stellt er in übersichtlicher Form die Hauptstreitpunkte und die wichtigsten Argumente der Kritiker und der Verteidiger des Papstes vor und unterzieht sie einer sachlichen und fairen Bewertung.

Umschlagtext

Das angebliche Schweigen Papst Pius' XII. angesichts der nationalsozialistischen Judenvernichtung wird außerordentlich kontrovers diskutiert, seit der Dramatiker Hochhuth 1963 in "Der Stellvertreter" spektakulär diese Anklage erhoben hat. Der Papst, bis dahin allgemein verehrt, ist seitdem mit dem Vorwurf des Antisemitismus und der Kollaboration mit dem NS-Regim konfrontiert. Teilweise jenseits der historischen Fakten wird der Eindruck erweckt, Pius XII. habe sich nicht für die Rettung der Juden eingesetzt, obwohl er über die notwendigen Informationen verfügte und als höchste moralische Institution die Möglichkeit gehabt hätte, "dem Rad in die Speichen zu fallen".

Der amerikanische Historiker José M. Sánchez bietet jetzt einen neuen Zugang zu der internationalen Kontroverse um Pius XII. -- und zu den Fakten. Systematisch geordnet stellt er in übersichtlicher Form die Hauptstreitpunkte und die wichtigsten Argumente der Kritiker und der Verteidiger des Papstes vor und unterzieht sie einer sachlichen und fairen Bewertung.

Sánchez' klärende Analyse stellt die Persönlichkeit Pius' XII., seine Äußerungen zu Krieg und Holocaust und sein tatsächliches Verhalten umfasend zur Debatte. Sein Buch ermöglicht es dem Leser, Möglichkeiten und Grenzen dieses Papstes und eine der hitztigsten zeithistorischen Kontroversen der Gegenwart besser zu verstehen.

"Was Sánchez geschrieben hat, bringt die Geschichtswissenschaft voran und öffnet dem breiteren, zeitgeschichtlich interessierten Publikum den Weg zu eigenem Urteil. Er will den Leser weder überreden noch emotionalisiseren .. Deshalb macht seine Lektüre wirklich klüger." (Konrad Repgen, FAZ)

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