Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Melodischer Death Metal mal anders!, 4. November 2006
Die Schweden von SCAR SYMMETRY haben ja eine sehr steile Erfolgskurve mitgemacht. Mit nur einem Song haben sie einen Deal bei Cold Records ergattert, das Debutalbum "Symmetric in Design" wird an Metal Blade lizensiert, welches nebenbei erwähnt flächendeckend sehr gute Kritiken einheimst, und bereits beim Nachfolgewerk "Pitch Black Progress" stehen sie schon unter dem Banner von Nuclear Blast!
Dabei ist auch musikalisch eine deutliche Weiterentwicklung bemerkbar, denn zum einen ist man musikalisch facettenreicher, zum anderen aber auch direkter geworden. Bereits mit dem Opener "The Illusionist" wird allerdings schon gleich das beste Stück auf dieser Scheibe abgefeuert... ob das so eine kluge Entscheidung war? Zwar macht dieser Song gleich süchtig nach mehr, doch haben es die darauf folgenden Tracks deutlich schwerer diese hohen Erwartungen zu erfüllen. Nichtsdestotrotz sind den Schweden mit "Slaves to the Subliminal" oder dem ebenso überragenden "Mind Machine" auf Anhieb 2 weitere sehr herausragende Stücke gelungen, wobei vor allem letzterer durch einen bärenstarken Refrain überzeugen kann, denn hier zeigt Sänger Christian Älvestam das auch er eine deutliche Qualitätssteigerung mitgemacht hat. Mit "Calculate the Apocalypse" wird dann so erst die Weiterentwicklung deutlich, zeigt man hier doch erst den Höhepunkt des Abwechslungsreichtums und präsentiert auch mal einige Blastbeats. Zugleich bricht man mit "The Kaleidoscopic God" die 7 Minuten Mauer und legt dem Hörer ein ebenso sehr abwechslungsreiches Stück vor, das trotz Überlänge nicht langweilig wird. Nicht unerwähnt sollten die gelegentlichen leicht proggigen wie auch die sehr genialen Soli der Gitarristen Jonas Kjellgren und Per Nilsson bleiben. Unterm Strich ist SCAR SYMMETRY ein sehr würdiger Nachfolger zum Debut gelungen und lediglich die Zukunft wird zeigen, ob sie den verdienten Erfolg damit ernten werden.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Perfektion des Melodic Death! Endlich!!!, 10. November 2006
Und da fragte ich mich jahrelang, wer denn nun endlich legitimer geistiger Nachfolger der guten alten In Flames und den melodischeren Scheiben von Soilwork sein würde. Hier sind sie: Scar Symmetry. Und zu meinem grenzenlosen Entzücken merke ich, dass sie genau das machen, was für mich PERFEKTER, makel- und lückenloser Melodic Death ist. Aber gehen wir mal ins Detail.
Melodic Death sollte so sein, dass harte Parts mit melodischen Parts einhergehen und fließend ineinander übergehen oder durch aufregende Breaks verbunden werden. Das ist Scar Symmetry dermaßen gut gelungen, dass es einem Liebhaber dieser Musikrichtung regelrecht die Freudentränen in die Augen treibt. Man kann im Falle von Scar Symmetry nicht einfach davon sprechen, dass sie mehrere Tempowechsel in ihre Songs einarbeiten - nein, besser noch: ich würde sie definitiv als die "Blind Guardian des Melodic Death" bezeichnen! Ein derartiger Abwechslungsreichtum ist mir in diesem Genre so noch nicht untergekommen. Einfach genial!
Beispiel: Ein Song beginnt mit Hi-Speed-Stakkatos mit tiefen Grunts, geht dann fließend über in hochgestimmte Gitarrensoli mit glasklaren, cleanen Vocals, nur um im nächsten Moment mit einem coolen Break in stampfende Midtempo-Riffs mit rhytmischen Grunts überzugehen. Kaum hat man diesen Wechsel mit Staunen quittiert, so wechselt der Song dann über zu virtuosen Gitarrenparts, die mit atmosphärischen Keyboards dezent unterlegt, doch glücklicherweise nicht überschattet werden. Eine Meisterleistung! Man spürt deutlich die Liebe zum Detail. Und so gut und vor allem so (ich nutze diesen Begriff nur ungern) groovig(!) klangen nicht einmal Soilwork zu "A Predator's Portrait"- oder "Natural Born Chaos"-Zeiten!
Noch einmal hervorzuheben ist die außerordentliche Gesangsleistung von Christian Älvestam. Wer mir einen anderen Melodic Death Sänger zeigen kann, der ebenso perfekte Clean-Vocals hat, soll vortreten! (Naja gut, bis auf Mikael Akerfeldt von Opeth vielleicht, aber dessen Stil unterscheidet sich grundlegend von Älvestams.) Es ist schlichtweg erstaunlich, dass er in einigen Passagen derart tiefe und aggressive Grunts abliefert, nur um im nächsten Augenblick so glasklar und toll zu singen, dass es unter die Haut geht!
Fazit: Scar Symmetry's "Pitch Black Progress" ist eines der abwechslungsreichsten und aufregensten Alben des Jahres. So viele "Oha!"-Momente pro Song sind mir selten untergekommen! Ausnahmslos jeder Song auf der CD zündet sofort, wird aber auch auf lange Zeit nicht langweilig! Perfektionismus pur! Definitiv Album des Jahres. Überzeugt euch selbst - WENN es ein "Must-Have" im Metal-Genre in diesem Jahr gibt, dann dieses Album!
(PS: Seltsame Kundenrezensionen hier... In einer Rezension zu schreiben "Ich mag ja eigentlich keine Grunts und auch diese cleanen Vocals sind nichts für mich" ist nicht wirklich produktiv - und was bleiben denn da eigentlich noch für Gesangsarten über...??!)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schon mal gehört..., 26. April 2006
Man soll keine allzu hohen Ansprüche mehr stellen heutzutage. Man liest und hört das immer wieder, und eigentlich mag man sich damit nicht abfinden. Wenn man über Jahre hinweg Musik geradezu fanatisch sammelt, gewöhnt man sich dennoch daran, dass vieles sich wiederholt und Innovation oftmals nur in Details zu finden ist. Nichts desto trotz kann Musik selbst bei fehlender Originalität immer noch sehr gut sein. So auch das zweite Album dieser Band. Man hört an allen Ecken und Enden Soilwork, vermisst jedoch deren trashige Note. Dark Tranquillity (bedeutend abwechslungsreicher und interessanter) und ältere In Flames und wie sie alle heißen - sie standen Pate für "Pitch Black Progress". Sowas kann gewaltig in die Hose gehen und langweilen, im Falle von Scar Symmetry jedoch darf man sich auf ein sehr gutes, überaus eingängiges Album freuen. Wer die genannten Bands mag und einfach frisches Futter für die Ohren will, kann zugreifen und sich an dieser Mucke erfreuen. Wechselspiel zwischen cleanem Gesang - sehr sauber und relativ hoch, aber überaus wohlklingend - und tiefem, wahrlich finsterem Growling in bekannter Manier, aber kontrastreicher als an manch anderer Stelle. Mal schneller, mal im Tempo leicht gedrosselt - eben in den vorgegebenen Bahnen durchaus abwechslungsreich. Tolle Melodien, die sich festfressen, mitträllerkompatibel.
Nur wer zwischen all den süßen Bonbons mal gern etwas Zitroniges, etwas Sperriges möchte, wird sich an dieser recht glatten, schnörkellosen Scheibe ein wenig stören. Und wie gesagt jeder, der nach "neuer" Musik sucht.
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