Das mittelalterliche Siam im 16. Jahrhundert ist Schauplatz dieses fanatsievollen Abenteuers:
Die kleine Hafenstadt Langkasuka sieht sich durch Angriffe feindlicher Piraten bedroht, die vom Kapitän "Black Raven" (Winai Kraibutr) und dem Rebellenprinz Rawai angeführt werden. Zu diesem Zweck hat Königin Hijau (Jarunee Suksawat), die mit ihren beiden Schwestern das Land regiert, zwei schwere Kanonen vom holländischen Kanonenmeister Janis Bree (Andre Machielsen) anfertigen lassen, um ihr Land besser verteidigen zu können. Die Kanonen gehen jedoch bei der Überfahrt mit dem Schiff durch einen Piratenüberfall im Meer verloren und die Besatzung als auch Janis Bree werden ermordet; lediglich sein Schüler und Tüftler Lim Kium (Jakkrit Phanichphatikram) kann sich retten. Für die Piraten als auch die Königin Hijau steht bald fest, dass nur die Kanonen die Entscheidung in der Schlacht bringen werden.
Unterstützung findet Königin Hijau in ihrem treu ergebenen Leibwächter Jarang (Chupong Changprung) und Pari (Ananda Everingham) einem jungen Fischer, der die mystischen Kräfte des Du-Lum erforscht, um "Black Raven" die Stirn zu bieten. Wer die Magie des Du-Lum beherrscht, versteht die mystische Natur der Meere und kann seinen Bewohnern Befehle erteilen.
Der fantasievolle Abenteuerfilm gehört zu den aufwändigsten Produktionen Thailands mit einem Budget von ca. 200 Millionen Bath und einer Produktionszeit von 3 Jahren. Regie führte Nonzee Nimibutr, der Wegbereiter des sich erneuernden thailändischen Kinos. Im Original wurde der Film unter dem Titel "Queens of Langkasuka" veröffentlicht, was sicherlich weniger verwirrend ist, da es sich hier nicht um einen Piratenfilm im eigentlichen Sinne handelt. Auch wenn der Film stilistische Anleihen bei "Pirates of the Caribbean" hat, so lassen sich die beiden Filme nicht miteinander vergleichen.
Die Schauspieler liefern eine solide Leistung ab, was sicherlich einer guten Regiearbeit zu danken ist. Die Kampfszenen sind recht ordentlich und von Muay-Thai als auch Muay-Boran inspiriert. Hier kann der Schauspieler Chupong Changprung glänzen, der seine Karriere als Stuntman im Film "Ong Bak" startete und u.a. in "Ong Bak 2" zu sehen ist. Jedoch kann Chupong Changprung nicht an das Niveau eines Tony Jaa und die Kampfkunst-Choregraphie nicht an "Ong Bak" heranreichen. Dieses stört jedoch nicht weiter, da der Film "Pirates of Langkasuka" andere Schwerpunkte setzt.
Der Film wird sicherlich keinen Oscar gewinnen, weiß aber sehr wohl zu unterhalten, sofern man mehr auf Story und Fantasie wert legt, als auf sinnfreie action.
MfG
Chevalier