---Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2---
Entgegen dem in der internationalen Filmmusikszene herrschenden Grundsatz, dass bei einer Fortsetzung eines Films oder einer anderen Produktion gleich Themen des Vorgängerfilms nicht erneut zu verwenden sind, hat es sich in der Vergangenheit bewährt, von diesem Prinzip Abstand zu nehmen. Nicht nur John Williams mit Star Wars oder Indiana Jones, mithin auch James Horner mit Braveheart und der 200 Jahre Mann haben haben gezeigt, dass Elemente von Motiven und Themen aus Vorproduktionen, die noch in den Ohren der Zuschauer liegen, Zuspruch vorallem beim Kauf von CDs und erhöhten Kinobesuchen finden.
Ebenso hat sich Hans F. Zimmer mit seinem Score zu Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 dieser Richtung angeschlossen. Auch wenn der erste Teil von Hans Zimmers Deutschen Kollegen Klaus Badelt stammt, variiert Zimmer ganz geschickt dessen Musik im hiesigen zweiten Teil.
Ein Unterschied zwischen beiden Scores besteht indes.
Ebenso wie in anderen seiner Produktionen ist sein Stil sehr rythmisch, mit schwerer Perkusion und latentem Synthezisereffekten und entgegenlaufenden zum Teil auch wechselndn Takten ausstaffiert. Tracks 2, 4 und 6 erinnert in den Ansätzen leicht an King Arthur, Gladiator und the Rock.
Dennoch wäre Hans Zimmer nicht Hans Zimmer, wenn er nicht auch Musik schreiben würde, die komplett gegenläufig ist. So findet sich auf der CD auch in Tracks das klassische Waltzer-Motiv (als Untermalung zu den schwingenden runden Holzkäfigen über dem Abgrund).
Hübsch ist der Anfang von Track 3. Der Titel beginnt mit der Spieluhr von Davy Jones, später überleitend zu rythmischer mit Perkusion unterstützter Orgelmusik.
Wobei schon bekannt sein dürfte, dass dieses Stilmittel bereits bei the Ring eingesetzt wurde und die Atmossphäre des Films gelungen umgesetzt hat.
Facit:
Alles in allem ein hörenswerter Score, der sein Geld allemal Wert ist.
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