Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt
ist eines der linearsten und durchschnittlichsten Spiele, die in den letzten Monaten veröffentlicht wurden.
Das einzige was für das Spiel spricht, sind die gut texturierten Figuren und die schönen Zwischenanimationen.
Das war's dann auch.
Abwechslung ist gleich Null.
Ein Kompass zeigt immer an, wo man in den kleinen Abschnitten hin zu gehen hat.
Man wird ständig an die Hand genommen und es wird einem immer erklärt was man wo jetzt zu tun hat. Das kann auch leicht nerven.
Überall in allen Levels schweben in GTA Manier irgendwelche Perücken, Goldsäcke, Schrumpfköpfe usw. herum, die beim Einsammeln Punkte geben.
Ein selbstständiges Erkunden der Welt beschränkt sich auf die wenigen Meter, die man links und Rechts vom linearen Hauptweg hat.
Man kann nur die Gebäude betreten, welche von der Haupthandlung dafür vorgesehen sind.
Menschen und Feinde, die in den Städten usw. herumlaufen, können keine Türen auf und zu machen. Sie verschwinden einfach, wenn sie vor einer Tür stehen, bzw. tauchen plötzlich vor einem auf. Dies hat nicht nur den Nachteil daß es billig aussieht, sondern auch daß in manchen Abschnitten, bei denen man bestimmte Dinge erledigen muß (Schalter umlegen, eine Kanone abfeuern usw.)um im Level weiter zu kommen, unendliche Gegner ständig vor den nicht betretbaren Türen erscheinen.
Eine künstliche Intelligenz der Gegner und der eigenen Mitkämpfer sucht man vergebens. Ein dauerklicken auf den A Button reicht aus, um sich durch das Spiel zu prügeln.
Ärgerlich sind die Abschnitte, wo man einen Mitstreiter dabei hat und zwischen den Figuren hin und herwechseln kann.
Während man mit einer Figur gerade ein Rätsel lösen will, verliert die andere Figur ständig an Lebensenergie, weil sie nicht selbstständig gegen zwei Gegener kämpfen kann und auch schon bei einfachstem Treppenaufstieg überfordert ist. Wenn eine Figur stirbt, hat man das Spiel verloren.
Somit ist man gezwungen, ständig hin und her zu wechseln und nach schwebenden Herzen zu suchen, welche Lebensenergie geben.
Wechselt man jetzt wieder zur vorigen Figur zurück, steht sie plötzlich ganz woanders im Level, weil sie versucht hat zur anderen Figur zu laufen, aber an einem Hindernis gescheitert ist.
Auch die Duelle gegen Endgegner sind keine Herausforderung.
Jene wurden einfach von Sid Meiers Pirates abgekupfert.
Man sieht den Helden, sowie den Gegner a'la Street Fighter von der Seite und muß nicht mehr tun, als im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken.
Das ist nicht schwer, weil drei leuchtende Knöpfe (einer unten, einer in der Mitte und einer oben) immer signalisieren, wo man jetzt zu blocken hat. Entweder halten die Programmierer einen für doof, oder das Spiel ist für Kinder gemacht, denn auch während den normalen Kämpfen gegen die Klonkrieger im Spiel wird immer schön fett eingeblendet, welchen Knopf man drücken muß.
Mein Fazit: Lieber den Film im Kino sehen und sich das Geld für's Spiel sparen. Dann kann man auch die richtigen Synchronstimmen hören und hat auch nicht ständig das Gefühl, daß die Personen wegen der schlechten synchro (Lippenbewegungen ohne was zu sagen) Kaugummi kauen.