Piraten haben die Menschen schon immer fasziniert. Und Michael Crichton hat viele gute Bücher geschrieben. Genau diese Kombination macht Pirate Lattitudes so spannend.
Crichton präsentiert die Geschichte um den Piraten Hunter mit einem unglaublichen Tempo, welches er bis zum Schluss durchhält. Die Kapitel sind kurz gehalten, stellen Kapitän Hunter immer wieder vor neue Herausforderungen, und machen den Leser somit neugierig, wie es weitergeht.
Entgegen anderer Rezensionen findet ich die Charaktere für die Art der Geschichte und für deren Länge mehr als passend gezeichnet. Die zahlreichen Darsteller von Pirate Lattitudes wissen zu überzeugen und präsentieren eine breite Palente der Menschen zur damaligen Zeit in den Piratennestern der Karibik. Genau in diese wird der Leser immer wieder hineinversetzt.
Der oft gelesene Vergleich mit "Fluch der Karibik" hinkt. Hunter ist nicht Jack Sparrow. Aus meiner Sicht zum Glück nicht. Während mir "Fluch der Karibik" zu viele Elemente aus der Disney-Stube bietet, geht es bei Pirate Lattitudes wesentlich härter zur Sache. So ist eine Seeschlacht nun mal eben kein Kindergeburtstag und Verräter haben nur geringe Chancen, einen solchen nochmals zu feiern.
Fazit: Kein literarisches Meisterwerk, das erwartet man wohl aber auch zum Glück nicht. Dafür eine verdammt gute und kurzweilige Story.