Piotr Anderszewski hat sich weltweit eine begeisterte Fangemeinde geschaffen und gilt als „einer der individuellsten und faszinierendsten Pianisten unserer Zeit“ (The Sunday Times). Anderszewski hat zuletzt mit seinem Live-Recital aus der New Yorker Carnegie-Hall, mit Mozart-Konzerten sowie der Einspielung von Beethovens erstem Klavierkonzert und den Bagatellen op.126 (ECHO Klassik 2009) Triumphe gefeiert.
Piotr Anderszewski, polnisch-ungarischer Abstammung, wurde 1969 geboren und studierte in Warschau, Frankreich und Kalifornien. Zum ersten Mal sorgte er beim Klavierwettbewerb 1990 in Leeds für Schlagzeilen, als er – trotz guter Chancen auf den Ersten Preis – sein Spiel plötzlich abbrach, weil ihm seine eigene Leistung nicht perfekt genug erschien. Ein Jahr später, nach seinem triumphalen Debüt in der Londoner Wigmore Hall, war sein internationaler Ruf jedoch bereits gefestigt.
Piotr Anderszewskis hat bereits mehrfach hohe Auszeichnungen erhalten, u.a. 1999 den „Szymanowski Prize“. Ein besonderer Höhepunkt in seiner kometenhaften Karriere war 2001 die Verleihung des „Royal Philharmonic Society Award“ als Instrumentalist of the Year. Von der Deutschen Phono-Akademie wurde er 2002 mit einem „ECHO Klassik“ in der Kategorie Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er außerdem den „Gilmore Artist Award“, der alle vier Jahre an einen Pianisten mit außergewöhnlichem Talent verliehen wird.
Mit den „Diabelli-Variationen“ von Beethoven begann Piotr Anderszewski seinen Exklusiv-Vertrag mit Virgin Classics. Für seine Einspielung dieses Werks hat er in aller Welt begeisterte Kritiken und Preise erhalten: einen „Choc du Monde de la Musique“ sowie einen „Diapason d’Or“. Seine Identifikation mit diesem besonders schwer zugänglichen Meisterwerk ist so persönlich, dass der Filmemacher Bruno Monsaingeon Anderszewskis mitreißender Interpretation einen Dokumentarfilm gewidmet hat, der 2004 auch auf DVD erschienen ist. Ein weiterer Film von Bruno Monsaingeon „Piotr Anderszewski, Unquiet Traveller“ von 2008 zeigt den Starpianisten in einem ungewöhnlichen Porträt. Ein dritter Film, erschienen im Herbst 2010, dokumentiert Anderszewskis Auseinandersetzung mit Robert Schumann. Im Januar 2011 wird zum ausklingenden Schumann-Jahr noch eine CD mit eher selten gespielten Werken des Komponisten erscheinen.
Die große Repertoire-Vielfalt Anderszewskis wird seinem internationalen Ruf immer wieder gerecht: ob mit Einspielungen von Bach (Partiten Nr.1, 3 & 6), Chopin (Polonaisen, Mazurken und Balladen: u.a. mit einem „Choc du Monde de la Musique 2003“ ausgezeichnet) oder Szymanowski (Klaviersonate Nr.3, Masques und Métopes: mit einem „Grammy 2006“ und einen „Gramophone Award 2006“ ausgezeichnet).
Auch in Personalunion als Pianist und Dirigent tritt Piotr Anderszewski in Erscheinung. So mit den Mozart-Klavierkonzerten Nr. 21 & 24 in c-moll KV 491 & C-dur KV 467 (in Zusammenarbeit mit der Sinfonia Varsovia, 2002) sowie den Klavierkonzerten Nr.17 und Nr.20 in G-dur und d-moll (in Zusammenarbeit mit dem Scottish Chamber Orchestra, 2006).
Oktober 2010
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