Fuenf Autoren unter der Fuehrung von Klaus Staehtler suchen die ersten, die Erfinder, die Gruender der deutschen Informatik und stellen ihre Lebensgeschichte zusammen. Unter welchem Blickpunkt? Das Wortwort, geschrieben von Wilfried Brauer, verweist auf ein Zitat am Ende des Buches, welches hervorhebt, das jeder dieser Pioniere nur zufaellig zur Informatik gekommen ist. Wer kommt bewusst in eine neue Disziplin, die es nicht gibt? Meiner Meinung nach ist es kein Zufall, wenn ein studierter Mathematiker, Physiker und zudem noch ausgebildeter Elektroingeneur die Digitalisierung ein wenig mehr untersucht. Zurueckblickend wollen alle Befragten irgendwie nicht aus ihrer Haut und erzaehlen, was sie eigentlich geleistet haben, keiner berichtet uns wirklich, was seine oder ihre Arbeit nach 10 Jahren verbessert hat. Die Informatik wird zwar als ein neues Studienfach geschildert, aber als nichts Fazinierendes. Fatalerweise wird aus diesen "Zufaellen" auch noch etwas, das so oder so nur eine Luecke fuellt, die der Digitalisierung. Nein, niemand in diesem Buch scheint begeistert, die Maschinen (selbstgebaut der benutzt) waren nur langsam oder beschraenkt, ja es wird sogar darauf verwiesen, das die Informatik "kommerzialisiert" wurde. Der Pioniergeist geht diesem Wert definitiv verloren. Stattdessen muss man sich durch seitenweise Beschreibungen von Musikvorlieben, persoenlicher Homosexualitaet in der Grundschule oder Geschichten ueber den Volksschullehrer quaelen. Die Fragestellungen scheinen immer entgegengesetzt der Technik zu wandern. Ja das Vorwort hatte recht, es ist eine "objektive geschichtliche Darstellung" - eine Langweilige.