Bevor ich diesen AktivSub von Pioneer gekauft habe, war ich vorher lange Zeit am überlegen und habe auch versucht, über einige lokale Car-Hifi-Anbieter an nähere Informationen zu kommen. Jedoch ohne Erfolg. Da sehr wenige über die Existenz solcher Subwoofer-Hybriden wissen und noch weniger einen verbaut haben (und somit Feedback und Erfahrungsberichte geben können), hatte ich Angst, die "Katze im Sack" zu kaufen. Die vorangegangenen Amazon-Rezessionen haben mich dann doch bestärkt, dass Restrisiko in kauf zu nehmen. Und ich wurde nicht entäuscht.
Kurz vorweg:
Dieser Subwoofer ist nichts für absolute Klangfetischisten, Car-Hifi-Enthusiasten oder Besitzer einer selbst zusammengestellten und justierten high-end Car-Hifi-Anlage. Wohl aber für all diejenigen, denen selbst hochgezüchtete Serienanlagen zu wenig bieten oder all diejenigen, die ihre normale Serienanlage durch einen Subwoofer aufwerten wollen.
Der Klang überzeugt. Da lügt Pioneer auf seiner Website nicht. Man ist erstaunt, welche Kraft diese für Subwoofer UND Endstufe relativ kleine Kiste erzeugen kann. Es ist zwar kein Bassdruck zu verspüren, der Innenspiegel und Kennzeichen in der Heckklappe zum lautstarken vibrieren bringt. Aber klanglich besitzt dieser ActiveSub einen wunderschönen Tiefgang in nahezu allen Lautstärkebereichen.
Dass wir von keiner "Referenzklasse" reden, wird bei der Montage und den Einstellungsmöglichkeiten sichtbar. Zum einen sind nur Spanngurte zur Befestigung vorgesehen. Da muss Pioneer nachlegen, da die Spanngurte zu kurz sind, um sie um den ganzen Kofferraumboden zu wicklen. Mich würden an dieser Stelle 4 kleine Keile erfreuen, mit denen man die Kiste am Boden verschrauben kann.
Zum anderen kann man den Subwoofer nur mit Level und Trennfrequenz einstellen. Für Profis zu wenig, für Laien zu viel. Wer eine Serienanlage nutzt, wird den Subwoofer eh mit dem vollen Frequenzspektrum ansteuern, da heutige Serienradios standardmäßig keine einstellbaren Hoch- und Tiefpassfilter haben. Hier machen Einstellungen eventuell wenig Sinn. Wer aber bereits Radios von Drittanbietern nutzt (bspw. Pioneer), kann über die Trennfrequenzen sehr saubere Ergebnisse erzielen.
Dass Vorurteil, dass solche ActiveSubs dann dröhnen bzw. ein schlechtes Klangbild erzeugen (teilweise wegen zu wenig Leistung der Endstufe) sei dadurch widerlegt.
Fazit:
Dieser Bass ist wahrlich keine Luftpumpe, kann sich aber nicht unbedingt mit Gehäuse-Subwoofern (ohne Endstufe) der selben Preisklasse messen. Wem der Kompromiss zwischen Zuladefähigkeit und Tiefklang egal ist, sollte zu einem Gehäusesubwoofer greifen und ein paar Euro für eine Endstufe drauflegen. Wer Kriterien wie Gewicht, Preis-/Leistungsverhältnis oder Nutzraum im Kofferraum als Entscheidungsgrundlage heranzieht, hat hier ein sehr gutes Gerät gefunden.
Es überzeugt durchweg, lässt sich leicht einstellen und erzeugt im Fahrzeug ein homogenes, basslastiges Klangbild. Wem die vorangegangen Kriterien wichitg sind und wer lieber im Auto guten Klang haben will, anstatt häuserblockweit gehört zu werden, der kann hier sorglos zugreifen.
Mein Vergleich beruht auf einem vormals installierten JBL GTO-1000 Subwoofer (max. 100. Watt), der mit einer 2-Kanal-gebrückten Endstufe bei 220 Watt rms betrieben wurde.