Apotheose auf die Schönheit eines androgynen Jünglings. Bobby Kendall ist dem Aussehen nach Südamerikaner mit sinnlich vollen Lippen, Schmachtblick, makellosen Proportionen, über den man bei Wikipedia und auch im kurzen Begleitmaterial weiter nichts findet. Die durch und durch künstlerische Körperpräsentation des "fast unnatürlich schönen Hauptdarstellers" (Beitext) läßt darauf schließen, daß B.K. ein Pseudonym und der Künstler ein ausgebildeter Balletttänzer war. Zum Ballett stellt auch etliche der eingeblendeten (meist klassischen) Musik (u. a. Mussorgsky, Tschaikowsky, Mozart) eine Verbindung her. Die ausgefallene Farbregie und Requisitenzusammenstellung tut ein übriges, den Film zu einem Ding für sich zu machen: schön, in sich abgerundet, einsam - und scharf. Narzißtisch auf allen Ebenen.