Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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73 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieser Film polarisiert..., 5. Februar 2001
Von Ein Kunde
...man liebt ihn oder man haßt ihn. Ich für meinen Teil liebe ihn seit einigen Jahren. Ich habe ihn ca. 20 mal im Kino gesehen und er hat nichts von seiner Faszination auf mich verloren. Ich habe einmal gesagt, diesen Film möchte ich niemals zuhause sehen, da die Wirkung nicht dieselbe ist. Trotzdem habe ich mir jetzt die DVD gekauft und war sofort überwältigt. Perfekte Menüs aus Filmschnipseln und Pink Floyd Musik perfekt animiert und mit schönen Anpielungen auf Pink Floyd Titel.Hervorragender Sound (DD 5.1 und PCM in DS) Hervorragende Bildqualität Auf der dritten Tonspur durchgängige Filmdokumentation (Für Fans) Nette Extras (Making of, Musikvideos, Bilder, Anlagen Setup, Retrospektiven, etc.) Allerdings gibt es auch zwei Schattenseiten: Die deutsche Synchronfassung fehlt, das ist aber nicht schlimm, da sie grottenschlecht ist. Die Untertitel sind nur in Englisch, Spanisch und Französisch vewrfügbar. So kann man den Film nur mit guten Englischkenntnissen verstehen. Ansonsten ist diese DVD sicher einen Kauf wert. Für Fans ist sie ein Muß im Schrank.
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schonungslose Psycho-Analyse einer geschundenen Seele, 17. Februar 2006
Wer weder mit dem Pink-Floyd-Werk noch mit Al Parker etwas anfangen kann, wird wohl auch dem Film ,The Wall' nichts abgewinnen können. Dazu ist er zu sehr von den widersprüchlichen Charakteren des Regisseurs und der Musiker bestimmt. Al Parker, das ist der Mann, der eindrucksvolle Spielfilme wie ,Birdy' und ,Die Asche meiner Mutter' gedreht hat, aber auch so seltsame Werke wie ,Angel Heart' und ,Fame'. Zweifellos ist der Mann ein Könner, aber sicher nicht jedermanns Sache. Bei ,The Wall' führten eine Menge Meinungsverschiedenheiten zu Kompromissen, die wohl weder den Regisseur noch die Band befriedigen konnten. Parker gefielen die Trickfilm-Einlagen von Scarfe nicht (die aber schon wesentlich zur Wall-Show gehörten) und Waters war wohl mit der filmischen Umsetzung einzelner Elemente nicht einverstanden. Ein weiteres Manko mag sein, dass Pink Floyd nirgendwo als Band auftauchen: Der junge Pink, eine Art Alter Ego von Waters, wird naturgemäß von einem anderen gespielt. Dass ausgerechnet aber Bob Geldof die Rolle des erwachsenen Pink übernehmen musste, mag zum damaligen Zeitpunkt, Anfang der Achtziger, wohl niemandem eingeleuchtet haben. Trotzdem ist der Film zu einer adäquate Umsetzung der Musik geworden, denn er ist mindestens so zerrissen, vielschichtig, belastend, ernst, hart und illusionslos wie die Lyrics von Waters. Ganz sicher ist er kein Cineasten-Film, eher ein Musikfilm mit eigenwilligen Assoziationen zu einer vorgegebenen Musik, durchaus vergleichbar mit ,Tommy' von Ken Russell. Es ist schwer, diesen Film zu lieben, dazu ist er zu depressiv, negativ, subversiv, aggressiv. Doch wenn man Waters folgen will, wirkt genau das heilend auf die geschundene Seele, zu allererst natürlich beim Songwriter selbst. Menschen seiner Generation, die kriegsbedingt ohne Väter aufwachsen mussten (zu denen auch Pete Townshend gehört, der das gleiche Thema in ,Tommy' umsetzt), mögen so denken und fühlen wie er. Alle Älteren und Jüngeren stehen der Nicht-Handlung des Films wahrscheinlich eher ratlos gegenüber. Zuletzt bleibt sicher aber die Erkenntnis zurück, dass der Weltkrieg bei der ersten Nachkriegsgeneration (und bei der davor) unheilbare Wunden hinterlassen hat, die den Bau einer inneren Mauer begünstigen. Diese Mauer musste gewaltsam zum Einsturz gebracht werden - zum Beispiel durch Rockmusik. So gesehen ist dieser Anti-Spielfilm und Nicht-Musikfilm einfach notwendig gewesen, vergleichbar mit Becketts Romanen oder Bacons Bildern von gequältem Fleisch. Dass ein schreiendes Elend das Cover der DVD ziert, kommt nicht von ungefähr. Hier verschafft sich eine geschundene Seele Ausdruck mit un-erzählbaren Geschichte, die nur durch assoziativ aneinandergereihte Bilder und eine emotionale, aber kalte Musik zum Ausdruck gebracht werden kann. Auch hier verdient Waters, wie bei allen seinen Statements, ehrlichen Respekt. Dass mir das Ergebnis nicht so gefällt wie ,Wish You Were Here' oder ,Dark Side Of The Moon' ist sicher nicht seine Schuld. Wahrscheinlich kann er auf die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Fans auch keine Rücksicht nehmen. Und Al Parker tut es sowieso nicht.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Monument!, 19. März 2004
Der Mensch schafft vieles, einige seiner Werke stehen jedoch über allen vergleichbaren. Sie erheben ihre Schaffer ins Olymp, machen sie unsterblich und reihen sich selber ein in die Reihe der Ewigen. So wie die Pyramiden in der Architektur, ist es "The Wall" in Musik und Film. Roger Waters musikalisches Epos findet Alan Parkers Bild und fusioniert zu einer der größten Machwerke menschlichen Schaffens. Das Endprodukt kann man nur mit den Worten "genial" und "unvergleichbar" beschreiben. Es ist zugleich ein musikalisch/filmisches "Berlin Alexanderplatz", welches seiner Zuschauer und Zuhörer durch ein Martyrium begleitet, um sie am Ende aus der Asche auferstehen zu lassen. Und ein unübertroffene Darstellung des Lebensgefühl zum Ende des Kalten Krieges. Der Film erzählt über "Pink" aber zugleich ist es ein Film über uns alle. Ich möchte Victor Jara zitieren, der dieses meiner Meinung nach am besten dargestellt hat "Man hat weder Zeit zu wählen, noch über seine Wahl nachzudenken. Wer nicht sofort handelt, bleibt hoffnungslos zurück. Es scheint, daß keiner sich traut er selbst zu sein. Alle haben Angst vor der Einsamkeit, und gerade deßhalb ist jeder inmitten einer Menge einsamer Menschen allein [...]" (vgl. "Das letzte Lied" von Joan Jara). Leider reicht dieser Platz bei weitem nicht aus, um überhaupt die gewaltige Dimension dieses Films/der Musik zu eröffnen. Dies muß leider jeder für sich alleine Tun. Ich verbleibe mit meinem dringenden Hinweis, diesen Film zumindest einmal gesehen zu haben. Er ist unglaublich erschreckend und quälend, jedoch kann nur aus dieser Marter, die Erkenntnis folgen.
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