Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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71 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieser Film polarisiert..., 5. Februar 2001
Von Ein Kunde
...man liebt ihn oder man haßt ihn. Ich für meinen Teil liebe ihn seit einigen Jahren. Ich habe ihn ca. 20 mal im Kino gesehen und er hat nichts von seiner Faszination auf mich verloren. Ich habe einmal gesagt, diesen Film möchte ich niemals zuhause sehen, da die Wirkung nicht dieselbe ist. Trotzdem habe ich mir jetzt die DVD gekauft und war sofort überwältigt. Perfekte Menüs aus Filmschnipseln und Pink Floyd Musik perfekt animiert und mit schönen Anpielungen auf Pink Floyd Titel.Hervorragender Sound (DD 5.1 und PCM in DS) Hervorragende Bildqualität Auf der dritten Tonspur durchgängige Filmdokumentation (Für Fans) Nette Extras (Making of, Musikvideos, Bilder, Anlagen Setup, Retrospektiven, etc.) Allerdings gibt es auch zwei Schattenseiten: Die deutsche Synchronfassung fehlt, das ist aber nicht schlimm, da sie grottenschlecht ist. Die Untertitel sind nur in Englisch, Spanisch und Französisch vewrfügbar. So kann man den Film nur mit guten Englischkenntnissen verstehen. Ansonsten ist diese DVD sicher einen Kauf wert. Für Fans ist sie ein Muß im Schrank.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schonungslose Psycho-Analyse einer geschundenen Seele, 17. Februar 2006
Wer weder mit dem Pink-Floyd-Werk noch mit Al Parker etwas anfangen kann, wird wohl auch dem Film ,The Wall' nichts abgewinnen können. Dazu ist er zu sehr von den widersprüchlichen Charakteren des Regisseurs und der Musiker bestimmt. Al Parker, das ist der Mann, der eindrucksvolle Spielfilme wie ,Birdy' und ,Die Asche meiner Mutter' gedreht hat, aber auch so seltsame Werke wie ,Angel Heart' und ,Fame'. Zweifellos ist der Mann ein Könner, aber sicher nicht jedermanns Sache. Bei ,The Wall' führten eine Menge Meinungsverschiedenheiten zu Kompromissen, die wohl weder den Regisseur noch die Band befriedigen konnten. Parker gefielen die Trickfilm-Einlagen von Scarfe nicht (die aber schon wesentlich zur Wall-Show gehörten) und Waters war wohl mit der filmischen Umsetzung einzelner Elemente nicht einverstanden. Ein weiteres Manko mag sein, dass Pink Floyd nirgendwo als Band auftauchen: Der junge Pink, eine Art Alter Ego von Waters, wird naturgemäß von einem anderen gespielt. Dass ausgerechnet aber Bob Geldof die Rolle des erwachsenen Pink übernehmen musste, mag zum damaligen Zeitpunkt, Anfang der Achtziger, wohl niemandem eingeleuchtet haben. Trotzdem ist der Film zu einer adäquate Umsetzung der Musik geworden, denn er ist mindestens so zerrissen, vielschichtig, belastend, ernst, hart und illusionslos wie die Lyrics von Waters. Ganz sicher ist er kein Cineasten-Film, eher ein Musikfilm mit eigenwilligen Assoziationen zu einer vorgegebenen Musik, durchaus vergleichbar mit ,Tommy' von Ken Russell. Es ist schwer, diesen Film zu lieben, dazu ist er zu depressiv, negativ, subversiv, aggressiv. Doch wenn man Waters folgen will, wirkt genau das heilend auf die geschundene Seele, zu allererst natürlich beim Songwriter selbst. Menschen seiner Generation, die kriegsbedingt ohne Väter aufwachsen mussten (zu denen auch Pete Townshend gehört, der das gleiche Thema in ,Tommy' umsetzt), mögen so denken und fühlen wie er. Alle Älteren und Jüngeren stehen der Nicht-Handlung des Films wahrscheinlich eher ratlos gegenüber. Zuletzt bleibt sicher aber die Erkenntnis zurück, dass der Weltkrieg bei der ersten Nachkriegsgeneration (und bei der davor) unheilbare Wunden hinterlassen hat, die den Bau einer inneren Mauer begünstigen. Diese Mauer musste gewaltsam zum Einsturz gebracht werden - zum Beispiel durch Rockmusik. So gesehen ist dieser Anti-Spielfilm und Nicht-Musikfilm einfach notwendig gewesen, vergleichbar mit Becketts Romanen oder Bacons Bildern von gequältem Fleisch. Dass ein schreiendes Elend das Cover der DVD ziert, kommt nicht von ungefähr. Hier verschafft sich eine geschundene Seele Ausdruck mit un-erzählbaren Geschichte, die nur durch assoziativ aneinandergereihte Bilder und eine emotionale, aber kalte Musik zum Ausdruck gebracht werden kann. Auch hier verdient Waters, wie bei allen seinen Statements, ehrlichen Respekt. Dass mir das Ergebnis nicht so gefällt wie ,Wish You Were Here' oder ,Dark Side Of The Moon' ist sicher nicht seine Schuld. Wahrscheinlich kann er auf die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Fans auch keine Rücksicht nehmen. Und Al Parker tut es sowieso nicht.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Welcome to the movie, 22. Juli 2007
Nach all den Jahren des Besitzes dieser DVD wird es mal Zeit, dass ich auch ein paar Worte darüber verliere:
Pink Floyd's "The Wall" gehört für mich in den Olymp der bisher produzierten Musik-Alben. Andere dachten ebenso und so folgte der Film.
Doch gehört dieser Film dementsprechend auch zu den besten Filmen aller Zeiten?
Nun, das sicherlich nicht, aber immerhin ist "The Wall" von Alan Parker einer der interessantesten und denkwürdigsten Musikfilme.
Worum geht es? Ein junger Brite namens Pink Floyd vegetiert, nachdem er eine eher trostlose Kindheit und Ehe durchmachte, in seinem Hotelzimmer dahin, welches ziemlich gut seinen mentalen Zustand wiedergibt. Auch das Fernsehen, sein Geld oder eine Prostituierte können ihm kein Licht in seinem Leben geben, bis Pink letztlich faschistische Ideologien entwickelt.
Wer den Film sieht, bevor er das Musikalbum gehört hat, wird vieles in diesem Werk nicht verstehen. Es ist fast schon eine Voraussetzung, die Liedertexte von "The Wall" zu kennen, da andernfalls so mancher Zusammenhang oder wichtige Punkt in der Geschichte (z.B. die Beziehung zu seiner Mutter oder seine Depressionen) verloren geht.
Darüber hinaus sollte man als Zuschauer Interesse, etwas Fantasie und Geduld für diese Story mitbringen. Es ist deutlich, dass "The Wall" kein Film für die Masse ist, aber das ist auch gut so.
Es ist kein Film der üblichen Sorte, der mit vielen Dialogen auskommt (darum ist es auch ein Musikfilm), sondern die Lieder erzählen die Geschichte oder spiegeln den Seelenzustand des Proganisten wieder. Und bei dieser grandiosen Musik fasziniert diese Erzählweise auch beim wiederholten Zuschauen.
Ebenso faszinierend wie unverzichtbar in diesem Film sind die Trickfilmszenen, für die Gerald Scarfe verantwortlich ist (dieser sorgte u.a. auch im Disney-Streifen "Hercules" für den rustikalen Zeichenstil). Auch ihm ist es zu verdanken, dass die berühmten marschierenden Hammerarmeen (eine deutliche Anspielung auf das Dritte Reich) ein prägendes Bild in der Musiklandschaft geworden sind.
Was gibt es über die DVD-Ausstattung zu sagen?
Wenig. Wenig Negatives. Denn alle Menüpunkte wurden mit Musik und Animationen unterlegt, darüber hinaus sind es keine 08/15-Menügestaltungen, sondern sehr nah an den Charakter der Pink Floyd-Werke (nicht nur "The Wall") gelegt und das ist mehr, als man von solch einer DVD verlangt hätte. Manchmal ertappe ich mich selbst dabei, dass ich die DVD nur wegen den Menüs einlege *g*. Einzig und allein die Kapiteleinteilung hätte man übersichtlicher machen können, denn es wird rein nach Nummern sortiert. Keine Screenshots, keine richtigen Titel, es liegt auch kein Zettel mit den Kapitelbezeichnungen in der DVD-Hülle bei. Schade.
Auch sehr viele Extras kriegt der Fan geboten, z.B. den Trailer, Bildergallerien, Musikvideos, Dokumentationen oder den Audiokommentar.
Sprachlich übrigens ist es sehr vorteilhaft, Englisch zu können oder einen Dolmetscher zur Seite zu haben, denn - natürlich - ist der Film auf Englisch und Untertitel gibt es lediglich in Englisch, Spanisch und Französisch.
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