|
|
Universal 100% Entertainment
Entdecken Sie den Universal Entertainment Shop bei Amazon.de: Auswahl der Universal Film Promos, Kinofilme zum Vorbestellen und die Highlights des Jahres. |
Produktinformation
|
Schon die Anfangssequenz überrascht mit spektakulären, nicht in der ursprünglichen Version enthaltenen Bildern. Weltraumaufnahmen, die sich Regisseur Adrian Maben u. a. bei der NASA und der ESA auslieh, stimmen kongenial auf das spacige Live-Erlebnis ein. Die Original-Songs "Echoes Pt. I", "Careful With That Axe Eugene", "Saucerful Of Secrets" (sehr harte Version), "One Of These Days...", "Mademoiselle Nobs" (mit dem jaulenden Hund), "Set The Controls For The Heart Of The Sun" (mit Bildern der ersten Mondlandung) und "Echoes Pt. II" werden in gewohnter Ausführlichkeit inklusive beeindruckender Naturimpressionen dargeboten, wobei insbesondere die stimmungsvollen Lavaaufnahmen und die Kamerafahrten durch das alte Amphitheater ein Augenschmaus sind. Drei Tage lang ließen sich Pink Floyd im Oktober 1971 von Mabens Crew in dem wunderschönen Theater filmen, und das Ergebnis überzeugt auch heute noch durch seine Live-Authentizität und audiovisuelle Magie.
Da in Pompeji keine weiteren Songs aufgenommen wurden, greift der Director's Cut auf an anderen Orten mitgeschnittenes Extramaterial zurück: Zwischen den Liedern wird man Zeuge von lustigem Kantinenherumgealbere sowie kurzen Interview-Passagen und darf der Band beim Einspielen ihres 73er-Meilensteins The Dark Side Of The Moon zusehen. Die beiden mit sehr edlem, atmosphärischem Bildmaterial unterlegten Dark-Side-Nummern "Us And Them" und "Brain Damage" sind zusammen mit den High-Tech-Computeranimationen bei "Echoes Pt. II" die Highlights einer Runderneuerung, die aus dem 62-minütigen Original-Live-Film einen abwechslungsreichen, 92-minütigen Allround-Streifen macht, den jeder Floyd-Fan im Regal stehen haben sollte. --Michael Rensen
1) Absolut toll, daß es diesen Film eines hervorragenden Konzerts der Band endlich auf DVD gibt.
Eigentlich: Basta! ...aber:
2) Man sollte, wenn man die DVD das erste Mal sieht, erst das Original-Konzert genießen und erst dann den teilweise fragwürdigen "Directors Cut", nur so bekommt man einen wahren Eindruck davon, welche Athmosphäre ein Konzert dieser Band Anfang der 70er hatte.
3) zu den Fragwürdigkeiten des "Directors Cut":
a) wie schon einige Kritiker zu Recht bemerkt haben, wirken die zusätzlichen Aufnahmen "draufgesetzt" und leider wurden dafür Original-Filmteile des Konzerts weggeschnitten - ich will aber die Band sehen, und nicht irgendwelche Zeitrafferaufnahmen von Neapel oder Weltraumbilder. Auch die Studio-Aufnahmen von "Dark side..." hätte man bei den "Features" unterbringen sollen, sie sind zwar interessant, stören aber den Ablauf des Films.
b) die 16:9-Version ist eine aufgezoomte 4:3-Version, man hat also die oberen und unteren Teile des Bildes einfach weggeschnitten. Man sieht das überall, z.B. sehr deutlich beim Anfang von "Set the controls...", hier sieht man in der 4:3-Version den kompletten Roger Waters mit einem kompletten großen Gong, in der 16:9-Version fehlen oben und unten Teile der Person und des Gongs.
c) wenn tatsächlich eine 24-Spur Tonaufnahme existiert, wäre es doch kein Problem gewesen, eine einigermaßen gelungene 5.1-Version herzustellen. Dass man dies nicht getan hat, ist mir unverständlich.
Trotzdem - kaufen, geniessen und darauf warten, dass endlich "Pulse" als DVD erscheint, hoffentlich dann nicht mit den erwähnten Schwächen - und, bitte, keinen "Directors Cut"!.
Die Hauptkritik an diesem Werk bezieht sich auf die sogenannte Original-Version. Um Missverständnisse auszuschließen: Die Original-Kinofassung aus den Siebziger Jahren enthielt bereits dokumentarisches Material und zeigt die Band bei der Arbeit an ,Dark Side Of The Moon' und in der Studio-Kantine. Auch Einzelinterviews waren schon enthalten. Das gesamte Material wurde mit kleinen Veränderungen in den Director's Cut übernommen. Lediglich einzelne weniger interessante Szenen wurden mit neuem Material überlagert. Der sogenannte ,Original-Konzertfilm' in den Extras des Director's Cut enthält dagegen nur die Konzertaufnahmen in Pompeji (und gelegentlich auf der Bühne), die aber bereits mit Landschaftsaufnahmen und Wandbildern aus Pompeji bearbeitet sind. Das allein zeigt, dass Adrian Maben von vorne herein einen Stilmix aus Konzertfilm und Band-Doku im Auge hatte. Dieses Ziel hat er beim neuen Cut nur noch konsequenter verwirklicht. Bis auf die simple Tatsache, dass durch die neuen technischen Möglichkeiten und das Zusatzmaterial der Film nicht mehr ,authentisch' sein kann, lässt sich daran nichts aussetzen. Meiner Meinung nach ist die zur Schau gestellte Empörung über den Director's Cut das Ergebnis simpler Nostalgie.
Übrigens: Ich rechne es Maben hoch an, dass er damals nach dem großen Erfolg des Films in den Siebziger darauf verzichtet hat, ähnliche Konzertfilme zu drehen - wie etwa ein vorgeschlagenes Projekt mit Deep Purple im Grand Canyon. Es spricht für ihn, dass er dieses eine Werk so sehr liebt, dass er es noch dreißig Jahre später neu bearbeitet.
Ich finde die neue Version toll - den reinen Konzertfilm ohne Doku-Material habe ich mir angeschaut und mich, ehrlich gesagt, ein bisschen gelangweilt. Die Mischung macht's!
|
|
|