Ich war zwar skeptisch, was mich erwarten würde, nachdem "Pink Bubbles Go Ape" von vielen Fans als eines der beiden schlechtesten Alben der Band bezeichnet wurde, aber daß ich es in meiner Helloween Sammlung haben musste war trotzdem klar.
Beim ersten Hördurchgang konnte ich mich auch wirklich nicht so sehr für die Scheibe erwärmen. Ein paar Songs drauf fand ich auf Anhieb geil, aber beim Rest wusste ich nicht, was ich davon halten sollte.
Aber das hat sich mit jedem weiteren Hördurchgang geändert, und es gab viele, nachdem ich von manchen Songs plötzlich regelrecht Ohrwürmer hatte und die Scheibe deshalb immer wieder hören musste.
Jetzt bin ich überzeugt: Das Album ist völlig unterbewertet - und nebenbei erwähnt noch nicht mal ein wirklich untypisches Helloween-Album.
"Pink Bubbles Go Ape" ist vielleicht ein etwas komisches Intro, aber es passt irgendwie, von daher kein wirklicher Minuspunkt.
"Kids of The Century", "Back On The Streets" und "Someones Crying" sind sowieso Powermetalkracher wie sie für die Jungs typisch sind - und dabei fressen sich vor allem die Refrains dermaßen ins Gehirn, daß man sie nie mehr rauskriegt.
"Goin Home" ist dann ein typischer eher im Mid-Tempo gehaltener Rocker, wie man sie von den Jungs immer wieder mal zu hören kriegt.
"I m Doin Fine, Crazy Man" scheint auf den ersten Eindruck etwas seltsam, find ich aber mittlerweile gerade deswegen geil.
"Heavy Metal Hamsters" ist etwas schwächer - aber trotzdem durchaus genießbar.
Auch die Songs "Mankind" und "The Chance" sind eigentlich coole Nummern, und die Ballade "Your Turn" rundet das ganze sehr nett ab - auch wenn Helloween bessere Balladen haben.
Und das Cover der Platte mag vielleicht komisch oder für den einen oder anderen sogar blöd aussehen - aber ich find es mittlerweile gar nicht mehr so schlecht, und mit Sicherheit kreativer als viele andere Plattencover heutzutage.
Fazit: Meiner Meinung nach ein gutes Album. Wenn man sich mal die Mühe macht, es öfter anzuhören, erkennt man durchaus die typischen Helloween-Trademarks, und die Songs sind wirklich alles andere als schlecht.
Natürlich gibt es bessere Alben der Band, aber dennoch braucht sich diese Platte nicht zu verstecken.
Jedem neuen Helloween-Fan kann ich nur raten: Hört nicht auf die Stimmen, die Euch einreden wollen, das Album wär eins der schlechtesten der Band, und hört lieber erst mal selber rein und macht Euch ein eigenes Bild. Dafür ist Youtube ja da ;)