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Pinguine frieren nicht
 
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Pinguine frieren nicht [Gebundene Ausgabe]

Andrej Kurkow , Sabine Grebing
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 535 Seiten
  • Verlag: Diogenes (September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257063776
  • ISBN-13: 978-3257063776
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 704.406 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrej Kurkow
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Pinguine frieren nicht, und hin und wieder haben sie ein ziemlich heißes Leben. Zumindest, wenn sie Mischa heißen und Teil sind von Andrej Kurkows skurriler Erzählerwelt. Im Roman Picknick auf dem Eis hatte der russische Schriftsteller eben jenen Mischa-Pinguin nach Moskau verfrachtet und als Zimmergenossen bei seiner Hauptfigur Viktor einquartiert. Als erfolgloser Schriftsteller erhielt dieser vom Chefredakteur einer Zeitung den Auftrag, Nachrufe auf noch lebende Prominente zu schreiben, die sich dann allerdings hartnäckig dem Tod verweigerten: Ein tragischer Umstand für einen Autor, der sich endlich publiziert sehen will. Glücklicherweise wurde dieser Grund in Picknick auf dem Eis durch ein paar Morde der Mafia etwas abrupt aus der Welt geschafft.

Nun ist die Mafia hinter Viktor her, und als er in jener Klinik in Teofania auftaucht, die Mischa einstmals operiert hat, muss er erfahren, dass sein bester Freund inzwischen von finstren Gesellen entführt worden ist. Nur ein Zettel mit einer Botschaft bleibt als Spur zurück. Erst der Besuch eines von der Mafia belieferten Friedhofs, auf dem Viktor nicht nur auf bekannte Tote stößt, bringt weitere Klärung. Natürlich macht sich Viktor sofort auf die Suche nach dem Pinguin. Mit einer neuen Identität im Gepäck, die ihm auf einer Polarstation quasi aufgedrängt wurde, stellt er sich der kalten Verbrecherwelt. Und zum Schluss -- das darf man ruhig verraten -- gibt es ein (wenn auch melancholisches) Happyend.

"Jede Geschichte hat ihren Schlusspunkt", heißt es irgendwo in Pinguine frieren nicht: "Nicht unbedingt ein Finale, der Punkt ist wichtiger. Und einen dickeren Punkt als den Tod gibt es nicht." Was Kurkow angeht, so hat er viele dicke Punkte hinter die gelungenen Sätze seines faszinierenden Romans gesetzt. Bis zum Finale hat man deshalb große, trotz des kühlen Themas erwärmende, Lesefreude. --Thomas Köster

Pressestimmen

"Große Gedanken über Lebenssinn, Liebe und Seelenfrieden, mit leichter Hand in die Odyssee eines einsamen Menschen verpackt. Kurkow muss nicht böse oder radikal sein, um mitten ins Herz zu treffen." (Annett Klimpel/Der Stern)

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Von Kinofilmen kennt man es, dass meistens ein zweiter Teil produziert wird, der noch spektakulärer, dramatischer, brutaler, aufwändiger usw. als der erste Teil sein soll. Oftmals wird bei der Umsetzung dieser Vorgaben maßlos übertrieben und ein Film produziert, der die Qualität seines Vorgängers bei weitem nicht erreicht - sprich: das Ergebnis solcher Vorhaben ist meist nur ein billiger Abklatsch.

Sieht man sich die Fortsetzung von Andrej Kurkows "Picknick auf dem Eis" oberflächlich an, so könnte man gleiches befürchten. Das Buch ist fast doppelt so dick, als sein Vorgänger und Viktor hält sich nicht mehr nur in Kiew und Umgebung auf, sondern umreist die halbe Welt - unter anderem geht es ins umkämpfte Tschetschenien. Sexszenen werden ebenso umschrieben, wie Situationen, in denen Viktor brutal zusammen geschlagen wird. Das lässt befürchten, dass auch dieses Buch nur ein billiger "spektakulärerer" Abklatsch seines grandiosen Vorgängers sein könnte.

Das ist es aber nicht. Dafür sorgt schon alleine mal wieder Andrej Kurkows einzigartiger und zugleich auch unspektatulärer Schreibstil aus "Picknick auf dem Eis", dem er in diesem Fortsetzungsroman absolut treu bleibt.

Der Kiewer Autor scheut sich nicht vor Emotionen, stellt Gefühlsduselei im nächsten Moment der kühlen Realität gegenüber, und Viktor wird mal wieder zwischen allem hin und hergerissen - zusammen mit dem Leser -, mit viel Trubel und jeder Menge neuer Leute sowie alter Bekannter um sich herum, aber trotzdem einsam. Das Buch, so abenteuerlich auch sein Verlauf ist, hebt inhaltlich, wenn überhaupt, nur selten ein klein wenig ab.

Der großartige Nebendarsteller Mischa tritt erst spät in Erscheinung. Man vermisst ihn aber nicht ganz so sehr, weil sich eine ebenso wunderbare Nebendarstellerin dazu gesellt: die kleine Sonja, die letztendlich zur Hauptdarstellerin neben Viktor avanciert.

Nebenbei gibt es neben jeder Menge Wodka, Cognac, Kaffee und Tee noch ein bisschen Romantik bei Grießbrei mit Marmelade und Butter. Nicht zu vergessen ist auch der Winnie-Puh-Emailbecher, der Viktor ans Herz wächst.

Mal zieht sich die Handlung des Buches eine ganze Weile hin, mal geht es dann plötzlich wiederr Schlag-auf-Schlag geht, das alles natürlich versehen mit dem kühlen, trockenen, teilweise auch sehr makaberen Humor, wie wir ihn schon aus "Picknick auf dem Eis" kennen. Egal, ob es sich gerade hinzieht oder Schlag-auf-Schlag geht: langweilig wird es dem Leser dabei nie. Und letztendlich wird er jedes Mal, wenn er zu dem Buch greift, mehr von den kleinen, praktischen Kapiteln lesen, als er es sich zuvor vorgenommen hatte.

Dieses Buch wird die allermeisten seiner Leser fesseln, sollte aber ausschließlich nach "Picknick auf dem Eis" gelesen werden, da es sich sehr stark darauf rückbezieht.

An jenen Vorgänger kommt es meiner Meinung nach nur fast heran, weswegen ich hier am liebsten nur 4 1/2 Sterne vergeben würde. Zweifelsohne wird es wohl ein jeder lieben, der auch schon "Picknick auf dem Eis" geliebt hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
kein zweites Picknick 7. Juli 2006
Format:Taschenbuch
In meinen Augen ist der erste Band ("Picknick auf dem Eis") besser: Stimmiger, poetischer, einfallsreicher - und melancholischer.

Nicht, dass dieser Roman all das nicht wäre: Man erkennt die Personen des ersten Bandes wieder (auch die, die eigentlich tot sein sollten) und freut sich über die Abenteuer von Viktor in der Fremde.

Aber für meinen Geschmack wird unser Held ein wenig zu oft zusammengeschlagen, betäubt, verschleppt und gegen seinen eigentlichen Willen in eine Aufgabe gedrängt. Das nutzt sich ab.

Angenehm zu lesen in seiner schönen Mischung aus Traurigkeit und Komik, aber eben nur eine Fortsetzung.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungene Fortsetzung 12. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Schräg., skuril und absurd - das neue Buch von Kurkow führt in eine Welt voller Geheimdienstler, Zwielichtiger, Benachteiligter, aber auch ganz normaler Menschen, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen, ihr Leben zu meistern. Ein sehr liebenswertes und unterhaltsames Buch, dessen Protagonist einem immer das Gefühl vermittelt, helfend eingreifen zu müssen. Und nach vielerlei Umwegen will man zum Schluß wirklich wissen, wie der Autor seine "Helden" enden läßt!
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