Wer hätte je gedacht, dass eine Provinz wie Wuppertal mal der Nabel der zeitgenössischen Tanzwelt in Deutschland werden könnte? Vermutlich hat sich selbst Wuppertal nicht denken können, als es Pina Bausch als Choreografin ans Theater holte. Doch schnell kristallisierte sich das Phänomen Bausch heraus.
Raimund Hoghe gibt einen interessanten Überblick über Pinas wichtige Choreografien. Er beobachtet nicht nur und lässt Choreografin und Tänzer/innen zu Wort kommen, sondern es gelingt ihm, etwas von dieser ganz besonderen Arbeitsatmosphäre aufzufangen. Man bekommt eine Ahnung davon, wie inspirierend die Zusammenarbeit mit dieser Außnahmechoreografin sein muss.
Als extra Schmankerl hat das Buch viele beeindruckende Bilder der verschiedensten Inszenierungen zu bieten. Spätestens bei diesem ästhetischen Anblick wird auch der größte Laie die Tanzstücke live erleben wollen. Und das ist auch der einzige Abszugspunkt: Egal, wie gut Pina Bauschs Arbeit auch beschrieben wird - es kann nicht das Schauen von Tanz ersetzen.