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Pilze und Menschen: Gebrauch, Wirkung und Bedeutung der Pilze in der Kultur [Gebundene Ausgabe]

Christian Rätsch
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

29. September 2010
Pilze begleiten den Menschen seit langer Zeit, doch an ihnen scheiden sich Geister und Kulturen: Sie werden entweder geschätzt und als nützlich angesehen, oder aber sie werden gefürchtet und mit Giftmord, Tod und Grauen assoziiert. Nach dem Begründer der modernen Mykologie, R. Gordon Wasson, lassen sich die verschiedenen menschlichen Kulturen denn auch als mycophil, »pilzliebend«, oder mycophob, »pilzhassend«, einordnen. So gibt es Kulturen, die Pilze hoch schätzen und sie verbreitet als Nahrung, Medizin und Rauschmittel verwenden, während andere Kulturen die Pilze meiden, sie mit Angst und Argwohn betrachten und ihnen jeden Nutzwert absprechen. Der international renommierte Ethnopharmakologe Christian Rätsch erzählt auf anschauliche Weise, begleitet von vielen seltenen Abbildungen, aus der Geschichte der Ethnomykologie und stellt die weltweiten kulturellen Verwendungen von Pilzen vor. Pilze dienen und dienten als Nahrungs- und Genussmittel, als Medizin und Heilmittel, als Zunder zur Feuererzeugung, als Zauberpilze für schamanische Rituale, als Inspiration für Literatur und Kunst.

Hinweise und Aktionen


Wird oft zusammen gekauft

Pilze und Menschen: Gebrauch, Wirkung und Bedeutung der Pilze in der Kultur + Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen + Der heilige Hain: Germanische Zauberpflanzen, heilige Bäume und schamanische Rituale
Preis für alle drei: EUR 148,80

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: AT Verlag; Auflage: 1. Auflage (29. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3038005428
  • ISBN-13: 978-3038005421
  • Größe und/oder Gewicht: 27,4 x 22,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.951 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Dr. Christian Rätsch geboren 1958, Ethnologe und Ethnopharmakologe, Referent und Autor, studierte Altamerikanistik, Ethnologie und Volkskunde. Seit über zwanzig Jahren erforscht er weltweit schamanische Kulturen und deren Gebrauch psychoaktiver Pflanzen. Von ihm stammen zahlreiche Bücher, u.a. das Standardwerk »Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen«.

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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mathias Tietke TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Was der renommierte Ethnologe und Ethnopharmakologe Dr. Christian Rätsch (Jahrgang 1957) in diesem grandios bebilderten und gestalteten Band präsentiert, ist eine Kulturgeschichte der Pilze, die wirklich alle (!) Aspekte dieses Themas erfasst.

Vom Wunderreich der Schwämme und den Pilzen zum Feuermachen, den Pilzen zum Essen, zum Trinken, zum Heilen, zum Lieben und zum Färben (!) bis zum Stellenwert der Pilze im Schamanismus, in den Religionen, in der Kunst und im Märchen - der Autor hat alle Facetten dessen, was Pilze bedeuten, bewirken und symbolisieren, kenntnisreich und kurzweilig beschrieben.

Christian Rätsch räumt mit Vorurteilen und Klischees auf (z. B. und unter anderem damit, dass der Amanita muscaria, also der berüchtigte Fliegenpilz, gar kein Giftpilz, sondern ein Glücks- und Speisepilz ist mit halluzinogenem Potential, je nach Zubereitung).

Die Texte zu den einzelnen Themen sind einerseits gut (im Sinne von leicht) zu lesen, andererseits sind die Ausführungen stets wissenschaftlich abgesichert durch Belege und präzise Quellenangaben; entsprechend umfangreich ist die Bibliografie, und auch das Register ist für gezielte Suche und zum Nachschlagen sehr nützlich.

Ganz gleich ob man Pilze mag oder gar ablehnt, also ein Mykophobiker ist (und auch das wird in diesem Buch thematisiert), ganz gleich ob man Pilzsammler ist oder "nur" an Kulturgeschichte interessiert ist, - das üppig illustrierte Buch "Pilze und Menschen" öffnet und erweitert den Horizont und ist somit sehr lesens- und empfehlenswert.
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22 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pilze sind ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte 25. Oktober 2010
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Wer Pilze nur als Champignons kennt, wird gleich mit dem Titelbild auf seine grosse Bildungslücke hingewiesen. Aber selbst bestandene Mykologen, so heissen die Pilzfachleute in der Wissenschaftssprache, können von Christian Rätsch noch einiges lernen. Denn der 1957 geborene Ethnologe, Etnopharmakologe und Etnobotaniker, dessen Aussehen mich an meine Hippiezeit erinnert, erforscht seit über zwanzig Jahren auch schamanische Kulturen und den psychoaktiven Gebrauch von Pilzen.

Der promovierte Wissenschaftler liefert zwar keine detaillierten Rezepte für den psychodelischen Heimgebrauch von Sporengewächsen, durchforstet das Wunderreiche der Pilze und Schwämme aber bis in die hintersten Winkel. Dort finden wir Pilze zum Feuermachen, Räuchern, Rauchen, Schnupfen, Heilen, Trinken, Lieben, Färben, Töten und natürlich auch zum genussvollen Essen. Und weil diesen wundersamen Gaben der Naturereignissen die Menschen schon früh faszinierten, ist das Buch von Christian Rätsch auch eine Kultur- und Religionsgeschichte. Texte und Bilder im Kapitel "Pilze zum Hexen" machen allerdings klar, dass die Ansichten zum Gebrauch von Pilzen auch zu Stellvertreterkriegen führten.

Die Leidenschaft, mit der sich der Autor seinem Forschungsgebiet widmet, führt auch dazu, dass er über ein riesiges Archiv an Bildern und Illustrationen verfügt. Und von denen sind einige so schön und aussergewöhnlich, dass sie eine Doppelseite in Anspruch nehmen dürfen. Meist farbige Fotografien gibt es auch zu folgenden Themen: Pilze in der Mythologie, Kunst, Religion und im Märchen. Zudem erzählt der Autor seinen Lesern merkwürdige Pilzgeschichten und literarische Beispiele. Das Spektrum ist also so gross, dass bestimmt jeder Pilzliebhaber auf seine Rechnung kommt.

Der Qualität des Inhalts wird zum Glück auch seiner Darbietung gerecht. Die Bilder sind in einer hervorragenden Druckqualität und werden durch gestalterisch herausgehobene Zitate, Exkurse, Quellenhinweise und nützliche Erklärungen ergänzt. Und zum Schluss gibt es noch eine ausführliche Bibliographie, Bildnachweise und ein Register.

Mein Fazit: Ein ganz besonderes Buch für Pilzfreunde, weil sein auf diesem Gebiet renommierte Autor auch Aspekte beleuchtet, die vielen unbekannt sind oder nicht in dieser Ausführlichkeit behandelt wurden. Wer allerdings bewährte oder neue Rezepte für Eigenversuche mit psychoaktiven Pilzen sucht, muss im Internet nachforschen. Christan Rätsch will vor allem zeigen, in welchen Wunderwelten die Pilze zu Hause sind und was sie zur menschlichen Kulturgeschichte beitrugen.
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