Gesamteindruck:
Gegenüber den mir bekannten Produktionen "München - San Francisco" und "Nordpol" . . ist ein deutlich besseres "Anbieten" des Fluges merkbar. Auch ist auf besondere Flugempfindung bedacht genommen worden. Ein sehr gelungenes Produkt, sowohl in der Regie, dem Schnitt, als auch der videotechnischen Qualität. Mein Exemplar war eine DVD Kopie. Nicht auszudenken wie die Darstellung in HD sein wird.
Report:
Die ausführlichere flugtechnische Abwicklung in einer sonst eben "österreichischen" Form, mit den installierten Personen, Chefpilot Hans Klikovich und Frau First Officer Cornelia Ollinger, ist locker, jedoch keinesfalls bagatellisierend, begeistert begeisternd und kommt voll tragend "herüber". Die Sprache der beiden ist unpräzise deutsch und wahrscheinlich deswegen besonders charmant, was sicherlich auch unterhaltend wirkt.
Niemals kommt die Information zu kurz und man spürt die Begeisterung der beiden, diesen Flug in dieser Form durchführen zu können, um den Zusehern die optimale Darbietung möglich zu machen. Vom "pushback" bis zur Landung in Barcelona hat man die Möglichkeit den Flug nicht nur wie ein Passagier zu erleben. Mit vielen Einspielungen, vom Rollweg bis zu den einzelnen in der Handlung bewegten Instrumenten wird dem Betrachter das wirkliche Geschehen begeisternd dargeboten, wobei auch nicht kleine eingestreute Episoden zu kurz kommen. Immer wieder wird man von den Darstellungen und Bildern von der Strecke überrascht und insgeheim hofft man, der Flug möge nicht zu Ende gehen. Aber kaum in die Sinkphase gekommen, hält einem schon wieder der Landevorgang in Spannung. Wobei ich ganz speziell auf die einzelnen Bilder während der Strecke Wien - Barcelona eingehen möchte. Abgesehen davon, dass "die Chefs da vorne" mit aller Höflichkeit den Flugleitern und Lotsen "einen Traumkurs abgewinnen" konnten, sind die videotechnischen Leistungen besondere Anerkennung wert. So ist unter einigen anderen, der fast "Vorbeiflug" am Matterhorn ein Höhepunkt der Möglichkeiten, in dieser Höhe fliegend, ein derartiges Erlebnis anbieten zu können. Grossartig und bedenkt man von wie vielen Details so eine Darbietung abhängt, scheinen auch alles und "alle mitgespielt" zu haben. Weiters ist die Landung in Barcelona, mit dem Blick zur Rechten, über die Skyline der Stadt zu erwähnen, während des ohnehin äusserst interessanten Landevorgangs, eine besondere Leistung, auch der Regie
und des Schnittes. Erklärend die Szenen in der Zeit des Vorbereitens für den Rückflug, wovon man sich sonst keinerlei Begriff machen kann. Manchmal fast schon zu ausführlich, aber nie überheblich oder den "Besseren" hervorkehrend, informiert der Chefpilot der AUA über zuvor von den meisten nicht vermuteten Tätigkeiten einer Crew.
Wenn überhaupt etwas negatives anzubringen sei, so sind, speziell auf dem
Rückflug, manchmal die geografischen Erklärungen mit den zu sehenden Details nicht synchron. Doch ist das in diesem Augenblick gezeigte, ohne speziell zu wissen wo man sich befindet, auch sehr interessant. Bedenkt man, dass es sich bei diesem Flug offenbar um keinen Sonderflug wie bei der Produktion "Nordpol" handelte, sind die Manipulationen der beiden Piloten, wie etwa um den Grossglockner näher sehen zu können, ganz besonders zu erwähnen. Nach Anfrage und Erlaubnis, mit der Begründung "for sightseeing" den Autopiloten zu drehen um dem Flugzeug zuerst in einer Weg- und dann in einer Hinbewegung jene Position zu geben, dass der Betrachter durch die Kameraposition zum Beispiel den Glockner "besser zu Gesicht bekommt", ist schon eine Anerkennung, zumindest jedoch eine Erwähnung wert. Wie überhaupt interessant wäre, wie sich das Urteil der beiden Piloten über die Produktion angehört hat. Abgesehen vom Urteil mit "sich selbst dargestellt" oder im Spiegel nicht zufrieden zu sein, werden sie sicherlich sehr stolz sein auf die geleistete Arbeit.
Das der Rückflug gegenüber dem Hinflug, sowohl zeitlich, wie auch dargestellt, "etwas zu kurz" kommt, ist zuerst etwas enttäuschend. Bedenkt man aber die nicht unbedingt willigen italienischen FlugleiterInnen einerseits und den Inhalt des zu zeigenden auf der Rückroute, lässt sich dies ohne weiteres ertragen". Noch dazu, wo mit der schon vorhin erwähnten Handlung uns der Grossglockner doch noch näher gebracht wurde.
Zusammenfassung:
Ein Produkt das seine Freunde solcher, in bisher kaum vorgefundenen
Art und Form, vor allem in der Qualität, findet.