HIFI Test
Fast zehn Jahre sind vergangen seit seinem letzten Album mit Originalmusik. Fast schien es, als würde er sich als Retro-Mann vollkommen dem Blues verschreiben. Jetzt hieß es im Vorfeld der Veröffentlichung sogar, daß der Fans mit einem Versuch von Modernität rechnen müsse. Na ja. Es gibt slow songs wie gehabt, der Blues ist präsent, auch akustische Motive. Das Programming bleibt dezent, dafür gibt´s auch mal laute Fuzz-Gitarre. Der Rest ist pseudo-funky und erinnert an Zeiten, als der Soul zum Phillysound mutierte. Das Ganze wird oft mit dem London Session Orchestra voluminös orchestriert. Ganz nett. Wer aber einst für den Spruch "Clapton ist Gott!" verantwortlich zeichnete, hat den Mann gänzlich überschätzt. Gepflegte Unterhaltungsmusik eines Ex-Gitarrengottes für ältere Semester
© HIFI Test - Detlev Kinsler
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Ein begnadeter Gitarrist ist Eric Clapton noch immer, nur streut er die Soli heutzutage eher beifällig ein. Am markantesten hier ist die neue Tändelei mit Samples und Loops, Folge des T.D.F.-Projekts mit Simon Climie - und seine erstaunliche vokale Bandbreite, bis zur Subtilität eines Curtis Mayfield ("Pilgrim"). 14 Songs zeigen Clapton in feiner Form mit lyrischem Pop, funky Rock, zartem Akustik-Stil, rohem Blues. Nur wenn er über verlorene Liebe sinniert ("Broken Hearted"), wird's schon mal süßlich statt sinnlich. ** Musik: 04-05
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Stereoplay
Mit "Pilgrim" beendet Eric Clapton seine Schaffenspause seit der 1994er Blues-Hommage "From the Cradle". Doch halt: War da nicht was? Klar doch: die 96er Single "Change The World" zum Beispiel - und vergangenes Jahr ein Projekt namens TDF, hinter dem sich niemand anders verbarg als Simon Climie (Ex-Climie & Fisher, deren einziger echter Hit 1988 "Love Changes Everything" hieß), und eben "Slowhand" höchstpersönlich. Die Kooperation zeitigte auf "Retail Therapy" eine Art Ambientpop mit Gitarren-Garnitur - und sie wirkt bis heute nach. Climie agiert nicht nur als Keyboarder, sondern, zusammen mit Clapton, auch als Produzent - mit Auswirkungen vor allem auf den rhythmischen Sektor. Oft geben dezente Dancebeats den Takt an ("Pilgrim", "One Chance", selbst in "Broken Hearted" mit keltischer Whistle), und häufig schmückt allerlei elektronisches Beiwerk die Titel. Diese kommen meist als klassisch durchkomponierte Popsongs daher; Single-Kandidaten sollten sich daher reichlich finden lassen. Als erstes fiel die Wahl auf den Pop-Reggae "My Father's Eyes": melodisch etwas schwach auf der Brust, was "Slowhand" aber mit ausnehmend schönem Spiel wettmacht. Durchweg fein gelangen die Balladen, allen voran "You Were There": ein würdiger Nachfolger für "Change The World". Begleitet wird der Chef von langjährigen Weggefährten wie Andy Fairweather-Low (Gitarre) oder Drummer Steve Gadd sowie prominenten Gästen wie Paul Carrack (Orgel), Joe Sample (Piano) und Bassist Natan East, die allesamt so präzise wie diszipliniert aufspielen. ** K: 8-9
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Produktbeschreibungen
My Fathers EyesRiver Of TearsPilgrimBroken HeartedOne ChanceCircusGoing Down SlowFall Like RainBorn In TimeSick And TiredNeeds His WomanShes GoneYou Were ThereInside Of Me