- Audio CD
- Anzahl Disks/Tonträger: 1
- Format: Import
- Label: Wea
- ASIN: B005C8X2XW
- Weitere Ausgaben: Audio CD | Hörkassette | Vinyl | MP3-Download
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Dieses Album erschließt sich nicht beim ersten Hören, wirkt fast sperrig, langweilig, schläfrig. "Gott, wie uncool", denkt man, unwillkürlich und ohne es wirklich böse zu meinen. Schließlich ist es "SLOWHAND", der da spielt. Doch hat die Musik halt nichts modernes, sie "groovt" nicht. Nicht wirklich. Pech: Die Platte "schunkelt" oder "rockt" auch nicht. Sie ist soooo jenseits aller Sensation. Definitiv kein Hit.
Auch bei zweiten und dritten Hören weckt die Musik nur mäßiges Interesse. Man ist fast versucht, zu gähnen. Warum nur legt man die CD eigentlich immer wieder auf ? Seltsam !
Beim "zwölften Hören" stutzt man, plötzlich und unvermutet. Was ist das für herrliche, ruhige, fast meditative Musik ? Clapton ? Reaktion: "Ach ja, die habe ich ja mal gekauft". Auf einmal hört man bewußter zu.
Danach wird man süchtig. Nach der Tiefe, der Ruhe in dieser Musik, die (leise) Freude, Trauer und Schlichtheit vermittelt. Es steckt Kraft in dieser Musik ! Stärke ! Klingt seltsam, ist aber so.
Soul food to go ! Sollte man sich gönnen ! Wenn nichts mehr, gar nichts mehr geht oder die Batterie völlig leer ist. Bleifreies Benzin für die Seele ! Ohne Risiken und Nebenwirkungen!
Clapton hat man viel vorgeworfen. In die Beliebigkeit ist er zuweilen abgerutscht. Hat gottgleichen Status verspielt, indem er sich in Pop-Gefilde trieben ließ. Und der eine oder andere Griff ins Mainstream-Klo lässt sich ganz bestimmt nicht leugnen. ABER (und man kommt um die zum Klischee verkommene Begebenheit in jeder Clapton-Rezension einfach nicht drumherum) auf einen "God" Zwischenruf zu Beginn eines Konzertes in den späten Siebzigern reagierte Clapton mit einer kurzen Pause und dem Satz: Ich bin nicht Gott. Ich bin nur der beste Gitarrist der Welt. Warum, um alles in der Welt, muss er das in jedem Album wieder neu beweisen?
Zu Pilgrim befragt äußerte sich Clapton zweierlei: er habe keine Lust mehr Solis zu spielen. Und dass Pilgrim eine Platte nur für ihn sei, auf der man ihn neu entdecken könne. Wenn man will. Zugegeben hat Simon Climie mit Climie/Fisher bestimmt schon genug Unheil in der Musikgeschichte angerichtet, als Clapton jetzt auch noch mit manchem Drum-Loop die Harmonien zu verhageln. Aber wer sich River of tears, Pilgrim und auch She's gone zweimal anhört, entdeckt in vielen Dingen, dass Clapton sich gar nicht sonderlich weit von dem entfernt hat, was er schon immer gemacht hat: Blues in allen weitläufigen Variationen, passend zu einem Leben voller Tiefen. Clapton hat das am eigenen Leib erfahren. Und sich mit Pilgrim freigeschwommen.
Die beste Nachricht zum Schluss: Gott lächelt wieder einmal.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|