"Christ" geht auf Wanderschaft, die Wanderschaft als Vorschattung des eigenen Lebens.
Eine Pilgerreise hin zum verheißenen Land. Wie kommt er da hin? Er trifft Evangelist und der erzählt ihm, er müsse dort hinten durch die enge Pforte eingehen, den schmalen Weg...
Was er dabei alles erlebt und wem er dabei alles begegnet, Personen deren Namen auch ihre Eigenschaft ist: Herr "Stur" und der Nachbar "Willig", "Weltklug", "Gesetzlich", "Ausleger", "Leidenschaft", "Formalist", "Heuchler", "Simpel", "Mißtrauisch", "Furchtsam", "Faul" und "Dünkel", "Moral" und viele viele mehr, wollen ihn von seinem Ziel abbringen und ihm leichtere Wege aufzeigen...
Aber er trifft auch die Leute "Weisheit", "Gottesfurcht" und Liebe", die ihm weiterhelfen und so bekommt er die Ausrüstung für den weiteren Wegesabschnitt: Schwert, Schild, Helm, Brustpanzer, Beten ohne Unterlaß, und Schuhe...
Unterwegs trifft Christ mehrere Weggefährten, wie "Getreu", "Hoffnungsvoll" aber auch Leute wie "Schwätzer"...
Es geht durch die Stadt "Verderben", das "Tal der Demütigung", den "Berg der Beschwernis", den "Markt der Eitelkeiten", sie treffen "Beelzebub", "Schmeichler", "Haßgut", "Aberglaube", "Üppg, "Ruhmsucht und den edlen Herrn "Geizhals".
Der Riese "Verzweiflung" der mit seiner Frau "Mißtrauen" auf der Zweifelsburg wohnt nimmt sie gefangen und quält sie bitter - aber sie können fliehen...
Viele Abenteuer sind zu bestehen!
Sehr spannend geschrieben, von einem verfolgten Kesselflicker, der im unruhigen, bürgerkriegsgeschüttelten England des 17. Jahrhundert lebte und predigte. Er wurde eingesperrt, weil er sich weigerte sich der Staatskirche anzuschließen! Saß über 12 Jahre im Gefängnis, im Mittelalter und schrieb dort die meisten seiner Werke!
Ein Mann also, der genau wusste, wovon er redete und schrieb!
Jedem wiedergeborenen Christen neben der Bibel eine Pflichtlektüre!
Ein Roman, der auf jeder Seite klare Bezüge zur Heilgen Schrift darstellt. Ein Klassiker der Erbauungsbücher, ein Schatz und eines der meistübersetzten Werke der Weltliteratur!