Produktinformation
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Überhaupt, Kaiserin Elisabeth von Österreich: In Pilawas Zeitreise ist völlig zu Recht zu lesen, dass durch die beliebten Verfilmungen mit Romy Schneider in der Erinnerung der Deutschen die historische Gestalt und die Filmfigur zu einer Person verschmolzen sind. Nur so ist wohl zu erklären, warum Pilawa (oder sein Ko-Autor) wie in den Heimatfilmen konsequent falsch von einer Kaiserin Sissi sprechen obwohl sich der Kosename der historischen Person nur mit einem s geschrieben hat. Ungenauigkeiten dieses Kalibers gibt es einige im Buch, vor allem da, wo bei der Aneinanderreihung peripheren Wissens doch einmal mehr in die Tiefe gegangen wird. (So stammt zum Beispiel das Rezept für 4711 nicht aus dem Jahre 1792, sondern wurde dem Kölner Kaufmann Wilhelm Mülhens in diesem Jahr nur von einem dankbaren Klosterbruder überreicht.) Wenn man derlei Kritik ebenso unwichtig findet wie es die im Buch geschilderten Ereignisse letztendlich sind, ist Pilawas Zeitreise eine lohnende Lektüre.
Auch Auswahl und Chronologie der Kapitel von Pilwas Zeitreise -- Kaiserin Sissi, Im alten Rom, Die Wikinger, Konrad Adenauer, Die Geschichte des Bieres, Von Spaßmachern und anderen ernsten Angelegenheiten usw. -- wirkt so, als sei das Inhaltsverzeichnis in den Zufallsgenerator eines Quizcomputers geraten. So wird der, der unsere Geschichte verstehen will, vom Buch mehr als enttäuscht. Wer allerdings das Anekdotische, Boulevardeske der Historie (oder auch nur Pilawas Umgang mit ihr) liebt und über die ein oder andere Ungenauigkeit hinwegsehen kann, dem wird der Band durchaus Vergnügen machen. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
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