Mit herkömmlicher Rockmusik hat dieses Werk wenig zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Vertonung eines Gedichtes von Hermann Hesse, welches hier gekonnt vertont wurde. Man merkt, das dies kein Schnellschuß war, man hört, das sich die Band intensiv damit auseinandergesetzt hat. Eine Meisterleistung, die mich auf den Hesse-Trip gebracht hat, dafür danke ich Anyone`s Daughter. Ich bin froh, dieses Werk dieses Jahr live gesehen zu haben, womit ich nicht mehr gerechnet hätte (mit Heinz Rudolf Kunze als Gastsprecher bzw. Gastsänger beim Abschlußstück). Damals war ich leider noch zu jung, als die Originalversion noch mit dem Sänger Harald Bareth aufgenommen wurde. Auch sehr empfehlenswert ist die Doppel-Live-CD "Requested Document Live" auf der andere Glanzstücke von Anyone`s Daughter wie "Nichts für mich" "Tanz und Tod" oder englische Stücke wie "Adonis" oder "Moria" vertreten sind. Eine leider zu erfolglose Band, die auf jedem Album anders klang, ohne seine Wurzeln zu sehr zu verleugnen-für mich eine der besten deutschen Gruppen. And the story goes on-nächstes Jahr soll ein neues Album erscheinen...