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Piktogramme und Icons: Pflicht oder Kür?
 
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Piktogramme und Icons: Pflicht oder Kür? [Gebundene Ausgabe]

Rayan Abdullah , Roger Hübner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28.07.2005

Überall, wo Menschen sind, sind auch Piktogramme. Sie sollen uns schnell und unmissverständlich über das Wichtigste informieren: Wohin, wenn’s brennt? Wo darf man parken? Achtung: In dieser Flasche ist Gift. Die Aussagen von Piktogrammen sollen klar sein. Sie beziehen sich meist auf einen bestimmten Geltungsbereich, und sie sind für alle lesbar: selbst für die, die nicht lesen können. Piktogramme sind Verständigungsmittel in einer globalisierten Welt. Und weil die globalisierte Welt immer mehr Verständigung braucht, werden es immer mehr. Es ist Zeit für eine Grammatik der Piktogramme. Die Autoren beschäftigen sich mit der Bedeutung, Geschichte und Herstellung der Piktogramme. (…) Bereits bei den Olympischen Spielen 1936 wurde jede Sportart durch ein typisches Sportgerät symbolhaft gekennzeichnet, alle Piktogramme hatten einen einheitlichen Ring als Hintergrund. Diese Einheitlichkeit der Bildsprache ist bis heute für alle Piktogramme wesentlich. (…) Sie werden vielleicht gar nicht mehr lange dauern. Denn die Enkel der Piktogramme machen sich bereit: die Icons auf Displays von Handys oder auf Computerbildschirmen (…). Dann brauchen wir wieder eine neue Grammatik.

Stuttgarter Zeitung - Wocheendbeilage, 13.08.2005

Ein Piktogramm ist eine von Menschen – und in der Regel auch für Menschen – geschaffene Abbildung zum Zwecke einer schnellen und eindeutigen sprach- und wortlosen Kommunikation. So weit die Theorie. Dass es in der Praxis manchmal ganz anders aussieht, zeigen die beiden Autoren des Buches “Piktogramme und Icons” gleich im Vorwort: Wenn sich etwa ein Verbotsschild eindeutig an Vögel richtet (so gesehen in Basel) dann scheint Nachhilfebedarf zu bestehen. Und die liefert dieses Buch auf anschauliche und vergnügliche Weise. Neben den Offline-Piktogrammen gehen die Autoren auch auf die im Internet und bei Computerprogrammen verwendeten Icons ein. Mit mehr als 2.000 Abbildungen werden die Funktionen von Piktogrammen beschrieben und Beurteilungskriterien für Gestalter aufgestellt: Von der Konzeption über die Gestaltung bis zur Bedeutung von Kulturneutralität wird der Weg zum guten Piktogramm Schritt für Schritt beleuchtet. (…)

Marketing und Werbung, 28.07.2005

Kaum eine CI kommt ohne sie aus. Sie überschreiten Sprachgrenzen und sind das Salz in der Suppe der nonverbalen, multikulturellen Kommunikation. Was aber ist ein Piktogramm, wie kommuniziert es, was muss man beachten, worin liegen die Chancen und welche Klippen sind beim Entwurf zu umschiffen? Ein umfassendes, fundiertes und kompetentes Kompendium mit viel Background.

Druckmarkt, August 2005

Es gibt heute kein technisches Gerät, vor allem im Bereich der Informationselektronik un der Computerwelt, das nicht via Symbole, also Icons und Piktogramme, bedient werden muß. Doch die Entstehungsgeschichte dieser Zeichen hat nichts mit unserer heutigen Moderne zu tun, sondern mit einer rund 100 Jahre alten. Dem Verkehr und dem Reisen. Piktogramme und Icons sind durchaus eine Stil- und Kultursprache und bedürfen, anders als man meint, der Erziehung zur richtigen Interpretation. Am besten durch die Erfahrung, die der „Leser“ der Piktogramme selbst macht. Wer als Gestalter und Kommunikator auf diesem Gebiet Fehler vermeiden will, ist mit diesem Buch äußerst gut beraten. Da wird nicht polemisiert und der designmoralische Zeigefinger erhoben: „So gehört sich das, so muss man das machen. Und so nicht.“ (...) Das Buch bietet ungleich mehr Bilder als Text, was der Sache angemessen und zu keinem Thema ein Manko ist. Die Fülle der Zusammestellung verblüfft, sie hat zeitlosen Wert. (...) Von den vielen guten Büchern eins der besonderen aus dem Hermann Schmidt Verlag Mainz.

form, September/Oktober 2005

Weder die Klassiker unter den Bildzeichen, allen voran die Verkehrszeichen und die Symbole der Olympischen Sommerspiele 1972, fehlen in dem umfangreichen Werk, noch deren zeitgenössische Varianten, etwa die mit Schriftzeichen kombinierten Piktogramme der EXPO 2002.

BestSeller, 07/08_05

Ob Verkehrsschild oder Verbotstafel, Wegweiser, Hinweis oder gar Logo - die moderne Welt ist bestückt mit Bildzeichen und Symbolen der verschiedensten Ausführungen. Doch Zeichen ist nicht gleich Zeichen: Piktogramme und Icons sind zwar beides Bildzeichen, aber mit unterschiedlichem Anspruch - „Piktogramme retten Leben, und Icons machen Spaß“, fassen die beiden Designer Rayan Abdullah und Roger Hübner zusammen. Spaß soll denn auch ihr gemeinsames Nachschlagewerk „Pflicht oder Kür?“ machen: Mittels mehr als 2.000 gesammelter Abbildungen werden Geschichte, Entwurfsprozess, Herstellung, Wirkung und Anwendung von Piktogrammen beschrieben und beurteilt, Zeichen, Signal und Piktogramm definiert und voneinander abgegrenzt und die Rolle von Piktogrammen im Corporate-Design-Prozess aufgezeigt. Humorvolle Piktogramm-Beispiele sowie Zeichensammlungen von Flughäfen, Verkehrsbetrieben oder aber von sämtlichen Olympischen Spielen seit 1964 bieten zudem umfassende Nachschlagemöglichkeiten und geben Anregungen zum Bessermachen.

FHM, Dezember 2005

Piktogramme helfen Dir, wenn es mit der Sprache hapert. Wie könntest Du sonst in Kirgisien ein Klo finden?

Publishing Praxis, 11-12/2005

Piktogramme und Icons retten nicht nur Leben, sondern machen in diesem Buch auch Spaß. Besonders, wenn Pippo Lionni mit seinen spielerischen Weiterentwicklungen am Werk ist. Spätestens hier wird klar: Piktogramme sind ein stilistisches Gestaltungsmittel, das fast überall eingesetzt werden kann. In der heutigen knalligen Reizüberflutung wirkt die reduzierte Nüchternheit interessant, und der hohe Abstraktionsgrad der Bilder regt zum Denken an. Das Buch beschreibt Geschichte, Konzeption, Gestaltung und Einsatz von Piktogrammen oder auch ihre Implementierung als Zeichensatz. Dennoch handelt es sich in erster Linie um einen Bildband. Die meisten der etwa 240 Seiten zeigen Beispiele: Die Sportpiktogramme von verschiedenen Olympischen Spielen, Schilder, die für Flughäfen entworfen wurden, neue Piktogramme für neue Bereiche (Abfallwirtschaft). Besonders interessant ist das kleine Kapitel über Iconsprache, wo Symbole wie bei den Hieroglyphen in einer Art Grammatik zu komplexeren Bedeutungen zusammengesetzt werden.

Kurzbeschreibung

Ein Piktogramm ist eine von Menschen geschaffene Abbildung zum Zwecke einer schnellen und eindeutigen sprach- und wortlosen Kommunikation. In einer zunehmend globalisierten Welt kommt Piktogrammen eine immer wichtigere Aufgabe zu. Wir sind in den letzten Jahren immer wieder um ein Buch zu Piktogrammen gebeten worden, das ihre Funktion beschreibt, Beurteilungskriterien aufstellt, Entwicklung und Realisierung schildert und mit einer Fülle von Beispielen Anregung bietet. Nun haben wir in Professor Rayan Abdullah und Roger Hübner ein erfahrenes Autorenpaar ÄCorporate DesignÜ für dieses Projekt gewinnen können. Aus Unmengen akribisch gesammelter Piktogramme zeigen sie nicht nur die Vielfalt der Möglichkeiten und Qualitätsunterschiede, sondern geben vor allem auch aufgabenspezifische Lösungsansätze mit auf den Weg. Ein Praxishandbuch mit wertvollen Tipps für alle, die Sprachbarrieren in den Informationssystemen des 21. Jahrhunderts für fehl am Platz halten und deshalb Piktogramme als integr alen Bestandteil des Corporate Design für zunehmend international agierende Auftraggeber sehen. Neben der Offline-Gestaltungsaufgabe "Piktogramm" gehen die Autoren selbstverständlich genauso auf Icons, die "stummen Diener" der Online-Communities ein.

Der Verlag über das Buch

Interview mit den Autoren in "werbetechnik", Nr. 1.2006

Wann haben Sie sich zum ersten Mal mit Piktogrammen und Icons auseinander gesetzt? Abdullah: Unterschiedlich: zum Teil bereits im Studium und später selbstverständlich beruflich. Piktogramme sollten ständiger Begleiter eines visuellen Gestalters sein und zu seinem Repertoire gehören. Sie sind eine der wichtigsten Zeichenkategorien in der visuellen Kommunikation.

Was fasziniert Sie an der Art der bildlichen Darstellung? Abdullah: Die Möglichkeit, mit einer Nachricht visuell auf den Punkt zu kommen. Das Finish ist dann die komplette Serie. Erst durch sie und ihren visuellen Rhythmus können die angestrebte Prägnanz und ihre schöpferische Kraft wirken.

Wie sind Sie an das Buch herangegangen? Hübner: Sehr systematisch. Die Ansprüche, mit dem Buch nicht nur über Beispiele zu inspirieren, sondern auch durch Hintergrundwissen zu sensibilisieren und durch eine schrittweise Herangehensweise zu befähigen, bildeten das Korsett für die Konzeption des Buches. Anschließend haben wir weltweit recherchiert, studiert und ausgewertet. Dabei fanden wir sehr interessante Informationen gerade zu den Olympischen Spielen. Bisher nicht offiziell bekannte Piktogramme kamen an den Tag. Selbst ein in Berlin ansässiger Interessentenkreis, der sich mit der Außendarstellung und Geschichte der Olympischen Spiele beschäftigt, war erstaunt über unsere Recherche-Ergebnisse. (...)

Seit wann gibt es Piktogramme in "modernen" Anwendungen wie Leitsystemen? Hübner: Im Sinne von leitenden Systemen kann man beginnend die Verkehrszeichen erwähnen. 1909 in Paris einigte man sich auf vier verschiedene Verkehrsschilder, die noch heute im Einsatz sind. Diese Zeichen beinhalteten erste Piktogramme und wurden bis heute um viele hundert ergänzt. Wie gut sie leiten, kann man täglich selbst beurteilen. 1968 gründete sich die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen mit dem Ziel, eine Empfehlung für ein einheitliches Leitsystem mit Piktogrammen auf deutschen Flughäfen auszusprechen. Diese Empfehlung war so erfolgreich, daß sie vielerorts bis heute und weltweit Aufmerksamkeit und Anwendung findet.

Unterscheiden sich Piktogramme nach dem Land oder der Region, in dem/der sie eingesetzt werden sollen? Abdullah: Gibt es kulturelle Besonderheiten, müssen diese natürlich berücksichtigt werden. Solche Besonderheiten können zum Beispiel unterschiedliche Farbbedeutungen sein oder eine andere Leserichtung. So wird in arabischen Ländern von rechts nach links gelesen und nicht wie in Mitteleuropa von links nach rechts. Die Reihenfolge einer Informationsaufnahme kann natürlich maßgeblich für das Verständnis sein.

Beschreiben Sie uns ihr Lieblingspiktogramm! Hübner: Da gibt es natürlich sehr viele: Favoriten aufgrund ihrer Motivassoziation und Favoriten aufgrund ihrer Umsetzung. Ein Umsetzungsfavorit ist zum Beispiel die rennende Figur auf grünem Grund zum Thema Fluchtweg bzw. Notausgang. Sie ist auf die verschiedenste Weise umgesetzt. Meistens sehr zum Schmunzeln - mit einem zu dicken Bein, einem zu dünnen Oberkörper, ohne Hals, mit zu dickem Kopf, verfolgt von züngelnden Flammen oder eine Tür ansteuernd. Sehr aufmerksam betrachte ich die zahlreichen Umsetzungen und habe meine eigenen Favoriten natürlich bereits realisiert.

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