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4.0 von 5 Sternen
Menschen sind die Schweine dieser Welt, 1. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Pigtopia. (Broschiert)
Pigtopia ist ein lesenswertes Buch mit dem Apell sich nicht von Äußerlichkeiten und Vorurteilen leiten zu lassen, sondern einen Menschen nach seinen inneren Werten zu beurteilen. Kitty Fitzgerald setzt sich hier mit einem Thema auseinander, das schon oft Inhalt von Filmen und Büchern gewesen ist. So lassen sich Parallelen ziehen zu "Edward mit den Scherenhänden" oder " Der Elefantenmensch". Und auch der Charakter Jack Plum erinnert mich ein wenig an den von Forrest Gump, denn beide haben ein gutes Wesen und besitzen eine Art von Verständnis, die sie am Ende viel intelligenter macht als alle anderen Menschen. Doch obwohl Überschneidungen vorhanden sind, hat Pigtopia doch noch einmal seinen eigenen Reiz. So hat Jack Plum seine ganz eigene Ausdrucksweise, die zu Anfang zwar gewönungsbedürftig, jedoch zu verstehen ist und somit eine besondere Nähe zu diesem Charakter erzeugt. Auch der ständige Wechsel zwischen der Perspektive Jacks und Hollys ist interssant, da so beide Denkweisen und Ansichten der Hauptcharktere deutlich werden. Aber nicht nur die Beziehung der beiden wird beleuchtet, sondern im Laufe des Buches erfährt man auch über die Beweg- und Hitergründe der anderen, einem oftmals nicht so sympathischen, Personen einges. So fällt es dem Leser schwer eine klare Linie zwischen Gut und Böse zu ziehen. Vor allem Samantha fand ich als Figur sehr gelungen, denn so wiederlich sie auch ist, hat man am Ende doch auch Mitleid mit ihr (um nicht zu viel zu verraten werde hich hierauf nicht näher eingehen). Fitzgerald ist es gelungen nicht alles nur in Schwarz und Weiß zu zeichnen, sondern vor allem Grauzonen zu betonen, denn wie die Nebenfiguren nicht alle nur schlecht sind, ist auch Holly nicht frei von Makeln. Außerdem gefällt mir die Idee, dass Jack Plum sich sein eigenes Utopia, in das er sich zurückziehen kann, bei seinen Schweinen erschaffen hat, die viel meschlicher wirken als die Menschen, da sie keine Vorurteile haben und verständnisvoll sind. Dieser symbolische Ort spielt in der gesamten Geschichte eine wichtige Rolle. Der Schreibstil ist vermutlich nicht Jedermanns Sache, daher würde ich empfehlen erst eine Leseprobe zu machen, aber an sich ist Pigtopia durchaus empfehlenswert.
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3.0 von 5 Sternen
Pigtopia, 26. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Pigtopia. (Broschiert)
Pigtopia erzählt von Jack Plum, der mit einem deformierten Kopf geboren wurde und mit seiner behinderten Mutter in einem kleinen Haus lebt. Diese macht Jack dafür verantwortlich, dass sie im Rollstuhl sitzt und bezeichnet ihn immer wieder als ein Monster. Bevor Jacks Vater die Familie verlassen hat, baute er mit Jack im Keller einen Schweinestall der fortan für ihn als Zuflucht vor der Gesellschaft dienen soll. Jack Plum ist ein wirklich einfühlsamer und bewegender Charakter, er hat es nicht sehr leicht im Leben und es ist schwer sich in ihn hinzuversetzen, weil man so etwas ja nicht selbst erlebt. Ich habe von Anfang an ziemlich viel Mitgefühl mit Jack empfunden, er wird herablassend behandelt, ob nun von den Leuten der Stadt oder von seiner Mutter um die er sich trotzdem rührend kümmert. Das Cover passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch -Pigtopia- ein Mädchen das ein Schwein auf dem Arm hält. Treffender könnte es wohl nicht sein. Sehr gewöhnungsbedürftig ist leider der Erzählstil von Jack, das der Knabe intelligent ist, hat man im Laufe der Geschichte gemerkt, trotzdem sind seine eigenen Worte teilweise ziemlich verwirrend, sodass ich sie das ein oder andere Mal wiederholt lesen musste. Leider habe ich mich im Laufe des Buches auch nicht daran gewöhnen können. Die Entwicklung der Geschichte im Laufe des Buches ist ziemlich heftig, eigentlich könnte man meinen Jack ist ein Junge, der zwar hin und wieder mit sich kämpft und seine 'Wutanfälle' bekommt, die er nie herauslässt, und sonst total hilfsbereit ist. Es hat mich fast schockiert wie sich die Geschichte entwickelt hat. Das Ende ist demnach auch nicht gerade ein Zuckerschlecken... ich war schon beinahe schockiert, wie sich die Geschichte dem Ende geneigt hat. Damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet, möchte aber nicht zu viel verraten. Empfehlen würde ich das Buch allen, die mit anderen Schreibstilen wunderbar klarkommen und kein Problem damit haben, sich hineinzufinden. Die Geschichte an sich ist nämlich sehr mitfühlen und ergreifend, daran gab es für mich nichts zu rütteln.
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2.0 von 5 Sternen
Der Schreibstil hat mich sehr gestört..., 11. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Pigtopia. (Broschiert)
Nachdem ich das Buch Ende letzten Jahres als ME erstanden habe, habe ich es nun gelesen. Ich empfand nicht nur den Einstieg als schwer, sondern das gesamte Buch. Es ist immer ein Kapitel aus der Sicht von Holly geschrieben und eins von Jack. Und die von Jack sind wirklich anstrengend zu lesen. Er lebt in seiner eigenen Welt, in der es statt Kindern Schweinbuben und -mädchen gibt und die ganzen Sätze sind verdreht. Mal ein Beispiel von der ersten Seite: Mam sagt, Dad war Schwein mit Haut und Haar und Hirn, ein fetter, dreckiger Keiler, wo sie einfach aufs Kreuz gelegt hat und dann ab ins Fernland getrabt ist, wie ihm klar wurde was daraus geworden war. Ich weiß so lange von ihm, bis ich 12 Geburtfeste alt war. Mam sagt, mein Schädel ist so klobig, weil mein Vater Schwein war. Bei der verdrehten Rechtschreibung sträubt sich bei mir alles und ich konnte mich absolut nicht damit anfreunden, auch wenn es eben zum Buch gehört, weil Jack so denkt und man sich so wohl in ihn einfühlen soll. Sonderlich spannend ist das Buch nicht, und es ist alles so passiert wie ich es mir gedacht habe. Fazit Auch wenn ich so gut wie nur negatives zu dem Buch sagen kann, ist die Symbolik dahinter natürlich etwas ganz anderes und das Ende fand ich auch recht mitreißend. Von daher vergebe ich noch 2 von 5 Sternen.
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