Der französische Soziologe und Ethnologe Pierre Bourdieu (1930) zählt zu den international herausragenden Vertretern einer zeitgenössischen Sozialtheorie. Bekannt geworden ist vor allem sein großes Werk über die Sozialstruktur Frankreichs, Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft (1979). Darin wird der Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Positionen, klassenspezifischen Geschmacksdispositionen und den sich in Lebensstilformen manifestierenden Strategien symbolischer Unterscheidung thematisiert. In zahlreichen Schriften hat sich Bourdieu zudem mit dem Handwerk des Soziologen, mit seinen Methoden und mit seiner eigenen Stellung in der Gemeinde der Wissenschaftler und Intellektuellen beschäftigt. Markus Schwingel rekonstruiert das Bourdieusche Ouvre aus seinem französischen Entstehungskontext heraus und stellt den Forscher abschließend in Beziehung zu den Diskussionen um Moderne und Postmoderne. 'Wer das Denken des bedeutenden Soziologen kennenlernen möchte, ohne sich in die komplizierten Originaltexte einzuarbeiten, ist mit diesem Band bestens bedient.'
