Keine Frage, schon das Debütalbum war eine d e r Alben des Jahres 2003, danach geriet der Wagen mit den Insassen Franz Ferdinand, Bloc Party etc. erst ins Rollen. Es war wie die überfällige Melange aus frühen Bauhaus, frühen The Cure, frühen Joy Division auf der einen und Früh-80er-Eletronik sowie die seit Jahren immer wieder im Zusammenhang mit den "The"-Bands der Nach-Strokes-Ära namengedroppten Gang Of Four, Wire, Roxy Music auf der anderen Seite. Very British egentlich und tatsächlich haben andereUS-Bands nicht mehr nachlegen können ...
Jetzt ohne den Debütalbum-Produzenten James Murphy (LCD Soundsystem, auch so ein Hype der letzten Jahre) ein Album vorlegen nach drei Jahren Abstinenz, das diesen Stil perfektioniert, ihm die Krone aufsetzt?
Beibehalten haben sie diese flirrend-Krachenden Riffs, aber diese wurden von den hier versammelten Starproduzenten (Danger Mouse, Bloc Party Produzent Paul Epworth und Chemical Brothers Remixer Ewan Pearson)
eingebetettet in ein unerwartet signifikantes Konglomerat aus Funk-, Electro- und Disco-Versatzstücken. Manchmal an Zot Woman gemahnend, aber natürlich nicht so "zimperlich", denn in erster Linie ist das hier POST-Punk. Vielleicht wollte Felix Da Housecat oder DJ Hell ihre letztes Alben so klingen lassen? Daft Punk fallen mir noch ein; denn wenn sie schon nicht wirklich Neues bieten wollen/können, dann doch bitte eine so brennende, schwitzende, funkelnde, teils psychedelische Adrenalinspritze wie diese. Melodienfragmente, die einen nackt dastehen lassen, aber sie brachen Zeit ...
Wichtig ist auch, dass "Living In Sunshine" nach Happy Mondays/frühen Primal Scream klingt und The Rapture wahrhaftig eine der wichtigsten Platten der letzten Jahre gemacht haben ...