Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Handlung von Pieces of April, einem netten Independent-Film, könnte nicht einfacher sein: Während eine normale junge Frau namens April (die zuckersüße Katie Holmes aus Die Wonder Boys und Dawsons Creek) sich damit abmüht, in ihrem schmuddeligen, beengten Appartement in New York ein Festessen zu Thanksgiving zu kochen, fahren die von ihr entfremdeten Familienangehörigen in Richtung der Stadt, wobei sie hin und wieder anhalten um zu hinterfragen, weshalb sie zu einem Essen fahren, das ihrer Ansicht nach nicht nur übel schmecken, sondern auch seltsam und in mieser Stimmung ablaufen wird.
Die Geschichte, die schauspielerischen Leistungen und die Regie von Pieces of April wirken einmal geradlinig und ein andermal unbeholfen -- und dennoch baut sich der Film bis zu einer überraschend kraftvollen emotionalen Auflösung hin auf. Am Eindrucksvollsten ist dabei Patricia Clarkson (High Art, The Station Agent), die Aprils krebskranke Mutter mit einer ergreifenden Mischung aus Traurigkeit, Rebellion und wehmütiger Hoffnung spielt. Außerdem sind noch Oliver Platt (Funny Bones -- Tödliche Scherze), Sean Hayes (Billy's Hollywood Screen Kiss) und Derek Luke (Antwone Fisher) dabei. --Bret Fetzer
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Die ausgeflippte April lädt anlässlich von Thanksgiving die entfremdete Familie erstmals in ihr schmuddeliges New Yorker Appartement ein - Truthahnessen inklusive. Doch wie alles in ihrem Leben läuft auch dieser Tag nicht ohne Komplikationen ab. So gibt nach hartem Vorbereitungs-Kampf mit dem gerupften Riesenvieh der Ofen seinen Geist auf, macht die entsetzte Familie samt krebskranker Mutter vor Aprils heruntergekommenem Haus erst einmal kehrt und muss schließlich die Nachbarschaft zum Gelingen des Mahls beitragen.
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Drehbuchautor Peter Hedges ("About a Boy") landete mit seinem schrullig-liebenswürdigen Regiedebüt sogleich einen großen Independent-Hit. Auf dem Sundance-Festival bejubelt und mit einer Oscar-Nominierung für Patricia Clarkson ("Dogville") bedacht, strotzt das Werk vor Humor und Menschlichkeit. In der Hauptrolle überzeugt Jungstar Katie Holmes ("Nicht auflegen"), während an ihrer Seite Derek Luke ("Antwone Fisher") Sympathiepunkte sammelt. Eine schräge, berührende Twen-Komödie nicht nur für Cineasten mit Hirn und Herz.
Blickpunkt:
Intelligent, bewegend und komisch zugleich ist Peter Hedges' Regiedebüt nach seinem eigenen Buch, eine Thanksgiving-Familienkomödie voller exzentrischer Figuren. Damit fügt der renommierte Autor, in bester Tradition seiner Drehbücher 'About a Boy' und 'Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa', dem Subgenre des Thanksgiving-Films einen cineastischen Leckerbissen hinzu.
Sein komischer Beitrag zum Thema Familienfest-Katastrophen und Familien-Neurosen ist ein kleines, entwaffnendes Pamphlet über die Kraft der Familie, gerade auch im Zustand der Auflösung. Im Zentrum des vielschichtigen, um einen Mutter-Tochter-Konflikt kreisenden Plots steht eine Roadmovie-Sequenz: Auf dem Weg im Auto nach New York entfaltet sich, durch Erzählungen der übrigen Familienmitglieder über die abwesende Tochter, die familiäre Problematik. Die wunderbaren Charakterzeichungen und Dialoge machen die bisweilen blasse Optik des digital gedrehten Films wett.
Der (Über-)Macht des Clans kann sich selbst Punk-Girl April Burns (Katie Holmes), das schwarze Schaf der Familie, nicht entziehen, auch wenn sie aus den Suburbs nach Manhattan geflohen ist. Dort holen sie die alten Bande wieder ein, als sie die ganze Mischpoke zu einem - dem wohl letzten gemeinsamen - Thanksgiving-Dinner lädt. Die Mutter ist sterbenskrank, die Oma nicht mehr ganz zurechnungsfähig, der Vater liebevoll-hilflos, die Schwester eifersüchtig-zickig, und der Bruder mit sich selbst beschäftigt.
Mit ihrer umwerfenden Mischung aus Naivität, Verdorbenheit und unerschütterlichem Willen hat April die Lacher, aber auch die Herzen auf ihrer Seite. Wenn sie mit ihrem neuen schwarzen Boyfriend in ihrem kleinen Apartment an die Vorbereitungen geht, ist sofort klar, dass dieses Versöhnungsessen schiefgehen muss! Jede Sekunde leidet man mit der unbeholfenen jungen Frau, die nicht mal eine Dose unfallfrei öffnen kann, und ihren Versuchen, dem Turkey die richtige Behandlung zuteil werden zu lassen. Nachdem der Ofen den Dienst quittiert hat, unternimmt April mit dem toten Vogel unterm Arm eine Odyssee durchs Haus, auf der Suche nach einem Platz in einem Bratrohr, der jedoch bei den meisten Nachbarn an diesem Tag bereits belegt ist. So macht sie in dem multikulturell bewohnten Mietshaus Bekanntschaften, gute und schlechte, und hat, nachdem ihre Verwandtschaft schließlich bereits auf der Straße vor ihrem Haus entsetzt kehrtgemacht hat, doch ein paar neue Freunde gefunden, die sich als Ersatzfamilie um ihren Tisch versammeln.
Aber Peter Hedges wäre nicht der Autor so wundervoll menschlicher Bücher, würde er seinem eigenen Regiedebüt nicht eine geballte Ladung Humanität gönnen. Und so packt die Mutter (Patricia Clarkson gibt eine erstaunliche Performance als Erzeugerin, die sich nie larmoyant, aber mit Humor und Härte und am Ende mit Güte in Szene setzt) im Restaurant die Erkenntnis, dass auch sie vielleicht der Tochter nicht immer die beste Mutter war. Die Versöhnung, bei der der Regisseur gekonnt alle Schmalztöpfe umschifft, findet nicht nur im interfamiliären Kreis statt, sondern gleich bei der All-Nations-Party in Aprils Schmuddelbude. Selten hat man einem Film ein Happy End so gewünscht wie diesem Publikumsliebling aus Sundance. boe.
Sein komischer Beitrag zum Thema Familienfest-Katastrophen und Familien-Neurosen ist ein kleines, entwaffnendes Pamphlet über die Kraft der Familie, gerade auch im Zustand der Auflösung. Im Zentrum des vielschichtigen, um einen Mutter-Tochter-Konflikt kreisenden Plots steht eine Roadmovie-Sequenz: Auf dem Weg im Auto nach New York entfaltet sich, durch Erzählungen der übrigen Familienmitglieder über die abwesende Tochter, die familiäre Problematik. Die wunderbaren Charakterzeichungen und Dialoge machen die bisweilen blasse Optik des digital gedrehten Films wett.
Der (Über-)Macht des Clans kann sich selbst Punk-Girl April Burns (Katie Holmes), das schwarze Schaf der Familie, nicht entziehen, auch wenn sie aus den Suburbs nach Manhattan geflohen ist. Dort holen sie die alten Bande wieder ein, als sie die ganze Mischpoke zu einem - dem wohl letzten gemeinsamen - Thanksgiving-Dinner lädt. Die Mutter ist sterbenskrank, die Oma nicht mehr ganz zurechnungsfähig, der Vater liebevoll-hilflos, die Schwester eifersüchtig-zickig, und der Bruder mit sich selbst beschäftigt.
Mit ihrer umwerfenden Mischung aus Naivität, Verdorbenheit und unerschütterlichem Willen hat April die Lacher, aber auch die Herzen auf ihrer Seite. Wenn sie mit ihrem neuen schwarzen Boyfriend in ihrem kleinen Apartment an die Vorbereitungen geht, ist sofort klar, dass dieses Versöhnungsessen schiefgehen muss! Jede Sekunde leidet man mit der unbeholfenen jungen Frau, die nicht mal eine Dose unfallfrei öffnen kann, und ihren Versuchen, dem Turkey die richtige Behandlung zuteil werden zu lassen. Nachdem der Ofen den Dienst quittiert hat, unternimmt April mit dem toten Vogel unterm Arm eine Odyssee durchs Haus, auf der Suche nach einem Platz in einem Bratrohr, der jedoch bei den meisten Nachbarn an diesem Tag bereits belegt ist. So macht sie in dem multikulturell bewohnten Mietshaus Bekanntschaften, gute und schlechte, und hat, nachdem ihre Verwandtschaft schließlich bereits auf der Straße vor ihrem Haus entsetzt kehrtgemacht hat, doch ein paar neue Freunde gefunden, die sich als Ersatzfamilie um ihren Tisch versammeln.
Aber Peter Hedges wäre nicht der Autor so wundervoll menschlicher Bücher, würde er seinem eigenen Regiedebüt nicht eine geballte Ladung Humanität gönnen. Und so packt die Mutter (Patricia Clarkson gibt eine erstaunliche Performance als Erzeugerin, die sich nie larmoyant, aber mit Humor und Härte und am Ende mit Güte in Szene setzt) im Restaurant die Erkenntnis, dass auch sie vielleicht der Tochter nicht immer die beste Mutter war. Die Versöhnung, bei der der Regisseur gekonnt alle Schmalztöpfe umschifft, findet nicht nur im interfamiliären Kreis statt, sondern gleich bei der All-Nations-Party in Aprils Schmuddelbude. Selten hat man einem Film ein Happy End so gewünscht wie diesem Publikumsliebling aus Sundance. boe.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Der charmant-komische Versuch einer New Yorkerin, ihre exzentrische Familie bei einem Thanksgiving-Festmahl zusammen an einen Tisch zu bringen.
Kurzbeschreibung
April Burns lädt ihre Familie, mit der sie eigentlich auf Kriegsfuß steht, zum ersten Mal zu einem Thanksgiving Essen in ihr winziges WG-Apartment in der Lower East Side nach New York ein. Als wenn die Vorbereitungen für ein solches Festessen nicht schon Stress genug sind, muss April auch noch feststellen, dass ihr Ofen den Geist aufgegeben hat! Auf der Suche nach Hilfe im Haus bewaffnet mit dem Truthahn, schließt sie erstmals mir ihrer skurrilen Nachbarschaft nähere Bekanntschaft. In der Zwischenzeit macht sich der Rest der Familie Burns, bestehend aus einem gemütlichen Vater einer herrschsüchtigen Mutter, der perfekten Tochter Beth, dem Nesthäckchen Timmy und der senilen Oma Dottie, in ihrem Wagen auf den Weg von Pennsylvania nach New York...