"Pieces of Africa" (67 Min.) beinhaltet Stücke, die das Kronos Quartet von Komponisten aus Südafrika, Simbabwe, Uganda, Sudan, Gambia, Ghana und Marokko in Auftrag gegeben hat. Das Streichquartett wird in den meisten Stücken von afrikanischen Instrumenten, Percussions und Vocals unterstützt. "Pieces of Africa" ist deshalb kein klassisches Album, sondern ein Crossover-Projekt. Die Musik ist so verschieden wie der Kontinent. Mache Stücke tönen nach Ismael Lo oder Youssou N'Dour, nach Rai-Musik eines Khaled oder nach Zulu-Musik, wie sie von Paul Simon oder Johnny Clegg im Westen bekannt gemacht worden ist. Das sudanesische "Escalay" tönt dagegen erstaunlicherweise wie indische Musik. "White Man Sleeps", das 1. Streichquartett des in Südafrika geborenen Kevin Volans, der jetzt irischer Staatsbürger ist, ist das einzige Stück klassischer Prägung, reduziert auf das Streichquartett. Kevin Volans ist ein Vertreter der minimal music im Stile eines Philip Glass, wobei er allerdings sein eigenes, afrikanisch beeinflusstes und klar erkennbares musikalisches Idiom gefunden hat. Insgesamt ist die Musik von "Pieces of Africa" sehr rhythmisch, fröhlich und lebensbejahend.