Wie schon in zwei anderen Büchern der Serie um Alan Banks (The summer that never was, In a dry season) verläuft die Handlung dieses Kriminalromans auf zwei Zeitebenen:
da sind zunächst der Mord an einem jungen Mädchen bei einem Rockfestival im Jahr 1969 und der vermeintliche Unfalltod eines Mitglieds der Band "The Mad Hatters" einige Monate später, auf der anderen Ebene - in der Gegenwart - geht es um den Mord an einem Musikjournalisten, der über die "Mad Hatters" recherchiert und erschlagen wird.
So interessant ich diese Erzählweise auf verschiedenen Zeitebenen finde, hätten meiner Meinung nach in diesem Roman einige Seiten eingespart werden können. Man braucht schon ein gewisses Durchhaltevermögen, bis die Handlung in Fahrt gerät und der Leser anfängt, den Zusammenhang zwischen den Mordfällen zu begreifen.
Leser, die sich für die Zeit der "Flower-Power-Bewegung" (schreibt man das so?) interessieren, kommen auf ihre Kosten, die Lebensweise und Ideale der damaligen Jugend werden deutlich dargestellt. Leser, die in der ersten Hälfte der 50er Jahre geboren werden, erinnern sich vielleicht ihrer Jugendsünden... :loool:
Wer die übrigen Romane von Peter Robinson gern gelesen hat, ist mit diesem Buch nicht schlecht beraten, auch wenn es meiner Meinung nach nicht der stärkste Roman der Reihe ist.
3,5 Sterne