Nach der Trennung von Drummer Clive Burr und Neuzugang Nicko McBrain waren die Eisernen Jungfrauen nun in der Besetzung, mit der sie die Metal Szene in den Achtzigern dominieren sollten. Mit Piece Of Mind legten sie einen würdiger Nachfolger für das bahnbrechende Number Of The Beast Album vor, ohne dieses zu kopieren. Die beiden besten Songs des Albums kommen gleich zu Beginn. Where Eagles Dare besticht durch die gelungene Melodieführung und die treibenden und innovativen Drums, Revelations durch das absolut gelungene Wechseln zwischen balladenhaften und harten Passagen. Weitere starke Tracks sind The Trooper, der härteste Song des Albums, bei dem sich Murray und Smith mit tollen Soli gegenseitig vorantreiben und das melancholische und düstere Still Life. Aber auch an den anderen Songs gibt es nichts zu mäkeln. Quest For Fire und Sun And Steel sind eher glatte und eingängige, gleichwohl gute Songs, während Flight Of Icarus fast schon poppig wirkt, aber dennoch gelungen ist. Das Album schließt wieder mit einem sehr schönen epischen Song, To Tame A Land, der allerdings nicht ganz mit seinen Nachfolgern Rime Of The Ancient Mariner, Alexander The Great, Seventh Son Of A Seventh Son und Fear Of The Dark mithalten kann. Im Gegensatz zum Vorgänger sind auf diesem Album nicht so herausragenden Einzeltracks vorhanden. Dafür sind die Songs atmosphärisch ausgereifter und verfügen über anspruchsvollere Drums, wodurch das Album insgesamt eine Weiterentwicklung der Band darstellt. Auch der CD-ROM Teil ist wie immer lohnenswert. Es gibt die Videos zu Flight Of Icarus und The Trooper sowie Fotos und Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte des Albums. Fazit: Ohne Zweifel ist Piece Of Mind ein Spitzenteil ohne echten Schwachpunkt. Es erreicht aber nicht ganz die Klasse der Ausnahmealben The Number Of The Beast und Somewhere In Time.