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Pidax Historien-Klassiker: Klemperer - Ein Leben in Deutschland - Die komplette Serie (4 DVDs)
 
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Pidax Historien-Klassiker: Klemperer - Ein Leben in Deutschland - Die komplette Serie (4 DVDs)

Matthias Habich , Dagmar Manzel , Kai Wessel , Andreas Kleinert    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Matthias Habich, Dagmar Manzel, Esther Esche
  • Regisseur(e): Kai Wessel, Andreas Kleinert
  • Komponist: Andreas Hoge
  • Format: Dolby, PAL, Anamorph
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 4
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: S.A.D. Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 10. September 2010
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 650 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003EGI630
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.531 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der jüdische Romanistikprofessor Victor Klemperer leidet nach Hitlers Machtergreifung zwar unter der Unterdrückung der jüdischen Bevölkerung, bleibt aber im Glauben an das Gute im Menschen in Deutschland. Mit seiner nichtjüdischen Frau Eva baut er sogar noch ein Haus im Grünen. Doch dann verliert auch er seine Arbeitsstelle, wird eingesperrt, zur Zwangsarbeit verpflichtet und später in ein Lager gesteckt. Dennoch gelingt ihm und seiner Frau das schier Unglaubliche: Sie schaffen es, sich bis Kriegsende durchzuschlagen und überleben. Victors Tagebücher, die er seit 1933 geschrieben hatte, beschreiben eindrucksvoll den Leidensweg.

Video.de

Berührende Verfilmung der Tagebücher von Victor Klemperer, die heute als unverzichtbares und beeindruckendes Zeitdokument gelten. Allein schon wegen des Umfangs der Bücher hält sich die ARD-Serie nur sehr frei an die bewegende Vorlage. Die Kritik bemängelte deshalb einige wirklich unnötig erfundene Episoden, die sehr klischeehaft wirken. Das Prestigeobjekt, das etwa 20 Millionen Mark kostete, blieb auch von der Zuschauerresonanz hinter den Erwartungen zurück. Mit Matthias Habich als Klemperer und Dagmar Manzel als seine Frau Eva war der Mehrteiler prominent besetzt. Dagmar Manzel erhielt für ihre Rolle 2000 den Deutschen Fernsehpreis.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von eophone TOP 500 REZENSENT
Als begeisterter Leser der Klemperer-Tagebücher habe ich mich natürlich auch um diese mehrteilige Verfilmung gekümmert. Ich bin entsetzt über die Ahnungs- und Skrupellosigkeit der Autoren dieses Machwerks, das mit Victor Klemperer eigentlich nichts gemein hat, außer der Verwendung seines werbewirksamen Namens zu künstlerisch und historisch höchst fragwürdigen, dafür aber verkaufsfördernden Zwecken.

Ich möchte hier den Herausgeber der Klemperer-Tagebücher, Walter Nowojski (Jahrgang 1931), und seinen Eindruck zu der vorliegenden TV-Serie ausführlich zitieren, denn er sagt das Wesentliche in klaren Worten. Das folgende Interview wurde für das "Berliner LeseZeichen", Ausgabe 03/2000, von Hans-Jürgen Mende geführt. Ergänzungen meinerseits stehen in eckigen Klammern.

Hans-Jürgen Mende: "Sind Sie als Berater [für die TV-Produktion] hinzugezogen worden?"
Walter Nowojski: "Nein. Das Selbstbewußtsein derjenigen, die diesen Film gemacht haben, war groß genug, um andere nicht zu brauchen. Ich bin informiert worden, als der Film abgedreht war.
Aber ich habe den Film gesehen. Na ja, ich bin erschrocken. Ich weiß natürlich, daß die Umsetzung einer Tagebuch-Vorlage nicht eine Kopie der Tagebücher sein kann ... [Aber es] ist ... notwendig, eine Vorlage für einen Film danach abzuklopfen: Was ist im Stoff, was braucht der Stoff? Mir scheint, man hat überhaupt nicht begriffen, worin die Einmaligkeit dieses Stoffes besteht.
Der Szenarist hat verlautbart, er habe viel von seiner Mutter in die Figur der nichtjüdischen Ehefrau Klemperers einbringen müssen, da Eva Klemperer im Tagebuch keine Persönlichkeit entwickle. Abgesehen davon, daß das Unsinn ist, hätte der Szenarist nur Curriculum vitae, die von Victor Klemperer im Judenhaus aus den Tagebüchern der Jugendzeit herauskristallisierte Autobiographie seiner Jugend, zu lesen brauchen, dann hätte er mitbekommen, wie ausführlich, genau und intensiv Victor Klemperer über Eva Klemperer geschrieben hat. Da gibt es ganze Kapitel.
Es kommen andere Dinge hinzu, die mich einfach erbosen. 1985 hatte man in Altenburg Henry Schmidt, den "Eichmann von Dresden", den Gestapo-Mann, gefaßt, der für die Durchführung der "Endlösung" verantwortlich war. ... 1987 wurde ihm in Dresden öffentlich der Prozeß gemacht. ... Ich weiß also genau, wie die Dresdner Peiniger hießen: Schmidt, Müller, Köhler, Weser, Clemens. Alles "deutsche" Namen. Und im Film heißt der Täter plötzlich Malachowski! Ungeheuerlich! Ich unterstelle nicht, daß der Szenarist das bewußt getan hat, ich unterstelle Schlimmeres: Daß es im Unterbewußtsein lebt. So etwas macht ein Deutscher nicht! Das muß ein Malachowski sein. Das ist nun nicht mehr nur bedauerlich. Und wenn ich dann eben lese, daß es hochkarätige historische Berater gab, Professor Dr. Eberhard Jäckel zum Beispiel, dann frage ich mich, wo die hingeschaut haben, und muß zu dem Schluß kommen, daß sie nur ihren Namen gegeben und kassiert haben; denn es stimmt historisch nichts in diesem Film, kein Milieu, keine Uniform - nichts.
Noch eine Ungeheuerlichkeit: Victor Klemperer war ein Mann des 19. Jahrhunderts, ein in gutem Sinne des Wortes bürgerlicher Professor. Dementsprechend waren seine Auffassungen von Ethik und Moral. Im Film schickt der Szenarist diesen Mann, der obendrein immer ein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber hat, weil er sich als Jude schuldig fühlt, daß sie so viele Bedrohungen auf sich nehmen muß, nach Berlin, wo er sich ... über ein blondes Mädchen hermacht. Eva wird sich später revanchieren. Unglaublich. Gerade diese Szene zeigt, daß es bei der Arbeit vor allem darauf ankam, eine hohe Quote zu erreichen. Und dafür mußte eine Seifenoper her. Als habe es die Leistungen der Fechner, Monk und manches Filmemachers im Osten nie gegeben. Welch eine Chance wurde hier vertan!"

Historische Stoffe sind nicht selten gekennzeichnet von schwieriger Quellenlage. Oft weiß niemand, was wirklich passiert ist. Dann ist es legitim, begründete Antworten zu (er)finden. Hier jedoch geht es um konkrete Ereignisse und Schicksale von definierten Personen, die durch das Klemperer-Tagebuch unzweideutig und detailliert aufgezeichnet wurden. Das findet man nicht oft! Insofern zeugt es von grenzenlosem Dilettantismus und vehementer Ignoranz, diese einzigartige Ausgangsbasis vorsätzlich zu (ver)fälschen. Dafür gibt es keine Entschuldigung, selbst wenn die TV-Serie an sich, losgelöst von tatsächlichen Begebenheiten, unterhaltsam sein mag. Sie ist es jedoch auf Kosten des mittlerweile legendären Chronisten Victor Klemperer und seiner Frau Eva. Das hat er nicht verdient. Das ist nicht tolerierbar und das kommt einer posthumen Vergewaltigung gleich.

Meine Empfehlung
Tun Sie sich diese widerwärtige TV-Serie nicht an, sondern lesen Sie stattdessen Klemperers Tagebücher.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein unerträglicher Quark 18. Oktober 2010
Wenn man die Tagebücher von Klemperer kennt, ist diese Serie ein unerträglicher Quark, Schund, wie einige Film- und Fernsehkritiker bei der Erstaustrahlung urteilten. U.a. schrieb Andreas Kilb in der "Zeit": "Die Episoden, die der Drehbuchautor Peter Steinbach "nach Motiven" von Klemperer geschrieben hat, sind nicht nur nicht aus Victor Klemperers Geist, sie verstoßen in flagranter Weise gegen den Sinn und das Pathos der Tagebücher. Jenes "Zeugnis", das der deutsche Jude Klemperer von seiner Not ablegen wollte "bis zum letzten", wird bei Steinbach zur bloßen Teilansicht in einem bunten Bilderbogen aus Naziland. Indem er die Perspektive des allwissenden Erzählers einnimmt, betrügt uns Steinbach um die individuelle Wahrheit, die Stimme und den Blick des Tagebuchschreibers Klemperer. Diese Popularisierung wird zur Infamie, wenn Steinbach Klemperers Leben ausschmückt, um es genießbarer zu machen, etwa durch die Affäre des Professors mit einer blonden Exstudentin. Mit dem Druck der Quote sind solche Entstellungen nicht mehr zu rechtfertigen. Sie degradieren ein einzigartiges Dokument des Überlebens unter der Barbarei zu einem weiteren Kapitel in der langen Geschichte des Schunds.
Nicht weniger peinlich ist die ästhetische Umsetzung, die der Regisseur Kai Wessel den Einfällen Steinbachs angedeihen lässt. Wessels Kamera führt durch ein Reich der behakenkreuzten Gemütlichkeit(...). Vom wackeren Pfarrer über den schleimigen Ortsnazi bis zu der schönen Jüdin und ihrem arischen Liebhaber läuft eine einzige Kette von Klischees über den Bildschirm. Das warme Abendlicht, in das die Figuren getaucht sind, verklärt den jüdischen Alltag im Faschismus zur magenmilden Kaffeestunde. Dass dergleichen wenige Jahre nach den Filmen Eberhard Fechners und Egon Monks im Fernsehen wieder möglich ist, zeigt die Vergesslichkeit des Mediums."
So wird dieses erschütternde und beeindruckende Schicksal Klemperers, das sich durch die Tagebücher vermittelt, heruntergekocht auf Lindenstraßen-Niveau. Die Witwe Klemperers und auch einige Film- und Fernsehkritiker haben sich angesichts der Erstausstrahlung dieses Machwerks vehement dagegen gewehrt. Leider vergeblich. Nun wird dieser Quark auch noch durch die DVD-Veröffentlichung weiter verbreitet. Meine dringende Empfehlung: Lest die Tagebücher 1933-1945 von Viktor Klemperer und boykottiert diese DVD-Veröffentlichung.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Frei" nach den Tagebüchern... 18. September 2010
Von TelSav
Im Abspann wird ja erwähnt, dass die Fernsehserie "frei nach den Tagebüchern von Victor Klemperer" gedreht wurde.
Ich weiß ja nicht, ob meine Vorredner die Tagebücher überhaupt gelesen haben - ich für meinen Teil habe das getan und kann dieser Serie daher nur 3 Sterne geben.
Sicher muss man einem Regisseur immer etwas künstlerische Freiheit zugestehen. Bei so einer historischen Vorlage und bei diesem Thema sollte man aber in meinen Augen korrekt bleiben und keine erfundenen Nebenhandlungen einfügen.
Ganz grobe Fehler der Fernsehserie:

- die Klemperers wohnten nach ihrem Auszug aus dem Haus in Dölzschen in 2! Judenhäusern, nicht nur in einem

- Victor Klemperer hat Eva NICHT betrogen (im Film tut er das mit einer ehemaligen Studentin in Berlin)

- Eva hatte keine "Liebelei" mit einem anderen Mann (im Film Eberhard Klingler)

- Eva und Victor flüchteten nach der Bombardierung Dresdens bis nach München und erlebten das Kriegsende in Bayern, erst dann kehrten sie mühselig nach nach Dölzschen zurück

Der Schluss ist im Film überhaupt sehr unglaubwürdig dargestellt. Nach der Bombardierung Dresdens (13.2.1945) sieht man in der nächsten Szene Victor wie er bei Freiberg vom Zug springt und Eva findet. In diesem Moment wird verkündet, dass Hitler "gefallen" ist, das war dann also der 30.4.1945. Somit ist es im Film völlig unglaubwürdig, dass sich Victor und Eva so zufällig und nach 10 Wochen so nah an Dresden wiederfinden.

Kurz: Eigentlich eine sehr sehenswerte Serie. Wer aber die Tagebücher liest, wird von der Umsetzung doch etwas "verwundert" sein.
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Ein Film, der für alle Deutschen zum Pflichtprogramm gehören...
Diese Fernsehserie war ein ganz seltener Glücksfall im seichten Einerlei des Fernsehprogramms. Unprätentiös und drastisch wird der Alltag der Diktatur während... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Fabian Rosenbusch veröffentlicht
Klemperer, ein Leben uin Deutschland
ich habe zunächst die Tagebücher gelesen und war skeptisch beim Film, ob er denn wirklich den Büchern nahe kommt. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Doris.mail veröffentlicht
Ein Leben im Nationalsozialismus
Diesen Film gab es bereits als Mehrteiler im Fernsehen. Aufgrund zahlreicher Bitten von Zuschauern nun auch auf DVD. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Bob Dylan veröffentlicht
Vicktor ist seiner Frau zu unendlichen Dank verpflichtet
Ich habe diese Serie im TV gesehen und unterstütze jeden Film dieser Art, der das Verbrechen des Naziregieme verurteilend
in Szene setzt. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Olaf veröffentlicht
Wichtige Fernsehserie
Diese hervorragend gemachte Serie sollte an allen Schulen gezeigt werden. Eine bessere Umsetzung von Klemperer's Tagebüchern ist schwer vorstellbar.
Vor 19 Monaten von Peter S. Fritz veröffentlicht
.....von unglaublicher Nachhaltigkeit!
Das Ehepaar Klemperer durchlebt und durchkämpft die schlimmste aller Zeiten in der Höhle des Löwen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Maunzerle veröffentlicht
Lange erwartet
Ich freue mich sehr, dass dieses Kleinod jetzt auf DVD erhältlich ist. Schon bei der Erstausstrahlung war ich von der Verfilmung außerordentlich angetan und von der... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Ulmer Spatz veröffentlicht
geniale Serie
Einer der besten Serien der letzten 20 Jahren. Übrigens läuft die Serie ab September 2010 auch im 3Sat!
Vor 21 Monaten von Mark veröffentlicht
Es lohnt sich!
Diese Serie hat es verdient, endlich auf DVD zu erscheinen! Nicht nur die Schauspieler bürgen für die hohe Qualität, auch der Autor der Tagebücher als Grundlage... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2010 von luzie
ENDLICH !!!!
Leider wurde dieser Film oft unterschätzt!
Ich finde das dies eine echt gute Serie ist.
Wir sahen uns die Serie damals im TV an, als sie das erste mal gesendet wurde... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2010 von Ingo
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