Wer wirklich etwas über Heinrich den Vierten erfahren will, soll getrost den Kinofilm Henri V vergessen. Auch wenn dieser behauptet, sich an der Biographie HENRI QUATRE von Heinrich Mann zu orientieren, so ist dies ein Gerücht. Ein Solches Werk kann man einfach nicht einem Kinofilm abhandeln. Dafür braucht man Zeit. Schon deshalb ist das Genre der Miniserie hierfür wesent- lich geeigneter.
Manchmal wirkt die Serie etwas episodenhaft. Aber darin gleicht sie der Romanvorlage. Für heutige Verhältnisse ein bißchen ungewohnt. Aber wenn man sich auf sie einläßt, erfährt man alles über Heinrich V.Ohne Schönfärberei und Überhöhung wird in "Der Gute König Hein- rich" das schillerende Portrait dieses ungewöhnlichen Mannes, der Frankreich aus dem Chaos der Hugenottenkriege herausführte gezeichnet. Auch Fehler und Schwächen werden nicht verschwiegen.
Heinrich hatte vor allem eine Schwäche: Frauen. Seine Mätrassen wechselten ständig.Wirklich geliebt aber hat er wohl nur Zwei Mal. Die eine Geliebte verliert er, als der das Königtum erringt, denn sie will nicht Kokubine eines Königs sein. Die Zweite wird von seinen eigenen Ratgebern ermordet, denen ihr Einfluß auf den König zu groß wurde.
Da es sich um eine Deutsch-Französiche Co-Produktion handelt, kann man auch viele Bekannte Gesichter entdecken, z. B. Constanze Engelbrecht. Und in einer wichtigen Nebenrolle beweist Claus Theo Gärtner, das er sein Talent als ewiger Matula vergeudet.