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Pidax Historien-Klassiker: Bismarck - Der komplette Drei-Teiler (2 DVDs)
 
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Pidax Historien-Klassiker: Bismarck - Der komplette Drei-Teiler (2 DVDs)

Uwe Ochsenknecht , Gottfried Lackmann , Tom Toelle    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Uwe Ochsenknecht, Gottfried Lackmann, Rudolf Donath
  • Regisseur(e): Tom Toelle
  • Komponist: Peer Raben
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: S.A.D. Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 6. August 2010
  • Produktionsjahr: 1990
  • Spieldauer: 180 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003MWWEZW
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.423 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

1871 war Otto von Bismarck die treibende Kraft hinter der Gründung des Deutschen Reiches. Anschließend bestimmte er als Reichskanzler dessen Geschick. Eklatante Meinungsverschiedenheiten mit Kaiser Wilhelm II. führten schließlich zu Bismarcks Entlassung im Jahr 1890. Auf Schloss Friedrichsruh in der Nähe von Hamburg diktiert der ehemalige Reichsgründer seine Memoiren und erinnert sich an die wichtigsten Ereignisse und Wendepunkte in seinem Leben.

Video.de

Der historische Dreiteiler von Regisseur Tom Toelle entstand nach einem Drehbuch von Helmut Pigge und bietet in vielen Rückblenden eine durchaus spannende Annäherung an das Leben Otto von Bismarcks und die deutsche Geschichte. Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht brilliert in der Rolle des eisernen Kanzlers, den er als 33-Jährigen ebenso überzeugend spielt wie als alten Mann.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es wird auch Zeit! 20. Mai 2010
Von TomTom
Ich habe mich jahrelang mit der schlechten Video-Qualität einer Fernsehaufnahme des BR (dort in 3 Teilen ausgestrahlt) aus den frühen Neunzigern herumquälen müssen. Vorweg: Der Film ist schauspielerisch und dramaturgisch beeindruckend. Zu Ochsenknecht als Bismarck verbietet sich jeder Kommentar, das muss man selbst gesehen haben; besser kann man es kaum machen. Das muss wohl auch zugeben, wer Ochsenknecht sonst nichts abgewinnen kann. Für mich ist Ochsenknecht erst seit dieser Verfilmung interessant. Der Film ist gottlob keine "Kaiserschnulze" und insoweit neu, als Bismarck nicht als übermenschlicher Visionär erscheint, wie in allen mir bekannten Verfilmungen zuvor. Man erlebt ihn auch als unsicher, polternd und ungerecht. Seine konservative Haltung bleibt immer unstrittig, aber dem Film gelingt es, die besondere Fähigkeit Bismarcks, selbst mit radikalen Gegnern fair zu verhandeln, unprätentiös herauszuarbeiten. Der Film ist kein politisches Statement und erst dadurch wird er auch für Menschen interessant, die nichts mit den Leuten zu tun haben wollen, die sich heute politisch auf Bismarck berufen.

Hinzu kommt, dass Bismarck als eine zwar wichtige, aber nicht einzig lenkende Figur der Politik des 19. Jahrhunderts erscheint. Keine Mumifizierung als "europäischer Vordenker", keine Dialoge, bei denen man im Stile des späten 20. Jahrhunderts parliert, wie sonst üblich bei solchen Stoffen. Vielmehr ist es ein Film über die (sehr realistisch dargestellten) deutschen Verhältnisse vor der Reichsgründung vom Standort der wichtigsten deutschen Macht dieser Zeit - Preußen - aus gesehen. Der Film ist schauspielerisch auch sonst "hochkarätig" besetzt. Und das - wie es so schön heißt - bis in die Nebenrollen hinein.

Natürlich hat der Film Schwerpunkte setzen müssen. Aber wer sich ein gutes Bild über die Ära Bismarck und die Verhältnisse in Deutschland, speziell natürlich Preußen, ab ca. 1850 (bis zur Reichsgründung) verschaffen will, der wird sehen, dass dieser Film jeden Euro, den er kostet, wert ist. Für mich ist es ein "Immer-wieder-Sehen"-Film. Immer wieder spannend, zumal man wirklich eine sehr gute und vertiefte historische Kenntnis erlangt. Mein Interesse an der Zeit ist durch diesen Film sehr gesteigert worden. Vielleicht kann man sagen: Wer Filme mag, bei denen man lernen kann, der ist bei diesem Film genau richtig.

Einziges Ärgernis: Es hat über zehn Jahre gedauert, um den Film kaufen zu können. Verstehe ist angesichts der hohen Qualität der Verfilmung nicht.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Meier
...unter Zuhilfenahme von sehr gut "aufgelegten" Schauspielern. Hätt ich dem Ochsenknecht in dieser Klasse eigentlich nicht zugetraut. Er hat diese komplizierte Charakteraufgabe aber absolut glaubwürdig und unprätenziös umgesetzt. Die geschichtlichen Fakten und Verquickungen werden auch einem Nicht-Reichsgründungsinteressierten nachhaltig und spannend nahegebracht. So wird die Emser Depeche und seine Folgen für jedermann begreifbar veranschaulich und mit Leben gefüllt. Was mir ein wenig gefehlt hat, ist ein gerüttelt Maß an Darstellung der damalig immerwährenden kriegerischen Auseinandersetzungen, das gehörte für mich schon zwingend dazu. Es beginnt schon mit den nur angedeuteten Strassenscharmützeln im Aufstand 1848, so wird desweiteren der deutsch-dänische Krieg nur einmal angesprochen und der deutsche Krieg 1866 nur im Nebensatz erwähnt. Zum deutsch-französischen Krieg 70/71 erscheint Bismarck lediglich zwei - dreimal in Feldblau, die eigentlichen Kampfhandlungen werden dramaturgisch nicht beleuchtet, was mit einem weiteren Teil durchaus gut hätte gemacht werden könne. Es hätte dem Spannungsbogen der GesamtDVD sicherlich gut getan und ist wohl eher aus Kostengründen nicht in Szene gesetzt worden. Aber auch so ist diese DVD eine Topumsetzung.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Am ehesten kann ich mich der Rezension von Herrn Jürgen Koller anschließen, die positiven Meinungen der anderen Rezensenten vermag ich weitgehend nicht zu teilen. Wer die ZDF-Verfilmung aus den frühen achtziger Jahren mit dem Titel "Bismarcks deutsche Einigung" kennt, kann sich von dieser Produktion nur mit Grausen abwenden. Das liegt nicht so sehr an der Darstellung des Historischen, die alles in allem ungeachtet einiger Schnitzer und Auslassungen annehmbar ist, sondern an vielen Unzulänglichkeiten der Verfilmung. Die Schauspieler sind im Vergleich zur Besetzung Wischnewski/Bismarck, Borsche/Wilhelm, Regnier/Benedetti mit Ausnahme Ochsenknechts, der vor allem als alter Bismarck überzeugt, zum Teil nur wenig adäquat. Die Schauplätze des Films sind teilweise eine Katastrophe, was einem hier als Potsdam verkauft wird, ist geradezu dreist. Dem Zuschauer anstelle von Schinkels eher bescheidenem neugotischen Schloss Babelsberg einen barocken Prachtbau süddeutsch-österreichischen, also höchst unpreußischen Stils zuzumuten, geht einfach zu weit. Die Frage stellt sich, ob es 1990 nicht möglich gewesen wäre, am Originalschauplatz Babelsberg zu drehen, und wenn nicht, dann hätte sich gewiss weitaus angemessenere Möglichkeiten finden lassen. Irgendwie ist dies typisch für den trotz aller ansprechender Liebe zu Kleinigkeiten oberflächlichen Umgang mit historischen Örtlichkeiten. Zudem ist diese erste Begegnung von Wilhelm I. und Bismarck in Babelsberg recht stümperhaft ungenau dargestellt, man lese das in Bismarcks Erinnerungen nach. Auch die Begegnung zwischen Wilhelm und Benedetti leidet unter groben Auslassungen bei den historisch überlieferten Dialogen, wer die Szenen in Bad Ems mit Charles Regnier und Dieter Borsche auf der Kurpromenade gesehen hat, die auch eine Kurpromenade im Bild war, gerät angesichts der hier zu sehenden Umsetzung in Depressionen, so miserabel wird dies bildlich und inhaltlich dargestellt, das gilt auch für die Schauspieler Benedettis und des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der äußerlich völlig daneben liegt. Bismarcks Kürzung der Emser Depesche ist insofern ungenügend ins Bild gesetzt, als dem Zuschauer der ursprüngliche, ungekürzte Inhalt vorenthalten und das Wesentliche der Kürzung nicht herausgearbeitet wird wie im ZDF-Film. Anzumerken sind einige weitere ärgerliche Fehler: Bismarck-Zitate werden aus dem Zusammenhang gerissen, zum Beispiel hält Bismarck Teile seiner Rede vor der preußischen Haushaltskommission hier im Zug auf der Fahrt mit König Wilhelm nach Berlin! Dass es 1862 bereits eine Reichspost gegeben hat, wie das Telegrammformular glauben macht, ist historisch einfach falsch, diese gab es erst ab Mai 1871. Diese Fehler ist für etliche Szenen symptomatisch. Gelungen sind die vermutlich fiktiven Gespräche mit Bankier Bleichröder und die Szenen mit Bismarcks Gattin Johanna. Alles in allem ist dieser Dreiteiler im Vergleich mit der in Bezug auf Schauspieler, Schauplätze und Exaktheit äußerst gewissenhaft und liebevoll produzierten ZDF-Verfilmung enttäuschend. Wer einen Überblick ohne Anspruch auf historische Exaktheit der bildlichen Darstellung haben will, ist leidlich zufriedenstellend bedient, wer Wert auf Genauigkeit und Sorgfalt in der filmischen Umsetzung historischer Details legt, sollte sich die Anschaffung sparen und hoffen, dass der ZDF-Film eines Tages auf DVD erscheint. Das Bemühen ist den Produzenten nicht abzusprechen, einige Szenen sind stimmungsvoll und gut gelungen, aber leider eben nur einige, dafür gibt es Unzulänglichkeiten, die heutzutage nicht vorkommen sollten. Bei einigen schwer verständlichen Dialogen wie zum Beispiel zwischen Kronprinz Friedrich Wilhelm und seiner Gattin Vicky , die zudem mit einem insofern ärgerlich unangemessenen Akzent spricht, der wohl die Engländerin kennzeichnen soll, als ihre Mutter Queen Victoria fließend Deutsch sprach und ihr Vater Albert Deutscher war, ist die Tonqualität unzulänglich, selbst bei Gebrauch eines Kopfhörers, was nicht hätte sein müssen. Gerade weil das ZDF vor knapp dreißig Jahren vorbildlich gezeigt hat, wie mit einem solchen Stoff hinsichtlich historischer Tatsachen und ihrer bildlichen Umsetzung umzugehen ist, ist dieser alles in allem nicht überzeugende Dreiteiler nicht mehr als einen Stern wert.
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