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Picknick auf dem Eis (detebe) Kindle Edition

4.2 von 5 Sternen 52 Kundenrezensionen

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Kindle Edition
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Länge: 289 Seiten Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als Tagträumer hat es Viktor schwer im Kiew der Neureichen und der Mafia: Ohne Geld und ohne Freundin lebt er mit dem Pinguin Mischa und schreibt unvollendete Romane für die Schublade. Zum Überleben verfasst er für eine große Tageszeitung Nekrologe über Berühmtheiten, die allerdings noch gar nicht gestorben sind. Wie jeder Autor möchte Viktor seine Texte auch veröffentlicht sehen. Ein Wunsch, der beängstigend schnell in Erfüllung geht.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andrej Kurkow, geb. 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew. Er studierte Fremdsprachen (er spricht insgesamt elf Sprachen), arbeitete als Redakteur, Gefängniswärter, Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Seit 1996 lebt er als freier Schriftsteller in Kiew und London.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 723 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 289 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag AG; Auflage: 1 (23. April 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00CHWLI4G
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen 52 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #91.373 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In „Picknick auf dem Eis" geht es um die Auseinandersetzung des Protagonisten, des arbeitslosen Journalisten und Dichters Viktor mit der Mafia und ihren Praktiken. Viktor wird von dem Chefredakteur der Kiewer „Hauptstadtnachrichten" angeheuert, um Nachrufe auf noch lebende Personen zu schreiben. Sobald Viktor den Nekrolog geschrieben und das Manuskript abgegeben hat, stirbt die Person auch in Wirklichkeit - Viktors Texte landen also nicht in der Schublade, sondern werden publiziert. Seine Veröffentlichungen werden gelobt und Zweifel darüber, ob der Preis für den „Erfolg" nicht zu hoch sind, werden mit dem Hinweis zerstreut, daß schließlich jeder mal sterben müsse. Doch Viktor lernt sehr schnell, dass es besser ist, sich nicht einzumischen und sich nur um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Bis eines Tages ein Nekrolog auf ihn selbst geschrieben wird....
Es handelt sich hierbei um eine Mischung von Kriminalroman, Thriller und Familiengeschichte mit einer witzigen Nebenfigur: einem Pinguin namens Mischa. Dieser ist Viktors Begleiter, seit der örtliche Zoo begann, seine Tiere zu verschenken, als er sie nicht mehr ernähren konnte. Viktor hat sich Mischa zugelegt, um nicht alleine und einsam zu sein. Doch eines Tages steht sein Bekannter Mischa mit seiner Tochter Sonja vor der Tür. Um ihn von dem anderen Mischa, dem Pinguin, zu unterscheiden, heißt er Mischa-Nicht-Pinguin. Nur für ein paar Tage, so beschwört er Viktor, soll seine vierjährige Tochter Sonja bei ihm wohnen. Aus den Tagen werden Wochen und Monate, bis Viktor von Mischa-Nicht-Pinguins Ableben erfährt, einem unnatürlichen Ableben, selbstverständlich.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wer bei "Picknick auf dem Eis" triefenden Tiefsinn und Gedankenschwere erwartet, wie man es hierzulande von russischer Prosa zu kennen glaubt, der wird von diesem sarkastischen Vielleicht-doch-nicht-Krimi enttäuscht sein. Alle anderen aber können sich freuen: Dieser Roman um den Nekrologschreiber Viktor und seinen depressiven Pinguin Mischa im Kiew der 1990er Jahre ist nämlich ganz einfach allerfeinste Unterhaltungsliteratur der Art, wie man sie immer gern liest.
Der arbeitslose Schriftsteller Viktor wird von den Kiewer "Hauptstadtnachrichten" als pseudonymer Nekrologschreiber angeheuert, genauer gesagt: Viktor soll Nekrologe "auf Vorrat" schreiben (durchaus üblich in der Branche). Die Bezahlung ist gut, also nimmt er an und schreibt fortan schwülstige Nachrufe auf VIPs aller Art. Allerdings gibt es ihm mit der Zeit zu denken, dass man ihm Tipps gibt, auf wen er einen Nachruf schreiben könnte, und tatsächlich: Jeder, auf den er gerade einen Nachruf geschrieben hat, stirbt kurze Zeit später "plötzlich und unerwartet". Viktor wird zum Schreibtischtäter in Mafia-Diensten, das ist ihm auch klar -- aber immerhin erfüllt sich für ihn der Traum eines jeden Schriftstellers: Er wird veröffentlicht. Und muss nicht jeder Mensch irgendwann einmal sterben?
In Viktors bislang eher beschauliches Leben, das er mit seinem depressiven Pinguin teilt(wegen Geldmangel hatte der Zoo seine Tiere verschenkt, bis nur noch Riesenschlangen und Tiger übrig waren), kommt nun allerhand Aufregung: Zunächst quartiert ein Freund seine kleine Tochter bei ihm ein, angeblich für wenige Tage -- doch dann ist auch dessen Nekrolog fällig.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch war das erste, das ich von Kurkow gelesen habe und ich war begeistert. Diese skurrile Idee, einen Pinguin in der Wohnung zu halten, der vom Kiewer Zoo nicht mehr ernährt werden konnte, schien mir eher eine Metapher zu sein. Denn irgendwie ist der Pinguin nicht von dieser Welt, er muss nie und macht keinen Dreck. Dann braucht er auch noch eine Herztransplantation, was für ein Quatsch! Aber diesem Autor kauft man alles ab, er hat einen wunderbaren Humor und die Aufklösung hätte man fast erahnen können, sie kam aber trotzdem überraschend daher. Ich werde weitere Bücher von Kurkow lesen!
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Format: Taschenbuch
Der liebe Pinguin Mischa. Eine Seele von einem Tier. Aber leider leidet er. Physisch und scheinbar auch psychisch. Und Viktor? Ja der Protagonist, der Nekrologe schreibt, wenig Freunde hat und irgendwie zu Frau und Kind kommt, ja der leidet leider auch.

Kurkows Buch hat mir sehr gefallen, ich musste aber überlegen warum. Zunächst ist da mal die "Ruhe" der Handlung. Ja, es passiert schon was, eine Reihe von tödlichen "Zufällen" und dubiose Gestalten, aber am stärksten war das Buch für mich, wenn eigentlich nichts richtig passiert. Wenn Viktor auf die Datscha fährt, wenn er sich Tee kocht, wenn er im Hotelzimmer sitzt. Dann erinnert er mich an den kleinen Mischa Pinguin. Er starrt vor sich hin. Er überlegt oder vielleicht überlegt er auch gar nicht, sondern ist einfach nur da. Man weiss es nicht. Aber man fühlt, dass dieses einfach nur da sein angemessen ist für eine Welt, die hinter dem Theatervorhang des offensichtlichen Alltags, ein Horrorkabinett ist, unausprechlich und brutal. Aber was soll Viktor und Mischa schon tun? Diese Buch ist kein Krimi, es ist nicht gerade "spannend", es ist nicht witzig oder auch mässig originell. Es ist eben "da", so wie man in der faszinierend-schaurlichen Welt eines postkommunistischen Landes in Osteuropa als kleiner "Mann" einfach "da" ist. 4 Sterne die voll verdient sind.
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