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Picknick auf dem Eis [Gebundene Ausgabe]

Andrej Kurkow , Christa Vogel
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
  • Verlag: Diogenes (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257062044
  • ISBN-13: 978-3257062045
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.831 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Kurkow treibt nicht nur ein witziges Spiel mit den Klischees des Mafia-Thrillers. Er liefert zudem eine gut gebaute und absurde Komödie über das Verhältnis von Geld und Geist in Zeiten, da auch die Wahrheit käuflich ist." (tz)
"Kurkow beweist, daß man auch in Rußland wieder frische Geschichten erzählen darf: intelligent, witzig, weder die Realität verkleisternd noch sie ausblendend, nicht angestrengt antirealistisch, aber auch nicht wirklich traditionell." (Neue Zürcher Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Andrej Kurkow, geb. 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew. Er studierte Fremdsprachen (er spricht insgesamt elf Sprachen), arbeitete als Redakteur, Gefängniswärter, Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Seit 1996 lebt er alsfreier Schriftsteller in Kiew und London.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Buch 11. August 2003
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
In „Picknick auf dem Eis" geht es um die Auseinandersetzung des Protagonisten, des arbeitslosen Journalisten und Dichters Viktor mit der Mafia und ihren Praktiken. Viktor wird von dem Chefredakteur der Kiewer „Hauptstadtnachrichten" angeheuert, um Nachrufe auf noch lebende Personen zu schreiben. Sobald Viktor den Nekrolog geschrieben und das Manuskript abgegeben hat, stirbt die Person auch in Wirklichkeit - Viktors Texte landen also nicht in der Schublade, sondern werden publiziert. Seine Veröffentlichungen werden gelobt und Zweifel darüber, ob der Preis für den „Erfolg" nicht zu hoch sind, werden mit dem Hinweis zerstreut, daß schließlich jeder mal sterben müsse. Doch Viktor lernt sehr schnell, dass es besser ist, sich nicht einzumischen und sich nur um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Bis eines Tages ein Nekrolog auf ihn selbst geschrieben wird....

Es handelt sich hierbei um eine Mischung von Kriminalroman, Thriller und Familiengeschichte mit einer witzigen Nebenfigur: einem Pinguin namens Mischa. Dieser ist Viktors Begleiter, seit der örtliche Zoo begann, seine Tiere zu verschenken, als er sie nicht mehr ernähren konnte. Viktor hat sich Mischa zugelegt, um nicht alleine und einsam zu sein. Doch eines Tages steht sein Bekannter Mischa mit seiner Tochter Sonja vor der Tür. Um ihn von dem anderen Mischa, dem Pinguin, zu unterscheiden, heißt er Mischa-Nicht-Pinguin. Nur für ein paar Tage, so beschwört er Viktor, soll seine vierjährige Tochter Sonja bei ihm wohnen. Aus den Tagen werden Wochen und Monate, bis Viktor von Mischa-Nicht-Pinguins Ableben erfährt, einem unnatürlichen Ableben, selbstverständlich. Dafür muß der andere Mischa einspringen: der Pinguin: ihn benötigt die Mafia als Trauergast für Begräbnisse und zahlt pro „Ausflug" 1000 Dollar an Viktor. Doch dieser bleibt stoisch-gelassen, auch als sich die Gewitterwolken immer mehr um sein eigenes Haupt zusammenziehen... „Was früher etwas Schreckliches gewesen war, war jetzt zur Alltäglichkeit geworden. Das heißt, die Leute nahmen es als Norm an, um sich nicht überflüssigerweise aufzuregen, und lebten einfach
weiter". Das Buch ist eine bittere Satire auf die von Armut und Korruption geprägte postsowjetische Gesellschaft: „man möchte bloß überleben, c'est tout". Matthias Matussek schreibt zu recht im „Spiegel:" All das ist mit nahezu unbewegtem, traurigem Pinguinblick gesehen, behutsam geschrieben, leise wie der stets fallende Schneee und damit um so eindringlicher. Ja, die lebensgefährlichen Turbulenzen finden an der Peripherie dieses Blicks statt, am äußersten Rande des Erzählstroms." Ein wunderbares, komisches und zugleich zutiefst melancholisches Buch, wie ich finde, welches trotz seiner fast 300 Seiten schnell und leicht zu lesen ist.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mischa als Metapher 4. April 2007
Format:Taschenbuch
Der liebe Pinguin Mischa. Eine Seele von einem Tier. Aber leider leidet er. Physisch und scheinbar auch psychisch. Und Viktor? Ja der Protagonist, der Nekrologe schreibt, wenig Freunde hat und irgendwie zu Frau und Kind kommt, ja der leidet leider auch.

Kurkows Buch hat mir sehr gefallen, ich musste aber überlegen warum. Zunächst ist da mal die "Ruhe" der Handlung. Ja, es passiert schon was, eine Reihe von tödlichen "Zufällen" und dubiose Gestalten, aber am stärksten war das Buch für mich, wenn eigentlich nichts richtig passiert. Wenn Viktor auf die Datscha fährt, wenn er sich Tee kocht, wenn er im Hotelzimmer sitzt. Dann erinnert er mich an den kleinen Mischa Pinguin. Er starrt vor sich hin. Er überlegt oder vielleicht überlegt er auch gar nicht, sondern ist einfach nur da. Man weiss es nicht. Aber man fühlt, dass dieses einfach nur da sein angemessen ist für eine Welt, die hinter dem Theatervorhang des offensichtlichen Alltags, ein Horrorkabinett ist, unausprechlich und brutal. Aber was soll Viktor und Mischa schon tun? Diese Buch ist kein Krimi, es ist nicht gerade "spannend", es ist nicht witzig oder auch mässig originell. Es ist eben "da", so wie man in der faszinierend-schaurlichen Welt eines postkommunistischen Landes in Osteuropa als kleiner "Mann" einfach "da" ist. 4 Sterne die voll verdient sind.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Wer bei "Picknick auf dem Eis" triefenden Tiefsinn und Gedankenschwere erwartet, wie man es hierzulande von russischer Prosa zu kennen glaubt, der wird von diesem sarkastischen Vielleicht-doch-nicht-Krimi enttäuscht sein. Alle anderen aber können sich freuen: Dieser Roman um den Nekrologschreiber Viktor und seinen depressiven Pinguin Mischa im Kiew der 1990er Jahre ist nämlich ganz einfach allerfeinste Unterhaltungsliteratur der Art, wie man sie immer gern liest.
Der arbeitslose Schriftsteller Viktor wird von den Kiewer "Hauptstadtnachrichten" als pseudonymer Nekrologschreiber angeheuert, genauer gesagt: Viktor soll Nekrologe "auf Vorrat" schreiben (durchaus üblich in der Branche). Die Bezahlung ist gut, also nimmt er an und schreibt fortan schwülstige Nachrufe auf VIPs aller Art. Allerdings gibt es ihm mit der Zeit zu denken, dass man ihm Tipps gibt, auf wen er einen Nachruf schreiben könnte, und tatsächlich: Jeder, auf den er gerade einen Nachruf geschrieben hat, stirbt kurze Zeit später "plötzlich und unerwartet". Viktor wird zum Schreibtischtäter in Mafia-Diensten, das ist ihm auch klar -- aber immerhin erfüllt sich für ihn der Traum eines jeden Schriftstellers: Er wird veröffentlicht. Und muss nicht jeder Mensch irgendwann einmal sterben?
In Viktors bislang eher beschauliches Leben, das er mit seinem depressiven Pinguin teilt(wegen Geldmangel hatte der Zoo seine Tiere verschenkt, bis nur noch Riesenschlangen und Tiger übrig waren), kommt nun allerhand Aufregung: Zunächst quartiert ein Freund seine kleine Tochter bei ihm ein, angeblich für wenige Tage -- doch dann ist auch dessen Nekrolog fällig. Gleichzeitig wird der Pinguin von der Mafia als würdevoller Gast auf Beerdigungen gemietet; die Gage pro Auftritt beträgt 1000 Dollar...
Schließlich bekommt Viktor mit, dass gerade sein eigener Nachruf geschrieben wird, und nun weißer: Er muss sich schleunigst absetzen -- aber wie und wohin? ...
Andrej Kurkow schildert diese aberwitzige Handlung in eher sachlich-zurückhaltendem Stil, passend zum Naturell seiner Protagonisten, aber auch passend zum Plot selbst, der auf diese Weise erst richtig wirken kann mit seiner Mischung aus Galgenhumor und Zynismus der ersten postsowjetischen Jahre.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen tolles buch
sehr lesenswert, cooles ende.
manchmal etwas zu mechankolisch aber im endeffekt net so tragisch :-)
ic h habs schnell ausgelesen...
Vor 2 Monaten von rothman veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine geniale, ideenreiche Satire
Schalten wir abends um acht Uhr den Fernseher ein, erfahren wir es täglich aufs Neue: Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden immer ärmer, die Politiker sind... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Boku veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen aufgesetzt, unwirklich, Kaugummi
Na ja, man muss das nicht gelesen haben. Die Idee vom erfolglosen Autor, der auf Bestellung Nachrufe noch nicht verstorbener (bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von buchfux veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen skurril und interessant
Das Buch war das erste, das ich von Kurkow gelesen habe und ich war begeistert. Diese skurrile Idee, einen Pinguin in der Wohnung zu halten, der vom Kiewer Zoo nicht mehr... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Bücherbär veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Picknick auf Eis
Picknick auf dem EisKURKOW, Andrej: 'Picknick auf dem Eis', Zürich 2000
Nach einem Radiointerview mit dem deutsch sprechenden Dichter aus der Ukraine las ich das erste... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Johann Guenther veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen na ja
Irgendwie ist es mir nicht wirklich gelungen, mich für die Geschichte des Herrn Viktor zu begeistern. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Hotelier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher über die Ukraine
WEr sich köstlich amüsieren möchte und eine Ahnung über die politischen und gesellschaftlichen Zustände der Wendezeit in der Ukraine bekommen möchte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Februar 2010 von Annablume
5.0 von 5 Sternen Wenn ein Pinguin traurig ist...
Es war einmal ein Pinguin. Und ein Schriftsteller oder auch Journalist. Ein Redaktionsleiter. Ein Mädchen (das von ihrem Vater bei dem Journalisten abgegeben wurde). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2010 von Marit
5.0 von 5 Sternen Gut zu lesen
ein spannend geschriebenes Buch, das gut zu lesen ist. Über den Inhalt haben andere schon geschrieben - siehe dort. Empfehlenswert.
Veröffentlicht am 27. Dezember 2009 von antedie
5.0 von 5 Sternen Ein schöner Diogenes Roman!! Wie immer!
Beim Durchweg anspruchsvollen und qualitativ hoch verlässlichen Portfolio dieses Verlages liegt man eigentlich immer richtig, so auch bei diesem absolut begeisternden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von Jo Stock
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