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Picknick am Wegesrand: Utopische Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
 
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Picknick am Wegesrand: Utopische Erzählung (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Arkadi Strugatzki , Boris Strugatzki , Aljonna Möckel
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 16 (2. November 1981)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518371703
  • ISBN-13: 978-3518371701
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,1 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.896 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Picknick am Wegesrand
OT Piknik na obotschine OA 1972 DE 1981Form Roman Epoche Moderne
Picknick am Wegesrand zählt zu den herausragenden Werken der Brüder Strugatzki, für Stanislaw R Lem vor allem wegen der gelungenen Wahrung des Geheimnisvollen.
Inhalt: Kosmische Besucher sind auf der Erde gelandet und hinterließen dort verseuchte Zonen. Die Herkunft der Besucher und ihre Absichten bleiben ungeklärt, doch haben sie in den Zonen unerklärlichen Gegenstände und Phänomene zurückgelassen, die von der irdischen Wissenschaft erforscht werden.
Der Protagonist, Roderick Schuchart, entwickelt sich im Verlauf des Romans vom Laboranten in der US-amerikanischen Filiale des Instituts zum »Schatzsucher«, der aus den Zonen außerirdische Objekte schmuggelt und verkauft. Bei einem seiner legalen Besuche der Zone kommt sein Freund und Vorgesetzter Kirill, ein Russe, ums Leben. Daraufhin gibt Schuchart seine Arbeit im Labor auf.
Bei einer illegalen Übergabe von Gegenständen wird Schuchart verhaftet. Zurück aus dem Gefängnis, versucht er mit Hilfe eines Jungen, dem Sohn seines Auftraggebers, die »goldene Kugel« zu finden, eine Maschine, die jeden Wunsch erfüllt. [...]
Aufbau: Der Roman ist in vier Kapitel unterteilt, wobei das erste sowie das dritte Kapitel wissenschaftlich-philosophische Diskussionen über den kosmischen Besuch enthalten.
Für Lem stützt sich der Roman auf zwei Konzeptionen: das ungelöste Geheimnis der Besucher – deren Besuch ja lediglich nur ein Picknick am Wegesrand gewesen sein könnte, ohne die Situation eines ersten Kontakts oder einer Invasion. Die zweite Konzeption besteht in der abweichenden Reaktion der Menschen auf die angebliche Landung. Die Autoren zeichnen das düstere Bild einer Gesellschaft, die jegliche moralischen Werte verloren hat – geblieben sind nur materielle Werte und Egoismus. Die Erkenntnis der Unbedeutendheit des Menschen, die Angst vor Unbekannten und Alltagsprobleme werden mit Alkohol betäubt. Die Zonen stellen jene Orte dar, an denen die Menschen ihrem Glück hinterherjagen. Die letzte Hoffnung wird in der Figur des Schuchart gezeigt: Obwohl er auch nach materiellem Reichtum strebt, versucht er doch alles für seine Familie zu tun. Am Ende erkennt er, dass sein Handeln falsch und sein Menschenopfer sinnlos waren.
Wirkung: In Picknick am Wegesrand wird der modernen Gesellschaft anhand des behandelten Invasionsthemas ein Spiegel vorgehalten. Nach der Vorlage des Romans drehte der russische Regisseur Andrej Tarkowski (1932–86) 1980 den Film Stalker (stalk = sich heranschleichen). Er verarbeitete darin den Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Glauben sowie die Zukunft der Menschen angesichts atomarer Bedrohung. Der Film beschreibt eine Reise ins Innere der Seele. V. M.

Kurzbeschreibung

Eine Maschine, die jeden Wunsch erfüllt - das ist eines der Überbleibsel von Außerirdischen, die einst die Erde besucht haben. Sie hinterließen nicht nur verseuchte Zonen mit unerklärlichen Phänomen, sondern auch Gegenstände, die Rätsel aufgaben. In ihrem Buch "Picknick am Wegesrand" schildern die Brüder Arkadi und Boris Strugatzki die Suche ihrer Hauptperson Roderick Schuchart nach diesem mystischen Gegenstand.

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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Gedankenexperiment, 13. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Picknick am Wegesrand: Utopische Erzählung (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Wenn die Ameisen ein bisschen schlauer wären, würden sie vielleicht rausfinden wollen, um was genau es sich bei einem nach einem "Picknick am Wegesrand" auf dem Ameisenhaufen liegengelassenen Zigarettenstummel handelt, sie würden aber den wahren Zweck dessen nicht einmal im Traum erraten können. Wenn der Stummel gar noch ein wenig glüht, wäre die weitere Verwirrung aufgrund der lebensgefährlichen Lage garantiert. Eine tödliche Falle? Eine "unnütze" Laune der Natur? Ein tödliches Geschenk einer unbekannten Macht? Eine Ankündigung auf irgendetwas...?! Ein möglicher Vergleich zur Situation in dieser Geschichte, der mir in dieser Form ständig vorschwebte, als ich das Buch las. Auch Lem benutzte dieses Bild in seinem höchst interessanten - wenn auch nicht wirklich gänzlich makellosen Nachwort. Wie gewohnt beschreiben die Strugatzkis auch hier die Geschehnisse aus der Perspektive von Menschen, die logischerweise bestens vertraut sind mit der uns fiktiven Umgebung, was ein Ausbleiben einer einführenden Beschreibung des Szenarios ausschliesst und man sich erst nach einigen Seiten Puzzle-artig ein Bild der nicht ganz einfachen Lage machen kann. Die Geschichte deckt eine Zeitspanne von ca. 15 Jahren ab, in welchen sich die Ansichten, Eindrücke und Theorien über die seltsamen "Zonen" mächtig wandeln. Dieses absolut empfehlenswerte Buch stellt tatsächlich "ein wunderbares Gedankenexperiment auf dem Gebiet der experimentiellen Geschichtsforschung" dar, wie dies Lem verwirrenderweise, aber treffend betitelt.
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nur für Jedermann geeignet!, 9. Dezember 2004
Von 
G. August (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Picknick am Wegesrand: Utopische Erzählung (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dass das Buch ein Meisterwerk ist, wurde schon oft gesagt. Nur leider erwarten viele Menschen etwas von dem Buch, was es nicht liefert: Billige Action und vorhersehbare Handlung. Wer eine konventionelle Auseinandersetzung über Mensch-Alien Kontakt sucht, sollte bei Star Trek bleiben! Deren Besuch wird nur vermutet, nur eine mögliche Theorie, die das Entstehen der "Zonen" erklären soll. Es geht aber in diesem Buch um Menschen, wie sie mit der Zone umgehen, denn die meisten von denen interessieren sich für all die höheren Fragen nach der Entstehung und Sinn nicht. Sie sind viel mehr damit beschäftigt, einen möglichtst großen materiellen Nutzen für sich zu ergattern. Es ist ein philosophisches Buch, es gibt nicht "den einen" Handlungsstrang, Erzählpersonen und Blickwinkel wechseln, es gibt riesige Zeitsprünge... Definitiv keine leichte Kost für Menschen, die Tiefgründiges nicht gewohnt sind. Es sollte auch nicht von den Menschen gelesen werden, die jede Kritik am Kapitalismus als sowjetische Propaganda abstempeln. Man findet beim besten Willen keine echte Propaganda in dem Buch, es wird nur der Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten und das, was man zu sehen bekommt, ist mehr als hässlich...
Eins meiner Lieblingsbücher!
P.S.: Man hört immer wieder: "Das Buch ist gut, die Verfilmug nicht!" Dazu ist zu sagen: Der Film "Stalker" von Tarkovskij ist keine Verfilmung des Buches! Es werden nur ein paar Motive benutzt. Und man sollte schon vorher wissen, worauf man sich einlässt, wenn man einen Tarkovskij-Film anschauen will! Die Filme von ihm dienen nicht der Unterhaltung, es sind Gedankenspiele mit sehr wenig Handlung, mit dem Massengeschmack absolut inkompatibel!
Das selbe gilt auch für "Solaris" ....
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannung, Philosophie und Mystik, 15. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Picknick am Wegesrand: Utopische Erzählung (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Die Strugatzkies zählen zu den profiliertesten Autoren des Science Fiction. Sie verzichten (weitgehend) völlig auf die billige Effekthascherei, die in diesem Genre leider verbreitet ist. Sie überraschen immer wieder mit einer originellen Grundidee für ihre Bücher - allerdings erscheinen mir einige ihrer Werke auch etwas langatmig oder philosophisch überfrachtet.

Nicht so "Picknick am Wegesrand", welches obendrein zu meinen persönlichen Lieblingsbüchern zählt. Wieder ist die Grundidee unkonventionell: Es wird nicht die Ankunft oder das Zusammentreffen mit Außerirdischen auf der Erde thematisiert, sondern die Situation nach deren Abreise.
Das Buch kombiniert Spannung, Philosophie und Mystik absolut genial. Wie schwer ist es, ein orignielles Lied mit dem Reim "Herz" - "Schmerz" hinzukriegen? Den Strugatzkies ist es gelungen: Die hinlänglich bemühten Klischees des SF-Genres von einer "kaputten Welt", "rätselhaften Vorgängen" und der "letzten Hoffnung" (in Form der "Goldenen Kugel") werden in "Picknick am Wegesrand" in einen völlig neuen Kontext gesetzt. Und dies ist über weite Strecken noch sehr spannend geschrieben.
Das ist auch ein Kennzeichen eines guten Buches: Es stellt mehr Fragen als es beantwortet. Und so bleibt "Picknick am Wegesrand" über weite Strecken ein Rätsel - über den Schluß hinaus...

P.S: Der Film "Stalker" mit dem Buch als Grundlage ist meines Erachtens nach kongenial, allerdings wesentlich philosophischer, symbolhafter und "langsamer" angelegt.
Tipp Nr. 1: Erst das Buch lesen, dann den Film anschauen.

Tipp Nr. 2: "Die gierigen Dinge des Jahrhunderts" von den Strugatzkies lesen. Es ist ähnlich, wenn auch ein wenig schwächer als "Picknick am Wegesrand".

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