Die Autorin Fernande Olivier, Begleiterin und zeitweise auch Lebensgefährtin von Pablo Picasso, beschreibt in ihrem 176 Seiten umfassenden Büchlein, ihre Zeit mit dem Künstler Picasso und seinen Freunden in den Jahren 1905 - 1913. In ihren Erinnerungen an Picasso und seinen damaligen Freunden, u.a. Matisse, Max Jacob und Guillaume Apollinaire, u.v.m. wird immer wieder an die gemeinsame Zeit in Paris erinnert, an die Anfangsjahre, an den Kubismus. Diverse Schriftsteller und Maler werden von ihr, zur Freude des Lesers, charakterisiert und sie gibt dabei unverblümt ihre Meinung wieder. Ihre Sprache ist nicht verletzend, sondern erfrischend ehrlich und oft humorvoll. Unterstützt werden diese Erinnerungen durch 30 Bilder, Plastiken, Dokumenten, 28 Fotos auf Tafeln und 16 Zeichnungen. Die Autorin läßt die Zeit vor dem I. Weltkrieg wieder auferstehen und nimmt den interessierten Leser mit nach Paris oder Barcelona, um ihn in den Kreis der Künstler mit aufzunehmen und daran teilhaben zu lassen. Ein erfrischendes, ehrliches und sehr gut lesbares Buch. Eines der wenigen Bücher, die von jemandem geschrieben worden ist, der unmittelbar dabei war, und weiß, wie es wirklich war.